Rezept von Okka Rohd: Königlicher Käsekuchen

Rezept von Okka Rohd: Königlicher Käsekuchen

Herdwärme – Eine kleine Kochschule
für das große Glück zu Hause
Okka Rohd
Fotos: Simone Hawlisch
Kailash Verlag (2017)

Wer hätte gedacht, dass es einen Grund gibt, warum die Mitte im Käsekuchen immer absackt. Und jetzt, wo ich es weiß, kann ich es sogar verhindern. Nicht nur deshalb eine absolute Köstlichkeit! Patricia

ORIGINALREZEPT von Okka Rohd: Königlicher Käsekuchen von Princess Cheesecake
Für 1 Käsekuchen

Die Profitipps
1.Beim Vorheizen des Ofens das Blech gleich mit vorheizen – dann backt der Kuchen später schneller.
2. Für Mürbeteig unbedingt kalte Butter verwenden.Wer sehr warme Hände hat, sollte sie vor dem Kneten kalt waschen.
3. Beim Einfüllen des Teiges in eine Kuchenform oben am Rand immer 1 guten Zentimeter frei lassen.
4. Für einen besonders gleichmäßig gebackenen Käsekuchen den Backprozess alle halbe Stunde für eineViertelstunde unterbrechen. Nimmt man den Kuchen regelmäßig aus dem Ofen, kann er sich setzen, Schicht um Schicht wachsen und fällt später nicht in sich zusammen.
5. Bei der Herstellung von Eischnee immer zimmerwarme Eier benutzen und 1 Prise Salz dazugeben.
6. Für Zitronenabrieb immer eine unbehandelte Bio-Zitrone mit möglichst dicker Schale verwenden. Dabei nur die gelbe Schale, nicht die weiße Schicht darunter abreiben, denn die schmeckt bitter.
7. Immer über die Weiterverwendung von Zutaten nachdenken, die übrig bleiben: das Wasser, das man beim Quark normalerweise abgießen würde, ergibt mit etwas Fruchtmark einen leckeren Drink. Mürbeteig, der beim Backen des Bodens übrig ist, wird zu leckeren Streuseln für einen Obst-Crumble.

Zutaten für den Boden
83 g Rohrzucker (+ Zucker für die Form)
167 g Mehl
83 g kalte Butter (+ Butter für die Form)
1 Prise Vanillepulver (im Supermarkt bekommt man zum Beispiel eine Vanillemühle oder man nimmt das Mark einer ¼ Vanilleschote)
1 kleines Ei
1 Springform, Durchmesser 26 cm

Zutaten für die Kuchenmasse
240 g zimmerwarme Eier (ca. 4–5 Eier)
1 Bio-Zitrone
200 g Rohrzucker
667 g Quark (20 % Fettgehalt)
23 g Mehl
1 Prise Vanillepulver (oder das Mark einer ¼ Vanilleschote)
167 g Schmand
167 ml Sahne
23 g Stärke
Salz
Puderzucker zum Bestäuben
nach Geschmack: frische Beeren zum Verzieren

Zubereitung
1. Den Ofen samt Backblech auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Springform einfetten und mit Zucker bestreuen.

2. Für den Mürbeteigboden den Zucker und das Mehl in eine große Schüssel geben. Die kalte Butter in kleine Stücke schneiden und dazugeben. Erst mit den Händen grob vermischen, dann verkneten, bis die Mischung ungefähr die Konsistenz von feuchtem Sand hat. 1 kleine Prise Vanillepulver hinzufügen. Das Ei verquirlen, dazugießen und mit einem Löffel untermengen. Dann alles mit den Händen zu kleinen Krümeln verarbeiten.

3. Die Streusel auf dem Boden der Springform verteilen und mit den Händen flach drücken. Der Boden sollte dabei nicht zu dick werden. Die Springform für 15–20 Minuten in den Ofen auf das heiße Blech stellen und vorbacken, bis der Boden honigfarben ist. Die Temperatur auf 150 °C Ober-/Unterhitze reduzieren.

4. Jetzt geht es weiter mit der Kuchenmasse. Die Eier trennen. Die Zitrone heiß abspülen und die Schale abreiben. Das Eiweiß mit 1 Prise Salz in einer Küchenmaschine (oder mit einem Handrührgerät) aufschlagen. Am Anfang auf niedriger Geschwindigkeit. Wenn der Eischnee luftig und schaumig wird, 50 g Rohrzucker dazugeben, dann auf mittlerer Geschwindigkeit laufen lassen. Wenn sich am Rand der Schüssel kleine Körnchen bilden, noch einmal 50 g Rohrzucker hinzufügen. Den Eischnee insgesamt ca. 10 Minuten aufschlagen. Er ist fertig, wenn man einen Finger hineintaucht und die Eischnee-Spitze am Finger stehen bleibt. Zur Seite stellen.

5. Dann den Quark mit dem Eigelb, dem Mehl, dem restlichen Zucker (100 g), 1 Prise Vanillepulver sowie 1 Prise Salz in einer großen Schüssel mit einem Schneebesen verrühren.

6. Den Schmand und die Sahne in einen Standmixer geben oder mit einem Handrührgerät aufschlagen, bis die Konsistenz an geschlagene Sahne erinnert. Die Sahne-Schmand-Masse zum Quark geben. Den Zitronenabrieb zufügen.

7. Die Stärke vorsichtig mit einem Teigschaber unter den Eischnee rühren und dann mit einem Teigschaber unter die Kuchenmasse heben.

8. Die Kuchenmasse in die Springform geben. Darauf achten, dass beim Einfüllen des Teiges oben am Rand immer 1 guter Zentimeter frei bleibt. Für 20 Minuten bei 150 °C Ober-/Unterhitze im Ofen (Mitte) backen. Den Kuchen für 15 Minuten aus dem Ofen nehmen und ruhen lassen. Dann für weitere 30 Minuten bei 150 °C im Ofen backen. Den Kuchen noch einmal für 15 Minuten aus dem Ofen nehmen und ruhen lassen. Für weitere 30 Minuten bei 150 °C im Ofen backen.

9. Eine erste Stäbchenprobe machen. Möglicherweise reicht – je nach Ofen und Feuchtigkeitsgehalt des Quarks – schon ein dreimaliger Backvorgang. Falls die Stäbchenprobe nicht sauber bleibt, den Kuchen für 15 Minuten aus dem Ofen nehmen und ruhen lassen. Dann für weitere 30 Minuten bei 150 °C im Ofen backen. Eine weitere Stäbchenprobe machen. Falls der Kuchen noch nicht fertig ist, noch einmal für 15 Minuten aus dem Ofen nehmen und ruhen lassen. Dann für ca. 10 Minuten backen oder so lange, bis die Stäbchenprobe sauber bleibt. Den fertigen Käsekuchen mit Puderzucker bestäuben und nach Geschmack mit frischen Beeren (beispielsweise Johannis- oder Blaubeeren) belegen.

Zur Kochbuch-Rezension mit weiteren Rezepten:

Veröffentlicht im April 2018

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