Schöne Festtage & beglückend gutes Essen!

Schöne Festtage & beglückend gutes Essen!

Von Katharina Höhnk

Liebe Leserinnen und Leser,
das Jahr 2017 haben wir mit der Hot Pot Broth von Tanja Dusy begonnen. Zwischen dem Wärmespender und heute liegen über 100 Kochbuch-Vorstellungen (genau 105) und an die 300 Rezepte, die online gegangen sind.

Unsere kulinarische Neugierde hat sich in alle Richtungen ausgestreckt, es wurde probiert und geschmeckt. Daher möchte ich mich an dieser Stelle herzlichst an das Rezensenten-Team bedanken. Ihr seid großartig! Nicht nur, dass ihr den Mut habt, Unbekanntes auszuprobieren und auf Jagd nach Zutaten zu gehen, auch für die stete Ernsthaftigkeit, mit der ihr jedes Mal neu einem Kochbuch gerecht werdet. Danke.

Für Valentinas war es das elfte Jahr im Netz. Gemessen an den wenigen Jahren des Internets ist das ein reifes, schönes Alter. Auch deshalb gab es eine optische Aufrischung im Rahmen eines Relaunches. Es ging aber nicht nur um den Look, sondern auch um eine bessere Integration des Weges, den ich 2015 mit der Einführung der Paywall eingeschlagen habe.

Diese ist für eine Rezept-Seite noch heute ungewöhnlich und es bleibt ein Restzweifel, aber es fühlt sich für mich weiter richtig an: Die monatlichen technischen und redaktionellen Kosten werden bezahlt. Der Relaunch war finanzierbar. Es wurden in diesem Jahr 100 schlechte durch schöne Rezeptfotos ausgetauscht. Daneben bleibt ein Erlös, der keinesfalls einen Hauptjob ersetzt, aber eine Säule ist und so die Fortsetzung von Valentinas ermöglicht.

Dass das gelingt, habe ich euch zu verdanken, die einen Zeitpass kaufen und Valentinas weiterempfehlen. Ich möchte mich daher für diese Unterstützung und euer Vertrauen herzlichst bedanken. Merci, dass ihr diesen Weg mitgeht.

Bevor 2018 nun startet und Valentinas hoffentlich weiter in eurer Gunst steht, haben wir, das Valentinas-Team, einen Moment kulinarisch zurückgeschaut. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr uns an euren Küchenerlebnissen teilhaben lasst. Nutzt dafür einfach die Kommentar-Funktion.

Ich wünsche schöne Festtage & beglückend gutes Essen!
Herzlichst Katharina Höhnk

 

Charlotte Schrimpff

Was wirst du Heiligabend kochen bzw. essen?
Wir sind eine klassische Kartoffelsalat-mit-Würstchen-Familie, also: Mamas Kartoffelsalat mit von Papa handgebrühten Würstchen.

Was war dein Lieblingskochbuch 2017?
Oh, schwer! „Leaf to Root“ des Autoren-Trios Esther Kern, Sylvan Müller und Pascal Haag hat ziemlich viel Spaß gemacht und mein Bewusstsein für Gemüse ganz neu geschärft. „Herbst“ aus der Jahreszeitenkochschule von Richard Rauch und Katharina Seiser bzw. Yotam Ottolenghis und Helen Gohs „Sweet“ tun gerade aber alles, das noch zu toppen. Ein guter Jahrgang, dieses 2017!

Was hat Dir kulinarisch 2017 besonders Spaß gemacht?
Vermutlich ist es die Wiederentdeckung der Einfachheit: Essen, die mit wenigen Zutaten und Handgriffen gutes versprechen, stehen neuerdings hoch im Kurs…

 


Christiane Schwert

Was wirst du Heiligabend kochen bzw. essen?
In meiner Kindheit gab es immer klassisch-deutsch Kartoffelsalat und eine gekochte (von meinem Onkel geschlachtete und hergestellte) Rindswurst. Seit wir erwachsen sind und die Bescherung nicht mehr so im Vordergrund steht, gibt es – auch klassisch und zum Leidwesen der Kinder, denen die Bescherung schon etwas bedeutet – Raclette.

Was war dein Lieblingskochbuch 2017?
Ui, das ist gar nicht so leicht. Ich hatte einige Lieblinge in diesem Jahr. Ein echter kulinarischer Zugewinn zum Ende des Jahres war unbedingt „Die grüne Küche für jeden Tag“ von Frenkiel/Vindahl, richtig toll war auch „Orient vegetarisch“ von Salma Hage. Aber ein Buch, das mich immer wieder begleitet, ist „Salate im Glas“ von Anna Helm Baxter. Mit diesem kleinen, unaufgeregten Büchlein lässt sich die Verpflegung im tristen Büroalltag einfach aufs Köstlichste organisieren.

Was hat Dir kulinarisch 2017 besonders Spaß gemacht?
Es gibt Dinge, an die ich mich, obwohl ich gerne koche, einfach nicht recht rantraue. Doch nachdem ich mir eine neue große Eisenpfanne von de Buyer bei Holzapfel gekauft hatte, wollte ich sie natürlich auch standesgemäß einweihen. Und zwar mit einem Filet-Medaillon von Büffelbill! OMG! War das gut! Kurz aromatisiert mit Rosmarin und Knoblauch, nach dem Braten ein Prischen Meersalz von Mani Bläuel drübergestreut und schweigend genossen. Meine erste Bestellung und Zubereitung von „Online-Fleisch“ war ein echtes Ereignis!

 

Dietmar Adam

Was wirst du Heiligabend kochen bzw. essen?
Auf keinen Fall etwas Aufwendiges, aber ich habe noch keine genaue Vorstellung.

Was war dein Lieblingskochbuch 2017?
India Street Food (Christian Verlag), weil es mir sehr authentisch vorkommt und mich bei vielen Rezepten ziemlich überrascht hat. Auch wenn das viele Frittieren zunächst einmal abschreckend wirkt.

Was hat Dir kulinarisch 2017 besonders Spaß gemacht?
Nachdem mir in Omar Alibhoys „Tapas“ zum ersten Mal Salmorejo begegnet ist, bin ich begeistert von dieser dickflüssigen fruchtigen und gehaltvollen Sommersuppe aus Tomaten, die so einfach herzustellen ist. Jetzt konnte ich sie in Andalusien, wo sie entstanden ist, kennenlernen und war aufs Neue sehr angetan.
Von großem Nutzen ist für mich auch die Möglichkeit, mithilfe einer Scan-Software (ich benutze CS CamScanner) Rezepte in meinem Smartphone zu speichern (Evernote), So habe ich in der Küche meine sämtlichen Lieblingsrezepte präsent und meine kostbaren Kochbücher werden geschont.

 

Doris Brandl

Was wirst du Heiligabend kochen bzw. essen?
Vorspeise: Bunter Kale-Salat (aus dem Buch ‚Bitter‘ von Manuela Rüther). Da überrasche ich die Gäste mit rohem Grünkohl), Hauptspeise traditionell: Gänsekeulen mit Grünkohl und Rotkohl, Klößen und einer guten Sauce, Nachtisch: Zabaione mit Weißwein-Birnen (aus dem Buch ‚Dolci Italiani‘ von Vicenzino).

Was war dein Lieblingskochbuch 2017?
Mein Lieblingsbuch 2017 war ‚Bitter‘ von Manuela Rüther. Es hat mich an neue Gemüsesorten herangeführt, um die ich vorher entweder einen Bogen gemacht hatte, oder sie nicht kannte und nicht gewusst hätte, was ich damit machen kann, wie z.B. Löwenzahn, roher Grünkohl, Puntarelle. Das war eine große Bereicherung und die Erkenntnis, wie sich bitter und süß toll ergänzen können, vom gesundheitlichen Aspekt ganz abgesehen. Und so sympathisch und natürlich geschrieben von der guten Ela.

Was hat Dir kulinarisch 2017 besonders Spaß gemacht?
Besonders Spaß gemacht haben mir arabisch-orientalische Rezepte, wo ich mich vorher nicht so herangetraut hatte. Da ist das tolle Buch ‚Big Flavour‘ mit stundenlang geschmortem Schweinebauch oder die ebenfalls viele Stunden im Ofen langsam gegarte Lammschulter mit Labneh und Granatapfel aus dem Buch ‚Marokko‘ (da schwärmen unsere damaligen Gäste immer noch davon).

 

Heike Pethe

Was wirst du Heiligabend kochen bzw. essen?
Heiligabendmittag muss es schnell gehen und meine Mutter soll mit heimatlichen Gefühlen in das Fest starten: Kartoffelpuffer. Abends seit Langem geräucherter Lachs oder Forelle, kein Fleisch, was Elegantes und nicht zu schwer.

Was war dein Lieblingskochbuch 2017?
Immer noch Every Grain of Rice. Kein Kochbuch dieses Jahres konnte es schlagen. Chinesisch, immer wieder einen neuen Geschmack entdecken, alltagstauglich, wenig Zutaten und schnell.

Was hat Dir kulinarisch 2017 besonders Spaß gemacht?
Flüssig: Brände, früher wirklich im Verruf, doch ein guter Brand zieht einen noch mal zum Birnbaum zurück und hat ein solch vielschichtiges Aroma und farbenfrohe Nuancen von Fruchtgeschmack und ist mild im Abgang, sodass sich eine Wiederentdeckung lohnt. Und dann noch die Steigerung des Gin-Trends des letzten Jahrs: Whobertus, ein Münchner Gin, der Monkey 47 übertrumpft hat … Beim Weißwein die Rebsorte Elbling, mineralisch leicht – der Sommer kann kommen.
Kulinarisch: Die kulinarischen Nebenprodukte der Flüchtlingswelle, unglaublich viele arabische Supermärkte und auch Restaurants, sodass es sehr einfach wurde, Rezepte aus dem Nahen Osten zu kochen und mit einer Reihe neuer Zutaten und Gerichte zu beglücken: Freekeh, Kibbeh und die Neubelebung der langweiligen deutschen Puffbohnen.

 

Isabel Geigenberger

Was wirst du Heiligabend kochen bzw. essen?
Ich führe die Tradition meiner Mutter leicht abgewandelt fort: bei ihr war es meist gedünsteter Fisch (z.B. Lachs, Weißfisch und einige Garnelen), gern mit Hollandaise und Kartoffeln – oder auch mal ein Waller im Wurzelsud, sehr spektakulär der Fisch mit den Bartfäden, der durch das Gemüse schwimmt. Bei uns also auch Fisch, im Ganzen und im Dampfgarer zubereitet. Auch spektakulär, wenn man beim Kochen zusehen kann. In den letzten Jahren immer ein Havelzander vom benachbarten Fischer. Dazu ein feines Kartoffelpüree, die Kinder finden es mit roten Kartoffeln besonders festlich. Und eine einfache Weißwein-Sahnesauce. Vorneweg ein kleiner Salatteller mit Orangenfilets und für die Erwachsenen auch etwas bitteren Salat drin. Saisonal halt.

Was war dein Lieblingskochbuch 2017?
Mein Lieblingskochbuch war wohl „Besessen“ von Elisabeth Bronfen. Nicht zuletzt wegen des süchtig machenden New Yorker Cheesecake, aber auch ihrer Küchenphilosophie. Seither nerve ich meine Gäste kaum mehr mit „Das sieht eigentlich anders aus“, „das hätte knuspriger sein sollen“ oder „Letzes Mal war es irgendwie besser“, sondern präsentiere das eigenständige Ergebnis stolz.

Was hat Dir kulinarisch 2017 besonders Spaß gemacht?
Misopaste und glückliches Schwein. Meine Japanreise und meine Rezension haben mir die Verwendung von Miso als gesunden Umami-Geschmacksträger nahegebracht. Das hat mein Repertoire erweitert. Früher habe ich vor allem zu Sardellen(paste) gegriffen, Miso ist weicher und sanfter in der Anwendung und ergänzt mein Würzrepertoire erheblich.
Für nachhaltiges Rindfleisch hatte ich schon länger Quellen, die Jungs vom Potsdamer Sauenhain versorgen mich jetzt mit Schweinefleisch aus ihrem grandiosen Projekt: Unter aufgelassenen Apfelplantagen suhlen sich Weideschweine, von deren glücklichen Leben ich mich schon überzeugen konnte. Das Fleisch hat einen Biss und Geschmack, wie ich ihn lange vermisst habe.

 

Julia Eckl-Dorna

Was wirst du Heiligabend kochen bzw. essen?
Heuer haben wir uns für Wild entschieden – entweder Wildschweinrücken (falls einfach erhältlich) oder Rehfilet. Davor eine Maronisuppe und zum Nachtisch wird es wie jedes Jahr jede Menge Weihnachtskekse geben.

Was war dein Lieblingskochbuch 2017?
Die Wahl des Lieblingskochbuchs ist nicht so einfach – obwohl mich „Sauerteig“ (Knesebeck Verlag) sehr inspiriert hat, wird es noch immer von Melissa Fortis Backen etwas überholt. Ihre Art Kuchen zu kreieren hat mich tief beeindruckt, und es gibt noch einige Rezepte von ihr, die unbedingt ausprobiert werden müssen. Vielleicht müssen die traditionellen Weihnachtskekse am 24. doch ausnahmsweise einem Backwerk à la Melissa Forti den Platz überlassen?

Was hat Dir kulinarisch 2017 besonders Spaß gemacht?
Kulinarisch habe ich 2017 besonders das Brotbacken für mich entdeckt. Hier hat der Sauerteig die Hefe aus meinen Brotteigen sozusagen verdrängt. Viel an Inspiration kam hier auch von den ungewöhnlichen Brotkreationen von Sarah Owens, von roten Rüben bis zu beschwipsten Feigen.

 

Katharina Höhnk

Was wirst du Heiligabend kochen bzw. essen?
Wir essen am Heiligabend immer Schlesische Weißwürste mit Sauerkraut, Kartoffeln und zerlassener brauner Butter. Meine Mutter wuchs in Schlesien in der Nähe von Breslau auf, das ihre Familie am Ende des 2. Weltkrieges verlassen musste. Diese kulinarische Spezialität ist geblieben. Es gibt tatsächlich noch Metzger, die die unbekannten Weißwürste fürs Weihnachtsfest zubereiten. Früher gab es lebhafte Diskussion unter Schlesiern, welche Metzger die besten macht, und ob sie gebrüht oder gebraten werden. Ich mag sie besonders gerne gebraten.

Was war dein Lieblingskochbuch 2017?
Mein Lieblingsbuch war Small Victories: Recipes, Advice + Hundreds of Ideas for Home-Cooking Triumphs von Julia Turshen. Das ist Kochen für mich – viele kleine Kniffe, die aus Gut ein Sehr gut machen.

Was hat Dir kulinarisch 2017 besonders Spaß gemacht?
Ich trinke wenig Alkohol, wenn, dann Wein oder Bier. Das 47-jährige Köpfchen ist empfindlich. Cocktails waren bisher kein Thema. Zu süß, zu alkoholintensiv etc. – bis ich das Genre Mule entdeckte, und zwar zunächst als Tokyo Mule mit Yuzu-Saft. Köstlich – frisch und leicht! Daraus wurde dann der Seoul Mule mit Soju. Mein ganzes Umfeld habe ich damit infiziert, sodass daraus schon eine Redewendung wurde.

 

Katja Böttger

Was wirst du Heiligabend kochen bzw. essen?
Heiligabend freue ich mich auf den unübertroffenen Kartoffelsalat meiner Mama, dazu Bockwurst mit Senf, saftiges Schwarzbrot und ein dunkles Bier.

Was war dein Lieblingskochbuch 2017?
Das war ein gutes Jahr – ich hatte gleich mehrere Glücksgriffe. Darunter „Feel Good Kitchen“ von Georgina Hayden (Dorling Kindersley Verlag), ein äußerst sympathischer Keeper. Vielseitig, alltagstauglich und immer besonders.

Was hat Dir kulinarisch 2017 besonders Spaß gemacht?
Ich bin keine große Bäckerin und lerne gerade ganz unvermutet ein paar sehr nützliche elementare Kniffe – von Simone Willes „Tokyo Cakes“ (Berlin Verlag). Da geht doch noch was!

 

Maria Kufeld

Was wirst du Heiligabend kochen bzw. essen?
Wildgulasch

Was war dein Lieblingskochbuch 2017?
Anthony Bourdain: Kein Trendfood, dafür einfache bis raffinierte Gerichte für die Liebsten. Bei unserem Familienzuwachs also genau das Richtige.

Was hat Dir kulinarisch 2017 besonders Spaß gemacht?
Das Kräuterhaus Kreuzberg in der Marheineke Markthalle. Ob komplexer Urwaldpfeffer oder grasgrüner, intensiver Biothymian aus Thüringen, eine echte Gewürzgoldgrube.

 

Patricia Rahemipour

Was wirst du Heiligabend kochen bzw. essen?
Wir kochen immer im Wechsel, diesmal ist meine Schwester an der Reihe. Das Menü ist leider streng geheim. Aber es sind immer mindestens fünf Gänge.

Was war dein Lieblingskochbuch 2017?
Tim Mälzer, weil sogar mein Mann es rausholt und damit kocht 🙂

Was hat Dir kulinarisch 2017 besonders Spaß gemacht?
„Unser Chinese“ – Mayflower und gute chinesische Küche sind wirklich eine Entdeckung. Auberginen chinesisch zubereitet sind einfach was Besonderes. Eine andere Sache ist der aktuelle Suppentrend und meine Wiederentdeckung der japanischen Küche, die ich in den letzten Jahren allzu sehr vernachlässigt habe. In Restaurants drückt sich das folgendermaßen aus: Ishin und Takumi Nine Sapporo.

 

Sabine Cikic

Was wirst du Heiligabend kochen bzw. essen?
An Heiligabend bin ich dieses Jahr mit Freunden in Paris. Da die Küche in unserer Ferienwohnung dort anders ausgestattet ist als meine zu Hause, werden wir es eher einfach halten – vielleicht ein schönes Schmorgericht, das ohne viel Zutun stundenlang im Ofen vor sich hin schmurgeln darf. Vor allem aber werden wir uns bei der Menüplanung treiben lassen und gemeinsam entscheiden. Die vielen kleinen Spezialitätengeschäfte in der Rue Daguerre offerieren viele Köstlichkeiten … Gesetzt ist auf jeden Fall aber eine traditionelle Bûche de Noël von einem meiner liebsten Bäcker im 15. Arrondissement, Dominique Saibron.

Was war dein Lieblingskochbuch 2017?
Sehr viel Spaß gemacht hat mir William Ledeuils „Pasta etwas anders“. Ein Besuch in einem seiner Pariser Restaurants steht ziemlich weit oben auf meiner Wunschliste …

Was hat Dir kulinarisch 2017 besonders Spaß gemacht?
Dieses Jahr habe ich mir erstmals die Kuvertüre-Callets von Callebaut gegönnt. Es war wirklich klasse, auf das Hacken der Kuvertüre verzichten zu können. Und richtig temperiert wird die Kuvertüre wunderschön glänzend und ist nach nur zwei bis drei Minuten so weit durchgetrocknet, dass man sie bereits anfassen und das Gebäck „umparken“ kann – toll!

 

Thomas Knogge

Was wirst du Heiligabend kochen bzw. essen?
Wir werden wie jedes Jahre kalten Fisch essen, Aal, Forelle, Lachs und natürlich wieder den Weihnachts-Heringssalat von unserem Fischgeschäft um die Ecke. Dazu Walnussbrot, Bärlauchbaguette und grünen Salat. Und Nüsse, Nüsse, Nüsse – ich liebe Nüsse!

Was war dein Lieblingskochbuch 2017?
Buddha Bowls von Tanja Dusy – absolut familientauglich, die Rezepte sind nicht überkandidelt, es macht Spaß, die Bowls vorzubereiten und anzurichten, die Zutaten sind passend ausgewählt, es schmeckt und irgendwie fühlt mach sich gut beim und nach dem Essen!

Was hat Dir kulinarisch 2017 besonders Spaß gemacht?
Die Banana-Choc-Bowl von Tanja Dusy war ein absoluter Renner, gerade im Sommer und das nicht nur zum Frühstück. Und die Blütenpollen tauchten danach immer mal wieder auch in anderen Gerichten auf …

 

Ulrike Thyll

Was wirst du Heiligabend kochen bzw. essen?
Wir braten Heiligabend schon seit Jahren eine große Gänsebrust am Knochen. Das Besondere an unserem Rezept ist, dass die gewürzte Brust mit Kräutern in den kalten Ofen kommt, der auf 150 Grad gedreht wird. Nach Erreichen dieser Temperatur wird er alle 15 Minuten um 5 Grad höher gedreht, bis er auf 180 Grad geheizt hat, dann wird noch eine Bratzeit von 30 Minuten addiert. Die Brust wird auf diese Weise saftig und kross. Herrlich! Dazu essen wir immer Rotkraut, meist mit Apfel oder Ingwer oder beidem, jedes Jahr leicht anders, und Kartoffelklöße. Letztere habe ich in diesem Jahr bei einem Besuch in Franken für mich neu entdeckt und ich werde alles daransetzen, diese spezielle Fluffigkeit hinzukriegen. Größere Rezeptrecherche läuft gerade …

Was war dein Lieblingskochbuch 2017?
Mein Kochbuch des Jahres ist natürlich das letzte von Nigel Slater. Der Mann ist unübertroffen in Alltagstauglichkeit und Rezepten ‚with a twist‘. Nie langweilig, fast immer einfach. Er hat einen Gemüsegarten wie ich selbst und kocht saisonal. Ein Volltreffer für meine Ansprüche, 100% meine Denke, was Kochen und Essen angeht.

Was hat Dir kulinarisch 2017 besonders Spaß gemacht?
Das Produkt des Jahres ist für mich die Djahé Ingwerlimonade einer vietnamesischen Upstart Firma aus Köln. Unbeschreiblich köstlich. Scharf-zitronig, nicht süß. Ein Knaller!
Ganz fantastische Marmeladen macht Cathrin Kluge in Sachsen mit ihrer Firma ‚Mea Rosa‚. Für mich die deutsche Christine Ferber, die hervorragende Konsistenzen kann, aber immer einen Tick zu süß ist, da die Franzosen das lieben.

Veröffentlicht im Dezember 2017

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