Die besten Kochbücher 2011: Valentinas Lieblinge

Die besten Kochbücher 2011: Valentinas Lieblinge

Katharina Höhnk

Von Katharina Höhnk

Das Jahr Revue passieren zu lassen anhand von Kochbüchern und Rezepten, ist eine herrliche Sache. Schon einmal probiert? Alle Rezepte, die ich probiere, schreibe ich in ein Heft. Meist schnell gekritzelt, versehen um Zeichen meiner Gunst und der Quelle. Es ist das sinnlichste Tagebuch, das ich mir denken kann. Sitzt man Abends in der aufgeräumten Küche und blättert durch die Seiten, dann ist plötzlich alles wieder da. Die Abende mit Freunden, der Katastrophentag und das Picknick im Grünen.

Wir auf Valentinas haben aus vielen Kochbüchern 2011 gekocht. Hier sind unsere Lieblingskochbücher, die uns Zufriedenheit schenkten oder sogar zum Schwärmen brachten. Hinzugefügt habe ich, welche Köchin sie besonders glücklich machen könnten.

Best ofMeine Lieblingskochbücher


ottolenghiYotam Ottolenghi – Genussvoll vegetarisch
Yotam Ottolenghi ist ein Meister. Er weiß, die Gemüsevielfalt zu feiern. Seine vegetarische Küche ist sinnlich und aufregend. Ein Kochbuch für Entdeckerinnen.
Zur Rezension mit Rezepten: Genussvoll vegetarisch

AllamPaul Allam, David McGuinness – Die Backbibel
Mit bewährten Rezepten hatte ich gerechnet, als ich das Backbuch aufschlug. Irrtum. Hier sammeln sich Klassiker mit Kniffen, von denen ich noch nie gelesen hatte. Die Rezepte und Erklärungen wollen Zeit vom Leser, an Genauigkeit hat man nicht gespart. Aber dann … Mein Best-of-Rezept: Empanadas – ein Knaller.
Zur Rezension mit Rezepten: Die Backbibel

KlugerCatherine Kluger – Tartes & Tartelettes
Ich liebe Tartes. Sie sind ein Dauergast in meinem Backofen. Der Französin Catherine Kluger verdanke ich neue Inspiration. Es gibt Rezepte, die die Gäste das Dessert vergessen ließen, wie z. B. bei der Paprika-Tarte. Etwas Erfahrung sollte man für das Kochbuch mitbringen und am besten eine weitere Anschaffung einkalkulieren. Mehr dazu in der Rezension. Aber wirklich gedämpft hat das meine Begeisterung nicht.
Zur Rezension mit Rezepten: Tartes & Tartelettes

HenryDiana Henry – Food from Plenty
Dianas Kochbuch hat mein Herz erorbert. Dabei fällt der erste Eindruck neutral aus. Das Cover ist unscheinbar. Aber schlägt man das Kochbuch auf, dann saust der Appetit heran. Die Tomato and basil tart hat es in diesem Jahr in der Foodblogger-Community in einige Backöfen geschafft. Wer immer den Sprung in ein englischsprachiges Kochbuch wagen will, das ist das richtige Buch.
Zur Rezension mit Rezepten: Diana Henry – Food from Plenty

Niki SegnitNigi Segnit – Der Geschmacksthesaurus
Es gibt viele Wege, etwas über das Kochen in Erfahrung zu bringen. Selbst kochen ist dabei der sinnlichste Weg; Erfolgserlebnisse zu schmecken, ist eine feine Sache. Aber es gibt auch andere Perspektiven. Segnit nimmt sich die Aromen vor, die sich mögen. Davon erzählt sie auf unterhaltsamste Art und Weise.
Zur Rezension mit Rezepten: Der Geschmacksthesaurus

Best ofFür Köchinnen, die in der Küche ihr Fernweh stillen

OliverJamie Oliver – Jamie unterwegs
Jamie und sein Team sind die fleißigsten Kochbuchschreiber. Für mich verdient er einen Orden, denn er hat quasi ein neues Genre gegründet, das ich sehr schätze – das Feel-good-Kochbuch. Bewundernswert ist, dass er seinen eigenen Ansprüchen treu bleibt. Dabei muss man wahrlich nicht alle Jamies im Regal stehen haben. Im letzten Jahr hat uns dieses Kochbuch besonders gefallen. Sein Rezept für eingelegte Zitronen war auf Valentinas sehr gefragt.
Zur Rezension mit Rezepten: Jamie unterwegs – Jamie Oliver

Tanja DusyTanja Dusy – Frankreich – Die Küche, die wir lieben
Bei der Zitronentarte nach einem Rezept aus diesem Kochbuch war es um Annick geschehen, die – wie bei Valentinas üblich – erst aus dem Kochbuch Rezepte ausprobierte, bevor sie die Rezension verfasste. Sie fand, es ist DAS Zitronentarte-Rezept. Es gab dann noch mehr Klassiker-Highlights. Zwar haben wir Tanja Dusy in dem Kochbuch vermisst und finden, dass das Buch noch schöner sein dürfte, aber jeder Beschenkte wird strahlen, wenn er es auspackt …
Zur Rezension mit Rezepten: Frankreich, Die Küche, die wir lieben

WienerSarah Wiener – Mein ganz persönliches Österreich-Kochbuch
Backhendl mit Rahmgurken, Apfelschnee und Altwiener Topfentorte waren die Rezeptfavoriten der Kochbuchtesterinnen, die aus Sarah Wieners Neuerscheinung kochten. Der Tenor der Testerinnen auf das Kochbuch war Zufriedenheit bis Begeisterung. (Die Sachertorte allerdings gehört in die Hände einer erfahrenen Köchin.)
Zur Rezension mit Rezepten: Mein ganz persönliches Österreich-Kochbuch

ArslantasLatife & Hilal Arslantas – Echt türkisch!
Bücher können viel. Dieses lässt seine Leser schon mal aufspringen und in die Küche laufen. Der Zauber von Echt türkisch! liegt in den Fotos, die von dem Glück der Familie Arslantas in der schönen Landschaft erzählen, dass man mit ihnen am Tisch sitzen möchte. Die Rezepte versprechen nicht zu viel. Sie sind, wie wir die türkische Küche lieben.
Zur Rezension mit Rezepten: Echt türkisch!

HongLi Hong – Der Duft meiner Heimat
Wie sehr sich Kochbücher von ihrem ursprünglichen Dasein entfernt haben, das lässt sich an Li Hongs Kochbuch erkennen. Kochbücher heute sind Botschafter ferner Kulturen geworden, die die Sachlichkeit hinter sich gelassen haben. An dessen Stelle entdecken wir Sinnliches und Persönliches. Dieses Kochbuch hat uns verzaubert. Li Hongs Rezepte bieten Neues und Köstliches, die Illustrationen sind eine Augenweide. Eine Perle.
Zur Rezension mit Rezepten: Der Duft meiner Heimat

VandenbergheTom Vandenberghe & Eva Verplaetse – Thai Street Food
Taucht man in fremde Kulturen, dann sieht meist nur das Offensichtliche. Mit Tom Vandenberghe lässt sich das kulinarische Leben Thailands dechiffrieren. Das hat uns sehr viel Spaß gemacht, auch wenn wir nicht im Flieger nach Bankog saßen, denn die zubereiteten Rezepte trösteten uns zuhause: Kleinigkeiten, die man dauernd essen kann.
Zur Rezension mit Rezepten: Thai Street Food: Kulinarische Reiseskizzen aus Bangkok und Thailand

miersThomasina Miers – Mexikanisch kochen ganz einfach
Auf Miers Kochbuch haben wir gewartet. Wir lieben mexikanische Küche. Nur mit der Umsetzbarkeit war es nie leicht. Die Spezialitäten-Rennerei nimmt uns nun Thomasina Miers ab. Aber nicht nur das. Das Kochbuch drückt die Lebenslust und den Spaß aus, die wir mit dem fernen Mexiko verbinden. Toll. Unser Sommer-Liebling war das Mexikanisches Sandwich.
Zur Rezension mit Rezepten: Mexikanisch Kochen ganz einfach

RootsLevi Roots – Cooking is fun
Das beste Mittel gegen einen grauen Himmel sind Aromen, die unseren Gaumen tänzelnd becircen. Levi Roots Kochbuch ist dafür prädestiniert. Sein Groove ist die Karibik. Wir hätten uns seine Rezepte etwas weniger angepasst gewünscht, aber herausgekommen ist ein Kochbuch, das sich quasi überall “tanzen” lässt.
Zur Rezension mit Rezepten: Cooking is fun

Best ofFür Köchinnen, die täglich eine Kochbuch-Freundin brauchen

rikerSonja Riker – Suppenglück
Nun, strengenommen ist das ein 2010er-Kochbuch. Aber 2010 kochte ich noch daraus. Und tue es immer noch, selbst nachdem die Rezension online ist. Die Rostbratwürstlsuppe mit Gemüse, Ingwer und Piment bereite ich mittlerweile im Schlaf zu. Suppenglück ist mein liebstes Suppen-Kochbuch geworden, auch wenn ich die Aromen weniger intensiv einsetze. Riker zeigt uns, wie man mit wenig aromatisch viel verändern kann. Dafür gehört sie umarmt.
Zur Rezension mit Rezepten: Suppenglück

GerlachHans Gerlach – Kochen (fast) ohne Geld
Nach vielen Kochbüchern und Rezepten wage ich zu sagen, wo “Gerlach” drauf steht, kann man blind kaufen. Seine Kochbücher sind feinsinnig durchdacht, seine Gerichte überzeugen auf der Gabel und überraschen gerne. Kochen (fast) ohne Geld ist dafür ein wunderbares Beispiel, auch wenn das Layout für meinen Geschmack wärmer ausfallen könnte.
Zur Rezension mit Rezepten: Kochen (fast) ohne Geld

QuinnLucinda Scala Quinn – Mad Hungry
Der Subtitel So machen Sie Männer und Jungs satt und zufrieden wirkt erst sonderbar, dann sympathisch. Der männliche Hunger auf Essen kann nerven, wie wir wissen. Nach der ersten Stöberstunde ist klar: Das ist ein schönes Kochbuch, sorgfältig erstellt und mit Herzblut. Die Kochbuchtesterinnen hatten viel Spaß beim Ausprobieren. Ihr Fazit: Ein Kochbuch, das zufrieden macht.
Zur Rezension mit Rezepten: Mad Hungry


PaltrowGwyneth Paltrow – Meine Rezepte für Familie und Freunde
Schauspielerin, Fashion-Ikone, Sängerin, Bloggerin, Mutter. Gwyneth macht so viel und immer gut. Das Geheimnis ihres Erfolges lässt sie an diesem Kochbuch ablesen. Sie nimmt ihre Projekte wirklich ernst, hat eine eigene Meinung und gibt etwas von sich preis. Das alles mit viel Leichtigkeit versehen. Hier spielen ihre amerikanische Wurzeln eine Rolle, die schnelle Küche einer Mutter und ihre kulinarische Biografie (makrobiotisch Ernährung).
Zur Rezension mit Rezepten: Meine Rezepte für Familie und Freunde

SzwilliusMarlisa Szwillus – Für uns gekocht! Das Familienkochbuch
“Was gibt es heute denn zum Essen?” Wenn diese Frage mehr Qual denn Lust auslöst, dann ist es Zeit für dieses Kochbuch, das Anfängerinnen herzlich an die Hand nimmt. Hier finden sich Klassiker und vielfältige Abwandlungen. Die Testerinnen waren sehr angetan. Andrea schrieb: “Vor 10 Jahren mit kleinem auf einmal alles verweigerndem Kind hätte ich es sofort gekauft.”
Zur Rezension mit Rezepten: Für uns gekocht! Das Familienkochbuch

LeonHenry Dimbleby und John Vincent – Leon. Natürlich Fast Food
Optisch hat uns das Kochbuch hingerissen. Die Rezepte waren verlässlich und gut. Sie gehören in die Hände von Kochanfängern. Die Message dabei lautet: Trau dich zu kochen, es ist ganz einfach! Stimmt.
Zur Rezension mit Rezepten: Leon. Natürlich Fast Food

KoreaYi Yang-Cha, A. E. Möller – Koreanisch vegetarisch
Die koreanische Küche streckt sich und räkelt sich, unsere Zuneigung zu erobern. In Berlin gibt es die ersten stylischen Restaurants, es gibt eine wunderbare Foodbloggerin und nun auch Kochbücher. Dieses Kochbuch ist schon länger erhältlich, aber erst jetzt in unsere Hände gefallen. Es ist die gute Freundin, wenn die Vorratskammer notorisch übersichtlich ist, aber der Hunger befriedigend und nicht irgendwie gestillt werden will. Diese Küche weiß aus wenig viel zu machen.
Zur Rezension mit Rezepten: Koreanisch vegetarisch

Best ofFür Köchinnen, die Herausforderungen suchen

GaesteBernadette Wörndl – Jetzt können die Gäste kommen
Bernadettes Kochbuch erregte Aufsehen bei uns. In der Küche und bei den Gästen. Raffinierte Ideen, tolle Kniffe und Es-schmeckt-so-gut-wie-das-Rezept-aufwendig-war fanden wir hier. Köchinnen, die eine Essenseinladung auch als sportliche Herausforderung interpretieren (als ehemalige 5-Tage-Sportlerin tue ich das), werden mit diesem Buch glücklich.
Zur Rezension mit Rezepten: Jetzt können die Gäste kommen

KurzChristel Kurz – Die vegetarische Kochschule
Rezensent Dietmar hat mit dieser Kochschule seine Vorurteile gegen Vollwerternährung aufgegeben. Er war von den phantasievollen und abwechslungsreichen Gerichten sehr angetan. Ein Buch für Novizen und Erfahrene.
Zur Rezension mit Rezepten: Die vegetarische Kochschule

TerryTerry Tan – Asia Kochschule
Manche Lehrbücher sind nur dafür da, im Regal zu stehen und ein Gefühl von Sicherheit auszuströmen. Benutzen ist gar nicht eingeplant. Terry Tans Kochschule ist das Gegenteil. Sie will in die Küche und aufgeschlagen neben den Kochtöpfen liegen. Da gehört sie hin. Der koreanische Klassiker Bibimbab war unser Favorit.
Zur Rezension mit Rezepten: Asia Kochschule

BlackKeda Black – Alte Gemüsesorten neu gekocht
Man muss sich nur einmal gedanklich geschmorte Honig-Senf-Pastinaken auf der Zunge zergehen lassen, dann gibt man dem Buch und seinem Anliegen nach. Auf den Wochenmärkten findet man die alten Gemüsesorten wieder, aber es darf schon etwas anders schmecken als früher, als gerne durchgekocht wurde. Das Kochbuch hält Wort. Hier gibt es neue Ideen.
Zur Rezension mit Rezepten: Alte Gemüsesorten neu gekocht

saucenPeter Auer – Saucen: Samtig, schaumig, cremig
Machen wir es kurz. Einen verlässlichen Ratgeber für das Thema Saucen will jeder, der viel kocht. Hier ist er.
Zur Rezension mit Rezepten: Saucen: Samtig, schaumig, cremig

MarechalJosé Marechal – Crème brûlée
Crème brûlée hat eine magische Wirkung. Man muss sie lieben. Marechals Büchlein interpretiert das Rezept-Thema weiter. Die gefrorene Crème Brûlée daraus ist unser Liebling.
Zur Rezension mit Rezepten: Crème brûlée

Best ofFür die Bäckerinnen unter uns

BrotBertinet & Hamelmann: Brotbackbücher
Brotbacken ist eine besondere Leidenschaft. Zeit und Ruhe wollen gewahrt werden. Detailwissen ist sehr nützlich. Das sind die drei besten Brotbackbücher, die wir kennen.
Zur Rezension mit Rezepten: 3 Brotbackbücher

KoenigIlse König – Flache Kuchen
Wir träumen von Torten und backen gerne flache schnelle Kuchen. Ilse Königs Backbuch kommt unpratentiös und schnörkellos daher. Reines Understatement. Es verführt in der Praxis mit verlässlichen und köstlichen Rezepten. Ein Evergreen im Kochbuchregal.
Zur Rezension mit Rezepten: Flache Kuchen

HammBirgit Hamm, Linn Schmidt – Heimwehküche Backen
Essen kann so tröstlich sein. Wenn die Sehnsucht nach der Kindheit anklopft, einmal die Unbeschwertheit wieder zu schmecken, dann hilft dieses Backbuch. In der Heimwehküche Backen findet man die Lieblinge von früher. Ein Kuchengabel davon ist die beste Medizin.
Zum Interview mit Rezepten: Heimwehküche Backen

Best ofFür Köchinnen, die auch englischsprachige Kochbücher lieben

BarrafinaBarrafina – A Spanish Cookbook
Das habe ich noch nicht oft gehabt. Aus Barrafina Rezepte nachzukochen, war, als hüpfe man von Highlight zu Highlight. Mein Lieblingsrezept ist Chicken with Romesco Sauce. Bitte ausprobieren.
Zur Rezension mit Rezepten: Barrafina – A Spanish Cookbook

EastwoodHarry Eastwood – The Skinny French Kitchen
Wir haben mit Kalorienzählen nicht viel am Hut. Essen macht glücklich. Das Maß entscheidet. Eastwoods Kochbuch entzückte uns trotz des Skinny-Hinweises. Die Fotos sind herrlich. Das Layout sinnlich. Und die Rezepte – wow. Von Annick, die das Buch rezensiert hat, bekomme ich immer noch Mails “Das musst Du ausprobieren!”
Zur Rezension mit Rezepten: The Skinny French Kitchen

FearnleyHugh Fearnley-Whittingstall – River Cottage Veg Everyday!
Wieso Hugh nicht ins Deutsche übersetzt wird, ist uns ein Rätsel. Sicher, der Mann ist ein Original. Aber auch wir Deutsche haben Sinn für Humor. In das Glück seiner Bücher kommen zurzeit nur die Engländer und diejenigen, deren Neugierde stärker wiegt als das mühsame Übersetzen. Wirklich, es lohnt sich so sehr.
Zur Rezension mit Rezepten: River Cottage Veg Everyday!

AdoreeAngel Adoree – The Vintage Tea Party Book
Angel Adoree ist der Beweis, was passiert, wenn man mit Originaltät, Schaffenskraft und einer Portion Glück seine Leidenschaft verwirklicht. Sie verleiht der altmodischen Tradition ein modernes Antlitz. Das einmalig schöne Buch hat uns begeistert. (Psst: Im Frühjahr wird es auf Deutsch erscheinen.)
Zur Rezension mit Rezepten: The Vintage Tea Party Book

Veröffentlicht im Dezember 2011

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