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Valentinas-Kochbuch.de – kochen, essen, glücklich sein | September 24, 2017

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Rezept von Manuela Rüther: Bunter Kale-Salat

Rezept von Manuela Rüther: Bunter Kale-Salat

Bitter – Der vergessene Geschmack.
Von Artischocke bis Zichorie.
Rezepte für Gesundheit und Genuss
Manuela Rüther
AT Verlag (2016)
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So eine Überraschung: Der Salat ist im besten Sinne bitter – mit feiner Note. Der junge Grünkohl ist schön knackig, Radieschen sorgen für etwas Schärfe, Avocado, Feta und Nüsse bringen die Sättigung, die Beeren sind nicht nur ein schöner Blickfang (ich musste auf Himbeeren ausweichen), zusammen mit dem süßlichen Dressing perfekt. PS: Diesen Salat kann man auch gut noch am nächsten Tag genießen, da der Grünkohl schön knackig bleibt. Doris

ORIGINALREZEPT von Manuela Rüther: Bunter Kale-Salat
Für 4 Portionen

In den USA haben sich sämtliche Grünkohlsorten unter dem Sammelbegriff »Kale« zum angesagten Superfood gemausert. Zu Recht, ist der krause Kohl doch eines der Vitamin-C-reichsten Gemüse überhaupt. Angeboten wird »Kale« in den USA längst ganzjährig und nicht erst nach dem ersten Frost.

Bitterfaktor
Grünkohl und Radieschen sorgen für bitter-scharfe Noten, Beeren und Dressing bringen frische Säure. Avocado, Fetakäse und Haselnüsse verbinden die Aromen durch ihre Cremigkeit und ergeben einen angenehm weichen Kontrast zum recht festen Grünkohl. Wer es milder mag, verwendet statt der Vinaigrette ein Joghurtdressing. Geschmacklich ganz anders wird der Salat, wenn man Radieschen und Beeren gegen Tomaten, Gurken und Schalotte austauscht.

Schon gewusst?
Roh ist Grünkohl eines der vitaminreichsten Lebensmittel überhaupt. Die fertig gehackt angebotenen Grünkohlblätter aus der Plastiktüte sind für Smoothies und Rohkostsalate allerdings nicht geeignet. Besser die ganze Pflanze kaufen, die zarten Blätter aus der Mitte roh essen und die größeren Blätter für Suppen, Eintöpfe oder als gebratenes Gemüse verwenden. Je später der Grünkohl geerntet wird, desto milder schmeckt er. Dafür ist allerdings nicht, wie man oft hört, die Frosteinwirkung verantwortlich, sondern der bei anhaltender Photosynthese vermehrt in den Blättern gebildete Traubenzucker. In der industriellen Landwirtschaft werden aber ohnehin eher Sorten mit hohem Zuckeranteil und wenig Bitterstoffen angebaut.

Zutaten für den Salat
200 g junge, zarte Grünkohlblätter (Federkohl)
2 Avocados
1 Bund Radieschen
150 g Feta
80 g Haselnusskerne
150 g gemischte Beeren

Zutaten für das Dressing
1 Schalotte
3 EL frisch gepresster Orangensaft
1 EL frisch gepresster Zitronensaft
1 TL süßer Senf
2 TL Dijonsenf
½ TL brauner Zucker
Meersalz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle
6 EL Olivenöl

Zubereitung
1. Einige schöne Grünkohlblätter für die Garnitur beiseitelegen. Die restlichen Blätter von den Rispen lösen und in feine Streifen schneiden. Die Avocados halbieren, die Kerne entfernen, das Fruchtfleisch aus der Schale herauslösen und in Spalten oder Würfel schneiden. Die Radieschen in feine Scheiben schneiden. Den Feta würfeln. Die Haselnüsse in einer Pfanne trocken rösten und grob hacken. Die Beeren verlesen.

2. Für das Dressing die Schalotte sehr fein hacken. Mit Orangen- und Zitronensaft, Senf und Dijonsenf sowie Zucker, Salz und Pfeffer verrühren. Das Olivenöl dazugeben und zu einem homogenen Dressing rühren. Abschmecken.

3. Die Grünkohlblätter mit dem Dressing mischen und in einer flachen Schüssel oder auf einer Platte anrichten. Avocados, Radieschen, Feta, Haselnüsse und die Beeren darauf verteilen, mit dem restlichen Dressing beträufeln, mit Meersalz und Pfeffer würzen und mit Grünkohlblättern garniert servieren.

Zur Kochbuch-Rezension mit weiteren Rezepten:

Geschrieben im März 2017