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Valentinas-Kochbuch.de – kochen, essen, glücklich sein | June 28, 2017

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Rezept von Tove Nilsson: Ginger Beer

Rezept von Tove Nilsson: Ginger Beer

Zisch! Soda, Limonaden & Snacks selbst gemacht
Tove Nilsson
Fotos Wolfgang Kleinschmidt
Neuer Umschau Buchverlag (2016)
Mehr über den Verlag

Auch hier eine ausführliche Anleitung mit praktischen Tipps und Hinweisen. Das Ansetzen der Sodakultur klappte einwandfrei. Das Endergebnis war wunderbar kräftig ingwerig. Zwar deutlich aufwändiger als mein bisheriges Rezept mit Trockenhefe (in drei Tagen fertig statt einer Woche), dafür ist der Geschmack intensiver und die wenig attraktive Hefenote fehlt. Isabel

ORIGINALREZEPT von Tove Nilsson: Ginger Beer mit Sodakultur
Für etwa 3 l

Eines meiner Lieblingsgetränke in diesem Buch. Es gibt nichts Besseres als ein perfekt ausgewogenes Ginger Beer. Mit der richtigen Säure, Frische und einem Hauch Schärfe vom Ingwer.

Zutaten
600 ml plus 2½ l Wasser
220 g Raffinadezucker
90 g Rohrohrzucker
200 g fein gehackter Bio-Ingwer
200 ml frisch gepresster Zitronensaft
100 ml Sodakultur (s. u.)

Zubereitung
1. 600 ml Wasser, beide Zuckersorten und Ingwer aufkochen und etwa 5 Minuten köcheln. Dann in einem großem Glasgefäß (4 l Volumen) mit 2 ½ l Wasser vermischen und abkühlen lassen.

2. Zitronensaft und Sodakultur einrühren. Mit einem Seihtuch und einem Gummiband verschließen. Bei Zimmertemperatur 4-7 Tage stehen lassen, 2-3 Mal pro Tag umrühren. Nach 4 Tagen abschmecken und prüfen, wie süß das Getränk ist. Je länger es steht, desto trockener wird es, weil der Zucker von der Kultur „aufgegessen“ wird. Aber übertreiben Sie es nicht mit der Gärung. Das Soda sollte immer noch frisch nach Ingwer riechen.

3. Die Flüssigkeit abseihen und in saubere PET- oder Glasflaschen (330 ml) umfüllen. Im Flaschenhals 5 cm Luft lassen. Mit dem Verschluss bzw. Kronkorken verschließen und
1-2 Tage stehen lassen, damit sich Kohlensäure bildet. Dann im Kühlschrank aufbewahren, um die Gärung zu unterbrechen.

 

ORIGINALREZEPT: Sodakultur-Ingweransatz (Ginger Bug)

Eine Sodakultur anzusetzen, geht relativ schnell. Im Unterschied zum Kombuchapilz, den man nicht verlieren will, weil es oft nicht ganz einfach ist, einen neuen zu bekommen, muss man hier nur etwas Wasser, Zucker und Ingwer mischen. Ich stelle Soda fast immer aus frisch angesetzter Sodakultur her, weil ich in meiner Küche zwischen all den Kräutern, Kochbüchern und Gerätschaften nicht so viel Platz habe. Außerdem finde ich, dass das Soda frischer riecht und schmeckt, wenn man es aus einer neuen Sodakultur herstellt.

Tipps
Rühren Sie das gärende Soda 2–3 Mal pro Tag um. Die Sodakultur mag das. Es beschleunigt die Gärung und reduziert das Risiko, dass die Fermentation misslingt oder sich Schimmelpilze bilden.
Wenn man für das fertige Soda Kunststoffflaschen benutzt, sollte man die Flasche am Hals eindrücken, bevor man den Deckel zuschraubt. Dann kann man ganz einfach feststellen, wann sich genug Kohlensäure gebildet hat. Ist der Kunststoff hart und wieder ausgebeult, ist das Soda fertig.
Das Soda höchstens 4 Wochen im Kühlschrank aufbewahren. Es gärt nämlich auch dort – wenn auch langsam – weiter.

Zutaten
500 ml Wasser
2 EL fein geriebener Ingwer (möglichst Bio-Ware)
1 EL Raffinadezucker
1 EL Rohrohrzucker

Zubereitung
1. Alle Zutaten in einem sauberen Glasgefäß vermengen. Mit einem dünnen Tuch und einem Gummi verschließen, sodass die Flüssigkeit im Gefäß atmen kann, aber keine Fruchtfliegen eindringen können.

2. Das Gefäß 1-4 Tage stehen lassen. Bei mir reichen meist 2 Tage, das hängt aber davon ab, wie wohl sich die Kultur fühlt. Ich bewahre das Gefäß über dem Kühlschrank auf, denn dort ist es etwas wärmer und der Gärprozess kommt schneller in Gang.

3. Die Flüssigkeit 1-3 Mal pro Tag umrühren und einmal pro Tag mit 1 TL frischem Ingwer ½ TL Raffinadezucker und ½ TL braunem Zucker „füttern“. Kann man an der Oberfläche der Flüssigkeit Bläschen sehen und hört man ein Zischgeräusch, ist die Sodakultur fertig. Die Flüssigkeit sieht häufig leicht trüb aus, sollte aber frisch riechen. Jetzt kann man sie verwenden!

4. Um die Sodakultur am Leben zu halten, muss man sie – genau wie Sauerteig – regelmäßig nähren. Dafür wie gehabt jeden Tag mit 1 TL Zucker und 1 TL fein geriebenem Ingwer füttern.

5. Man kann den Ansatz auch im Kühlschrank ruhen lassen. Das Gefäß mit einem Deckel verschließen und in den Kühlschrank stellen. Nur noch einmal pro Woche mit 1 TL fein geriebenem Ingwer, ½ TL Raffinadezucker und ½ TL Rohrohrzucker füttern. Um den Ansatz dann wieder zu aktivieren, nimmt man ihn aus dem Kühlschrank. Hat er sich bis auf Zimmertemperatur erwärmt, kann man ihm wieder täglich Nahrung geben.

Zur Kochbuch-Rezension mit weiteren Rezepten:

Geschrieben im Juni 2017