Rezept von Lea Linster: Feine Apfeltarte

Rezept von Lea Linster: Feine Apfeltarte

Einfach fantastisch!
Neue Ideen, Tipps & Tricks der Spitzenköchin
Lea Linster
Fotos Thomas Neckermann
Diane Verlag (2009)

Dieses Rezept für eine feine französische Apfeltarte von Lea Linster vereint Geschmack und Einfachheit im besten Sinne. Entscheidend für das Gelingen sind zwei Dinge: Der Mürbeteig braucht kalte Zutaten und will möglichst wenig geknetet werden, damit er so richtig mürbe wird. Boskop und ebenso säuerliche Sorten sind geschmacklich die erste Wahl. Sind die nicht zur Hand, ist die Lea-Linster-Idee für Limettenzucker (siehe unten) vorzüglich. Viel Vergnügen! Katharina | Weitere Rezepte für ApfeltarteApfelkuchen

ORIGINALREZEPT: Feine Apfeltarte
Für 20 Stücke

Tipp Limettenzucker: Wenn Ihnen Ihre Äpfel nicht säuerlich genug sind, bekommen Sie eine feine raffinierte Säure, wenn Sie die Tarte mit selbstgemachten Limettenzucker bestreuen. Dafür Zucker mit etwas Limettensaft benetzen – nur so viel, dass er sich nicht auflöst, sondern nur krümelig wird.

Zutaten
400 g Mehl
250 g Butter
1 Prise Salz
4 Äpfel (z. B. Boskop)
etwa 50 g Butterflöckchen
3-4 EL Zucker

Zubereitung
1. Also, ich mische zunächst das Mehl mit der Butter und einer guten Prise Salz, dann knete ich eiskaltes Wasser darunter – so viel, wie der Teig braucht. Nach meiner Erfahrung sind das aber nur ungefähr zwei bis drei Esslöffel Wasser, der Teig soll ja fest bleiben.

2. Den Teig rolle ich zu einem breiten Rand akkurat aus. 60 Zentimeter lang und 25 Zentimeter breit. Dann falte ich ihn wie einen Blätterteig (dreimal), drehe ihn um 90 Grad und rolle ihn wieder zu einem Band von 60 mal 25 Zentimeter aus. So packe ich ihn in Frischhaltefolie und lege ihn für eine halbe Stunde in den Kühlschrank. Danach lege ich den Teig sofort auf das Backblech.

3. Inzwischen bereite ich die Äpfel vor. Mit dem Ausstecher löse ich das Kerngehäuse heraus, schneide die Äpfel in Scheiben und lege sie in Reihen schön eng auf meinen Teig. Wenn der Boden vollständig belegt ist, gebe ich Butterflocken auf die Apfelscheiben und bestreue sie dann noch mit Zucker – drei bis vier Esslöffel können es ruhig werden.

4. Für 50 bis 55 Minuten schiebe ich die Tarte in den Backofen, den ich auf 180 Grad (Umluft 160 Grad, Gas Stufe 3) vorgeheizt habe. Aufgepasst: Es ist wichtig, dass der Teig genug Hitze von unten bekommt, so wird er schön kross und die Tarte ganz wunderbar. Wenn sie mögen, können Sie sie zum Schluss auch noch für einige Minuten unter den Grill geben.

Zur Kochbuch-Rezension mit weiteren Rezepten:

Veröffentlicht im März 2010

11 Kommentare

  1. Michael

    mit Deckel !! 🙂

  2. Isabel

    Uffa, hat bei mir nicht funktioniert, war superbröselig und leider gar nicht knusprig. Vielleicht hätte ich nochmehr Wasser zugeben sollen und länger kneten. Findet Ihr nicht auch, dass er auf dem Foto superdünn aussieht und das mit der Menge auf einem Backblech nicht wirklich werden kann?
    Bin einfach keine begabte Tarte-Bäckerin, schnief.

    • Katharina

      Oh, wie schade. Hm. Also mehr kneten auf keinen Fall. Bei einem Mürbeteig ist es ganz wichtig, dass alle Zutaten kalt sind und der Teig nur gerade so verarbeitet wird, denn sonst „gedeiht“ Gluten besonders gut, das als der Muskel des Weizens gilt. Das war es dann mit einem mürben Charakter. Und mehr Wasser führt auch dazu, dass das Gluten besser quellen kann. Hm. War er denn lang genug im Ofen?

      • Isabel

        Ja, ja, nach dem ersten Verkosten hab ich ihn nochmal reingeschoben. Aber der Teig zerbröselte einfach weiter. Ich hab eh mit Küchenmaschine geknetet, da wird der Teig ja nicht so schnell warm. Vielleicht muss ich Dir mal zukucken… 🙂

  3. Katharina

    Danke für Eure Zeilen! 🙂

  4. Margit

    Ein wunderbares Rezept, schmeckt super lecker und ist schnell gemacht. Vielen Dank hierfür!
    Herzliche Grüße Margit

  5. Hannes

    Für mich ein sehr schönes Rezept! Lea Linster, ein Beispiel dafür das Frauen GRANDIOS kochen können.

  6. Dorothea

    Hallo Katharina, ich habe die Tarte heute gebacken und zur Hälfte ist sie schon weg: schnell gemacht, schmeckt gut, ist aber sehr mächtig durch die viele Butter im Teig. Der Teig war mir für ein normales Backblech (ca 30×40 cm) zu dick. Ich würde das nächste Mal höchstens zwei Drittel der Menge nehmen, damit er hauchdünn wird. Und ich hatte 5 große Äpfel plus Saft von 1 Zitrone als Belag.
    Lieben Gruß
    Dorothea

    • Katharina

      Hab’ besten Dank für den Hinweis, sehr hilfreich.
      Offen gestanden habe ich zunächst gezögert, das Rezept jetzt im April noch online zu stellen, weil ich des Winter und seinem saisonalem Angebot etwas müde bin, aber der “Notaspekt” überzeugte mich. Umso schöner, dass Du es ausprobiert hast. Dann lag ich zum Glück richtig.

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