Über Nela Rubinstein

Über Nela Rubinstein

Nela´s Cookbook
Nela Rubinstein, Verlag A. Knopf (1983)

Wenn Cary Grant in seinen Filmen eine kleidsame Küchenschürze trägt, so ist es als ironische Anspielung gedacht: Der Inbegriff der eleganten Männlichkeit trifft auf pure weibliche Aufgaben. Dass es eventuell ein realistisches Abbild seines Privatlebens war, habe ich kürzlich entdeckt. Sein Lieblingskochbuch war Nelas’s Cookbook. “No matter how many cookbooks you may already possess, my wife and I happily recommend you adding Nela Rubinstein’s to your collection. It’s indispensable” Cary Grant – so lautete seine eindeutige Empfehlung.

In der Biografie The Tenth Muse von der amerikanischen Kochbuchlektorin Judith Jones las ich über Nela Rubinsteins Kochbuch. Anlässlich einer Zusammenarbeit mit dem Pianisten Arthur Rubinstein war Judith Jones häufig Gast bei der Familie. Von Tag zu Tag begeisterte sie sich mehr für die Kochkünste der Ehefrau Nela. Ihre Gerichte stammten aus allen Regionen, in denen sie gelebt hatte. Zunächst Polen, wo sie als Tochter eines Dirigenten aufgewachsen war, bis die Familie vor den Nazis fliehen muss. Später lebte sie mit ihrem Ehemann Arthur Rubinstein in den USA, in Spanien und in vielen weiteren Ländern.

So schloss Judith Jones an das Buchprojekt mit Arthur ein Kochbuch mit seiner Frau an. Dabei stellte sie fest, dass auch die Hollywood-Nachbarschaft der kulinarischen Begabung Nelas verfallen war. Als das Buch erschien, bekam Judith Jones einen Anruf, der ihr Herz schneller schlagen ließ: „I even got a call from Cary Grant telling me in his unmistakable voice how wonderful the book was.“

Veröffentlicht im Februar 2009

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