Zucchini – die Fleissige

Zucchini – die Fleissige

Zucchini ist das Fleißige Lieschen unter den Gemüsesorten. Sie führt im Gemüsegarten die Top 5 der Ernteergiebigkeit an, ist im Kühlfach gut haltbar und auch im Laden ein preiswertes Gemüse.

Das Aroma ist zwar elegant, aber zurückhaltend und verlangt daher nach eindeutigen Begleitern. Deren Bandbreite fällt in der Anzahl überraschend übersichtlich aus.

Bei der Zubereitung sollte man die wichtigsten Eckpfeiler kennen, damit das Ergebnis glücklich macht.

Zucchini im Gemüsegarten

Zucchini gehören zur Familie der Gartenkürbisse. Das Wort ist abgeleitet vom italienischen Zucca, dem Kürbis. Erst um 1900 wurden sie in Italien angebaut und erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Mitteleuropa – ein Mitbringsel der italienischen Gastarbeiter.

Das Gemüse ist eine einjährige Pflanze, die enorm ergiebig ist. Nur nasse Füße (Staunässe) mag sie nicht, allerdings führt Wassermangel wiederum zur Bitterkeit der Früchte. Die Pflanze lässt sich auch in einem großen Topf auf dem Balkon ziehen. Pro Top nur einen Setzling pflanzen.

Populäre Sorten sind: Ronde de Nice (runde Form, ideal zum Überbacken), Verte de Maraîcher (gilt als robust), Gold Rush (gelbe Sorte) und Stratio d’Italia (baut Nigel Slater in seinem Garten an).

Die Saison von Freiland-Zucchini ist von Juni bis Oktober.

Gärtner sprechen im Sommer oftmals von einer regelrechten Schwemme. Rezepte müssen her.

Einkaufen

Wichtig ist beim Einkaufen, dass die Zucchini fest sind und eine makellose Haut haben – ein Hinweis auf ihre Frische. Die erste Wahl sind immer kleine Exemplare. Sie sind kräftiger im Geschmack. Große sind faserig und fade. Sie verwendet man am besten fürs Überbacken oder brät sie in einer würzigen Panade.

Der aromatische Unterschied zwischen gelben und grünen Zucchini ist marginal. Er ist eher ein Aspekt für die Optik. Eine Besonderheit ergibt sich bei der Zubereitung: Die Haut der gelben Zucchini ist weicher, sodass sie beim Braten empfindlicher sind.

Die Anbaumethode ist entscheidend für das Aroma. Am besten kauft man Zucchini aus der Region vom Biohof mit Freilandanbau.

Pro Person rechnet man etwa 250 g.

Wie werden Zucchini aufbewahrt?

Zucchini werden im Gemüsefach im Kühlschrank aufbewahrt. Die Blüten möchten zügigst verwendet werden.

Das Gemüse kann eingefroren werden. Dazu würfeln, mit etwas Salz bestreuen und ziehen lassen. Das Wasser abgießen und die Würfel einfrieren. Allerdings geht der Zauber verloren, da sie trotzdem dazu tendieren, matschig zu werden.

Zucchini kochen

Von der Zucchinipflanze lassen sich die zylinderförmigen Früchte und Blüten essen.

Da das Gemüse eine kurze Garzeit hat, ist es ideal für die schnelle Küche.

Aus dem rohen Gemüse lässt sich ein Carpaccio zubereiten, z. B. verfeinert mit Minze und einem Dressing. Dazu werden am besten junge und kleine Zucchini verwendet.

Ratatouille und Caponata sind die bekanntesten Rezept-Klassiker. Beide sind unbedingt empfehlenswert.

Das Gemüse passt wunderbar zu Pasta und Fisch. Suppe verfeinert mit Zitrone und Sahne oder Ziegenfrischkäse ist sehr empfehlenswert.

Eines unserer liebsten Alltagsgerichte sind Zucchinipuffer und der Zucchinikuchen von Carlo Bernasconi.

Küchengeheimnisse

Zucchini haben ein sehr mildes Aroma. Sie benötigen würzige Begleiter und immer etwas Säure, sonst sind sie eintönig. Ein Minimum sind Zitronensaft, Olivenöl und Basilikum. Säurespender können auch Tomaten, Kapern oder Essig sein.

Das Gemüse kann in der Pfanne angedünstet oder angebraten, überbacken oder gegrillt werden. Beim Andünsten kommt es darauf an, dass es gerade noch bissfest ist, bevor es matschig wird. Beim Anbraten ist sanfte Hitze wichtig. Werden die Zucchini zu dunkel, sind sie bitter im Geschmack.

Für Salate mit Zucchini verwendet man unbedingt den Sparschäler, sodass die Scheiben hauchdünn werden und das Dressing sie etwas mariniert.

Aromen, die passen

Klassisch: Aubergine, Basilikum, Chili, Dill, Erbsen, Kapern, Minze, Parmesan, Ricotta, Petersilie, Pinienkerne, Rosinen, durchwachsener Speck, Thymian, Tomate, Ziegenfrischkäse, Zitrone.

Kochbücher & Rezepte

Interessanterweise ist die Kochbuch-Literatur etwas einfallslos. Man bewegt sich sehr klassisch in den o. a. Aromen – das gilt insbesondere für die italienische Küche. Hier ein paar Ausnahmen:

  • Catherine Kluger offeriert in Tartes & Tartelettes eine Tarte mit Ratatouille und eingelegten Zitronen.
  • Donna Hay serviert in Life in Balance ein Knusperhuhn mit Zucchini-Fenchel-Salat in einem cremigen Sardellen-Dressing.
  • Im Cafe Cornersmith kommt das Gemüse als Zucchini-Emmer-Salat mit gerösteten Haselnüssen und Trockenpflaumen mit einem Dijon-Dressing auf den Tisch.
  • Simon Hopkinson bereitet in Alles Gemüse Zucchinitimbale mit Paprika-Dressing zu.

Food-Trends

Das Gemüse als Zutat für süße Kuchen war 2012/2013 ein viel besprochenes Kurzfeuer. Zucchini sind wegen ihres zurückhaltenden Aromas dafür geeignet. Jane Hornby verwendet sie z. B. für Muffins.

Die gesundheitsbewusste Küche mit Verzicht auf Kohlenhydrate brachte Zughetti aka Zoodles hervor – ein kreativer Knaller, der die Foodblogs bevölkerte. Voraussetzung ist dafür ein Spiralschneider. Hier zwei Rezepte von Ella Woodward und den Hemsley-Schwestern.

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