Rezept von Annemarie Wildeisen und Florina Manz: Quarkplinsen

Rezept von Annemarie Wildeisen und Florina Manz: Quarkplinsen

Lauter Lieblingsdesserts
Annemarie Wildeisen & Florina Manz
Fotos A. Fahrni, AT-Verlag (2009)
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Großmutters Rezept – die Plinsen verdienen diese Auszeichnung tatsächlich. Trotz ihres bezaubernden Namens hat ihr Verwandter, der einfache Pfannkuchen das Wettrennen um die Ankunft in die Gegenwart für sich entschieden. Seine Zubereitung ist schneller. Nur wenn es kalt wird, erfährt die süße Speise mit Eischnee eine Renaissance. Dann wird einem nicht nur beim Gedanken an Omas Küche warm ums Herz, sondern auch bei der Vorstellung sie zu backen. Ich esse die Plinsen am liebsten mit Pflaumenkompott, so hat sie meine Irmgard zubereitet.

Annemarie Wildeisen und ihre Tochter Florina Manz haben ein Rezept verfasst, das meine Hoffnungen sehr erfüllte. Gelernt habe ich einen Kniff, der das Mosaik der Zubereitung vervollständigt: Die Pfanne wird beim Backen zugedeckt. Die Oberfläche der Plinsen gart mit und wird fest, so dass beim Wenden kein Malheur durch flüssigen Teig geschieht. Zu den angegebenen Zutaten: Statt des angegebenen Paniermehls habe ich ein wenig mehr Mehl dazugegeben. Die Plinsen bräunen übrigens schnell, besser gar nicht aus den Augen lassen. Katharina

ORIGINALREZEPT: Quarkplinsen mit Aprikosen
Ergibt 4 Personen

Auch die Plinsen gehören in die grosse Pfannkuchenfamilie. Es sind besonders dicke Mini-Omlette. Sehr gut schmecken Plinsen mit Quark, noch feiner zusätzlich mit Doppelrahm-Frischkäse zubereitet. Begeleitet werden sie in unserem Rezept von einem Aprikosenkompott.

Zutaten für den Aprikosenkompott
500 g Aprikosen
40 g Zucker
1/2 TL Zitronensaft
20 g Butter
1/4 l Süssmost

Zutaten für die Plinsen
125 g Magerquark
60g Doppelrahm-Frischkäse nature
1 Eigelb
25 g Zucker
1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
2 Eiweiss
1/2 Teelöffel Backpulver
25 g Mehl
50 g ungewürztes Paniermehl
Bratbutter zum Braten
Puderzucker zum Besteuben

Zubereitung des Aprikosenkompotts
1. Für das Kompott die Aprikosen halbieren, den Stein entfernen und die Früchte in dicke Schnitze schneiden.

2. In einem weiteren Topf den Zucker mit dem Zitronensaft zu braunem Karamell schmelzen. Die Butter beifügen und aufschäumen lassen. Den Süssmost dazugiessen und alles so lange kochen lassen, bis sich der Karamell vollständig aufgelöst hat.

3. Die Aprikosen in den Karamellsud legen und zugedeckt 2-3 Minuten kochen lassen, bis sie weich sind. Sorgfältig herausheben und in eine Schüssel geben. Den Sud bei grosser Hitze um gut ein Drittel einkochen lassen. Dann über die Aprikosen gießen und auskühlen lassen.

Zubereitung der Plinsen
1. Den Backofen auf 80 Grad vorheizen und ein Blech mitwärmen.

2. Für die Plinsen in einer Schüssel den Quark und den Doppelrahm-Frischkäse glattrühren. Eigelb, Zucker und Vanillezucker beifügen.

3. Die Eiweisse mit dem Backpulver steif schlagen. Den Eischnee auf den Teig geben, das Mehl darüberstäuben und alles vorsichtig mit dem Schneebesen mischen. Zuletzt das Paniermehl darüberstreuen und ebenfalls darunterheben.

4. In einer beschichteten Pfanne etwas Bratbutter erhitzen. Jeweils 4 Plinsen auf einmal backen: Dazu je 1 Esslöffel Teig in die Pfanne geben, diesen bei milder Hitze und zugedeckt zuerst leicht aufsteigen lassen, dann die Plinsen bei mittlerer Hitze beidseitig goldbraun backen. Im 80 Grad heissen Ofen auf dem vorgewärmten Blech nebeneinander warm stellen.

5. Zum Servieren jeweils 3-4 Plinsen aufeinanderschichten und grosszügig mit Puderzucker bestäuben. Die Aprikosen mit etwas Saft rundherum anrichten.

FeigenAnnemarie Wildeisen: Anstatt ein Aprikosenkompott dazu zu servieren, kann man in der Pfanne auch je 1 Apfelscheibe in den Plinsenteig drücken. Nach Belieben Apfelmus oder eine leichte Vanillesauce dazu serveren.

FeigenFlorina Manz: Wenn man Zucker und Vanillezucker weglässt und dafür einen Teig mit Salz und Pfeffer würzt, erhält man pikante Plinsen, zu denen sehr gut ein Gemüseragout an einer leichten Rahmsauce oder eine Tomatensauce passt.

Zur Kochbuch-Rezension mit weiteren Rezepten:

Veröffentlicht im Oktober 2009

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