Suppe

Suppe

Ein Teller Suppe ist die beste Art, den entspannten Teil des Tages einzuläuten. Herzhaft und wärmend an kalten, klammen Tagen, erfrischend und kühlend an heißen. Die Suppe macht aber nicht nur satt und entspannt, sie birgt ein warmes Willkommen. Sie besinnt uns dabei auf das Grundlegende des Lebens. Dieser emotionale Aspekt hat auch mit ihrer Geschichte zu tun.

In unserem kulturellen Erbe bedient die Suppe die gesamte Bandbreite von reiner Existenzsicherung zu purem Luxus: Sie war einerseits die sparsamste Möglichkeit zu überleben, andererseits erlebte sie fürstliche Verfeinerungen.

Erst als der Topf erfunden war, konnte die erste Suppe gekocht werden. In Deutschland lassen Funde von Keramikgefäße annehmen, dass ab ca. 5.500 vor unserer Zeitzählung die Eintopfsuppe den Speiseplan bestimmte. Ab diesen Zeitpunkt werden auch die ersten Siedlungen datiert. Zubereitet wurde sie aus Getreide und Fleisch. Ihr kam eine zentrale Rolle bei der Ernährung zu. Grund war, dass es über einen langen Zeitraum auf dem Feuer oder Herd nur Platz für einen Topf gab.

Im Widerspruch zu ihrer Bedeutung genoss sie aus kulinarischer Sicht lange Zeit wenig Ansehen. Die liquide Mahlzeit war vor allem auch Mittel zum Zweck. Für die wirtschaftliche Elite stellte sie nämlich eine preiswerte, aber effiziente Möglichkeit für die Armenspeisung dar.

Dies änderte sich im 18. Jahrhundert in Europa. Interessanterweise geht ihre Verfeinerung einher mit dem Aufstieg der Restaurants. Anstoß dafür war die französische Revolution. Denn der Adel verließ Frankreich – und ließ seine Küchenchefs zurück. Die nun über Nacht arbeitslosen Köche begannen sich selbstständig zu machen. Dabei half, dass das alte Zunftrecht abgeschafft wurde. Hatte man bisher in Bouillons (Suppenküchen) und Herbergen an Gemeinschaftstafeln gesessen, saß man von nun an an Einzeltischen. Das Bürgertum genoss hier eine Küche, die es sich zuhause nicht leistete. Die Suppe wandelte sich zur eleganten Consommé, Bisque und Velouté.

Die Suppe in der Küche

Es ist immer schön, einen Grund für neue Küchengeräte zu haben. Aber die liquide Mahlzeit benötigt wenig.

Einen Topf von ausreichender Größe ist erforderlich. Je nach Familiengröße sollte er folgende Menge plus Puffer aufnehmen können. Weise ist es, die doppelte Portion zuzubereiten für das Lunch am nächsten Tag oder das Tiefkühlfach.

  • Als Vorspeise (Teller): 250 ml
  • Als Hauptgericht: 500 ml

Der Pürierstab ist die beste und einfachste Möglichkeit, eine Suppe zu pürieren. Empfehlenswert ist einer, der leistungsstark ist (auf die Wattzahl achten) und dessen Stab aus Metall ist wie z.B. das Modell Braun MultiQuick 9 MQ 9005X Stabmixer.

Das Umfüllen einer heißen Suppe in eine Küchenmaschine oder Prozessor ist nicht empfehlenswert. Man verbrennt sich schnell. Zudem besteht die Frage, wie das Hartplastik des Füllbehälters auf die Hitze reagiert.

Suppe-to-go: Die Thermoskanne

Das selbstgemachte Mittagessen ist eine Bereicherung. Es schmeckt, ist preiswert und man weiß, was drinne ist. Einzige Voraussetzung: die organisierte Vorbereitung, damit der Morgen nicht hektisch wird. Der To-go-Salat ist bei 15 Grad Plus die erste Wahl. Im Winter ist die Suppe der Favorit. Sie benötigt ein Thermo-Transportmittel mit Verlass wie die Thermos für 0,47l .

Sie soll schmecken!

Wenig ist so trostlos als eine einfältige, wässrige und ungewürzte Suppe. Daher zwei Tipps:

  • Eine gute Basis ist wichtig. Aber die muss – abgesehen von klaren Brühen – nicht immer selbstgemacht sein. Falls einmal eine gekaufte Brühe verwendet werden, können ein Bouquet Garni oder eine Rinde Parmesan als weitere Aromenspender aushelfen.
  • Ohne Abschmecken geht nichts: Neben Salz und Pfeffer können ein Spritzer Zitronensaft oder Apfelessig, eine Prise Zucker (Kokosblütenzucker ist sehr geeignet), ein Teelöffelchen Miso oder Chili die aromatische Balance bewirken.

Nicht vergessen: Topping!

Die Suppe schenkt kreative Freiheit, aber sie hat einen Schwachpunkt. Die Fallgrube der Suppe ist ihre aromatische Einseitigkeit. Das liegt an der Zubereitung. Während bei der europäischen Suppe oftmals alles zusammen gekocht wird und am Ende eine geschmackliche Summe ergibt, wird die asiatische Suppe wie z.B. Ramen aus mehreren Einzelteilen zusammengesetzt.

Auch deshalb ist das Topping keine Nebensächlichkeit, sondern sie komplettiert die Suppe. Das ist insbesondere der Fall, wenn sie geschmacklich nicht für sich stehen kann. Wer spontan kocht, der schaut am besten mit der Brille des Aromen-Matching in den Kühlschrank. Als Zutaten kommen Gemüse, Obst, Milchprodukte und Nüsse in Betracht. Das Topping kann frischer Natur wie z.B. hier sein, gebraten oder gemixt.

Ein Begleiter mit Substanz

Keine Suppe ohne Begleiter mit Substanz. An ihm hält der Suppenfreund sich im schlimmsten Fall fest und im besten wird damit jede Tellerkurve Suppe aufgetunkt. Oder die Scheibe Brot muss die schmale Mahlzeit kompensieren. Das kann auch passieren.

Fein sind Kräuter-Scones, mit Käse überbackenes Brot oder geröstetes mit Olivenöl und Knoblauch eingerieben.

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Autor: Katharina Höhnk
Quellen: Was schmeckt Deutschland, Kulturgeschichte des Essens und Trinkens, Das Gourmet Handbuch, Der grosse Larousse

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