Aus Valentinas Küche:  Piña-Colada-Marmelade

Aus Valentinas Küche: Piña-Colada-Marmelade

Von Dietmar Adam

Zugegeben, mein letztes Rezept, die Poires tapées, war ein wenig schwierig in Sachen Beschaffung und Zubereitung. Deshalb habe ich diesmal ein Rezept mit Zutaten ausgesucht, die ohne Probleme besorgt werden können und das mit Gelierzucker zubereitet wird. Also ganz easy.

Und der Geschmack, ich kann nur sagen wow! Wichtig ist bloß, bei der Ananas auf gute Qualität zu achten. Leider kann man das den Früchten kaum ansehen. Manchmal ist es geschickter, auf Babyananas auszuweichen. Die haben mich selten enttäuscht.

REZEPT: Piña-Colada-Marmelade
Ergibt 5-6 Gläser à 250 ml

Zutaten
700 g frische Ananas: nach dem Schälen und Entfernen des Strunks
200 ml Kokosmilch aus der Dose
20 – 50 g Ingwer, geschält und klein gewürfelt
500 g Gelierzucker 2:1
Saft einer ½  Zitrone

Optional: Wer möchte, kann noch einen Schuss guten Rum zufügen

Zubereitung
1. Die Ananas mit der Küchenmaschine mehr oder weniger heftig zerkleinern. Das geht schnell, sehr schnell. Wer später etwas Struktur in der Marmelade haben möchte, sollte wachsam sein, also die Finger nicht vom Ausschalter nehmen oder gleich die Frucht manuell mit einem scharfen Messer zerhacken.

2. Die Fruchtmasse, die Kokosmilch, Zitronensaft, den klein gewürfelten Ingwer und den Gelierzucker in einem Topf zum Kochen bringen und auf mittlerer Stufe fünf Minuten kochen lassen.

3. Nach der Gelierprobe die Marmelade in vorher sterilisierte Gläser füllen und verschließen. (Sterilisieren: ich spüle Gläser und Deckel mit kochendem Wasser aus. Das Sterilisieren erspart das häufig empfohlene Auf-den-Kopf-Stellen der Gläser. Dann braucht man sich auch nicht über verschmierte und eventuell schlecht zu öffnende Gläser ärgern.)

Die Marmelade hält sich ohne weiteres ein Jahr. Ich war zunächst skeptisch wegen der Enzyme der Ananas (das gilt auch für Kiwis und Papayas), die in der Küche mitunter Probleme bereiten. So verträgt sich Ananas nicht mit Gelatine und sorgt in rohem Zustand dafür, dass Milchprodukte bitter werden.

Zur Kochbuch-Rezension mit weiteren Rezepten:

Veröffentlicht im April 2013

Meistgelesen

Themen A-Z