Rezept von Andrea Boscagli: Kuchen nach Großmutter-Art

Rezept von Andrea Boscagli: Kuchen nach Großmutter-Art

Semplice! Meine einfache italienische Küche
Andrea Boscagli mit Mercedes Lauenstein
Fotos: Juri Gottschall
Verlag Antje Kunstmann (2017)

Die Torte der Großmutter taucht fast in jedem italienischen Kochbuch auf. So war ich überrascht, dass sie bei Valentina bisher unerwähnt blieb. Es besteht also Nachholbedarf. Es ist eigentlich ein einfaches Rezept, aber es gilt einige Gefahren zu umschiffen. Der Pudding sollte natürlich nicht anbrennen, also ist stetes Rühren bei nicht zu hoher Temperatur angesagt, und der Mürbeteig sollte so in die Backform gebracht werden, dass er möglichst keine Löcher oder Ritzen aufweist, durch die die Füllung entweichen könnte. Belohnt wird man mit einem sehr feinen Kuchen, der auch noch dank der Pinienkerne überaus apart aussieht. Dietmar

ORIGINALREZEPT von Andrea Boscagli: Torta della nonna – Kuchen nach Großmutter-Art
Für 8–10 Personen

Die Zugabe von etwas Backpulver ist hier der entscheidende Trick, dadurch erhält dieser auf einem einfachen Mürbteig basierende Kuchen seine luftig-leichte Konsistenz.

Varianten
Fans von Schokoladencreme werden glücklich, indem sie bitteres Kakaopulver oder geschmolzene Bitterschokolade unter die Crema pasticcera ziehen. Man kann die Crema aber auch ganz weglassen und den Teig stattdessen mit geschnittenen Früchten belegen. Das ergibt einen herrlich saftigen Obstkuchen.

Zutaten für den Teig
170 g Mehl
170 g Zucker
150 g Butter (auf Zimmertemperatur) oder 100 ml Olivenöl
1 ganzes Ei (Größe L)
1 Messerspitze Backpulver
1 EL Milch (nur bei Bedarf)

Zutaten für die Crema pasticcera
500 ml Milch
3 Eigelb
2 EL Mehl
3 EL Zucker
1 Vanillestange, nur das ausgekratzte Mark
1 Bio-Zitrone, Schalenabrieb
25 g Pinienkerne

Außerdem
1 Springform von ca. 30 cm Durchmesser

Zubereitung
1. In einer Schüssel Mehl, Zucker, Butter, Backpulver und Ei mit dem Handrührgerät (alternativ: in der Küchenmaschine) zu einem Mürbteig verkneten. Erscheint er zu trocken, gibt man 1 EL Milch hinzu.

2. Die Springform ausbuttern. Teig mit dem Nudelholz dünn ausrollen, auf etwa die Größe dieser Springform, darauflegen und an den Rändern der Form leicht hochziehen.

3. Für die Crema pasticcera das Vanillemark und die Milch in einem Topf auf kleiner Flamme unter Rühren erwärmen. Die Milch darf dabei nicht zu kochen beginnen. Topf von der Kochstelle nehmen.

4. In einer Schüssel die Eigelbe mit Mehl und Zucker mit einem Schneebesen schaumig schlagen.

5. Jetzt die Eimasse unter kräftigem Rühren in den Topf zur Vanillemilch gießen. Zitronenabrieb unterziehen. Unter Rühren auf schwacher Hitze etwa 5–10 Minuten lang eindicken lassen. Die entstandene Crema pasticcera auf dem Teig in der Springform verteilen. Pinienkerne darüberstreuen und 40 Minuten im auf 180 Grad Umluft vorgeheizten Ofen backen, bis die Crema pasticcera fest und die Pinienkerne goldbraun geworden sind.

Zur Kochbuch-Rezension mit weiteren Rezepten:

Veröffentlicht im September 2018

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