Kulinarischer Report des Deutschen Buchhandels 2009-2010

Kulinarischer Report des Deutschen Buchhandels 2009-2010

Kulinarischer Report des Deutschen Buchhandels 2009-2010
Gebrüder Kornmayer Verlag (2009)

Jährlich erscheint zur Frankfurter Buchmesse der Kulinarische Report des Deutschen Buchhandels im Verlag Gebrüder Kornmayer. Neben einiger interessanter Statistik kommen viele Autoren zu Wort: Geschäftsführer und Mitarbeiter von Kochbuchverlagen, Kochbuchautoren und Journalisten usw. Die vielen Perspektiven dienen der Bestandsaufnahme und Aussicht des Genres. Olaf Plotke hat die für den Report das folgende Vorwort mit der Überschrift Kochbücher trotzen der Krise… noch!?! verfasst und der Verleger Ewert Kornamyer den daran anschließenden Report zu der Wahl des beliebtesten Verlags.

Olaf PlotkeKochbücher trotzen der Krise… noch!?!
Von Olaf Plotke

Ein Dr. Oetker-Schulkochbuch, „Das große Buch der Salate“ von Ulrich Klever, eine handgeschriebene Rezeptsammlung und einige Vanillin-Zuckertüten mit Rezepten auf der Rückseite – das war der Kochbuchschatz, den meine Großmutter mir vererbte. Mehr Kochbücher brauchte man früher wohl nicht.

Meine Großmutter lernte das Kochen noch in der Schule und kochte vor allem nach Gefühl. Vermutlich war die Vielfalt, die sie auftischte, auch recht überschaubar. Damit tue ich ihr vielleicht Unrecht, aber ich glaube, dass jede Kochmode der Nachkriegsjahre an ihr spurlos vorübergegangen ist. Soweit ich mich erinnere, kochte meine Großmutter das, was man „gut bürgerlich“ nennt. Einfach, aber lecker. Kochbücher zu horten, war für sie wohl völlig sinnlos. Ich vermute auch, dass das Ulrich-Klever-Buch nur deshalb in ihren Besitz gelangte, weil mein Großvater wieder mal die Bestellung bei seinem Bücherbund nicht rechtzeitig abgegeben hatte und er dann automatisch dieses Kochbuch erhielt.

Heute kochen wir anders (wenn wir denn kochen) und lassen uns gerne inspirieren. Wer auch nur halbwegs gerne kocht, hat meist schon ein gutes Dutzend Kochbücher im Haus. Und Kochbücher sind längst nicht mehr nur praktische Küchenratgeber. Ich habe mir vor einigen Jahren im Urlaub das Buch „Min mat“ (dt.: „Meine Küche“) von der schwedischen Promi-Köchin Monika Ahlberg gekauft. Eigentlich ist das kein Kochbuch, das man benutzen kann und sollte: Es ist Kunst. Von der ersten bis zur letzten Seite so phantasievoll gestaltet, dass es einfach Spaß macht, darin zu blättern. So etwas stellt man sich gerne in den Schrank, um sich daran zu erfreuen und natürlich auch, um es Freunden zu zeigen, die selbst gerne Kochbücher haben.

Wer sich nur für Rezepte interessiert, kann sie sich heute genauso gut einfach aus dem Internet ausdrucken. Kochbücher sind heute aber eben mehr als nur Rezeptsammlungen. Und sie sind ein Verkaufsschlager rund um die Welt. Es gibt sogar Buchmessen nur für Kochbücher wie die Paris Cookbook Fair, die vom 12. bis 15. Februar 2010 stattfinden wird. Und es gibt Jahrbücher, die sich ausschließlich mit der Kochbuch-Szene beschäftigen. Der „Kulinarische Report des deutschen Buchhandels“ war vor fünf Jahren ein Vorreiter dieser Entwicklung und wurde dafür auch mit dem Spezialpreis der Jury der Gourmand World Cookbook Awards ausgezeichnet.

Ich glaube, man kann ohne Übertreibung sagen, dass mit dem Erscheinen eines neuen „Kulinarischen Reports des deutschen Buchhandels“ immer auch ein Kochbuch-Jahr zu Ende geht. Pünktlich zur Frankfurter Buchmesse zieht er einen Schlussstrich unter die Trends, Veröffentlichungen, Erfolge und Misserfolge der letzten zwölf Monate für eine ganze Branche.

Insider schreiben hier darüber, ob sich die Erwartungen erfüllt haben und bewerten kritisch die Entwicklung des Kochbuch-Marktes. Der Blick ist aber nicht nur rückwärts gewandt. Es ist die Stärke dieses Jahrbuchs, dass die hier versammelten Autoren sich auch mit künftigen Trends und Entwicklungen auseinandersetzen. So wird der „Kulinarische Report des deutschen Buchhandels“ zu einem spannenden Kompendium für die Branche selbst, aber auch zu einer Schatztruhe für alle interessieren Kochbuch-Leser.

Denn es hat sich in den letzten Jahren eine aufmerksame Käuferschaft herausgebildet, die sich sehr kritisch mit der Qualität von Kochbüchern auseinandersetzt und sich auch zu äußern weiß. Das Internet eröffnet ihnen in zahllosen Foren und eigenen Blogs die Möglichkeit, ihre Meinung kund zu tun. Dieser „Kulinarische Report“ geht sehr dezidiert auf diese Entwicklung ein. Denn die Bedeutung der Food-Blogs wird weiter wachsen.Für die Verlage kann das unter Umständen ein Problem werden. Man wird kaum jedem Autor eines Food-Blogs ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellen oder ein Interview mit dem Starkoch vermitteln können. Hier Lösungen zu finden, die finanzierbar und erfolgversprechend sind, ist eine der Herausforderungen für die PR-Abteilungen der Verlage.

Das größte Problem der Branche ist aber natürlich ein ganz anderes. Die Finanzkrise hat sich längst zu einer internationalen Wirtschaftskrise ausgewachsen und dabei natürlich auch die Buchverlage erreicht. Die haben besonders im ersten Halbjahr 2009 eine Kaufzurückhaltung zu spüren bekommen. Für kleine Verlage wird derzeit aber vor allem die Haltung der Banken zum Problem. Die zurückhaltende Kreditbewilligung oder die Gewährung zu völlig überzogenen Zinssätzen werden zunehmend zum Branchenproblem. Dass Banken sich selbst quasi kostenlos refinanzieren können, hat die Kreditvergabe weder verbilligt noch vereinfacht. Kleine Buchverlage sind deshalb immer öfter nicht in der Lage, wichtige, aktuelle Projekte zu finanzieren. Die Gefahr besteht, dass diese kleinen, mittelständischen Verlage dadurch in einen Down-Grading-Prozess hinein gezogen werden und sich letztlich am Markt nicht mehr halten können. Die Horrorvorstellung ist, dass die Krise dazu führen könnte, die Vielfalt am Kochbuch-Markt zu vernichten, weil am
Ende nur die wenigen Branchenriesen überleben. Das ist zugegeben ein Worst-Case-Szenario. Wie sich die Krise letztlich wirklich auf die Branche auswirken wird, das entscheidet sich wohl im nächsten Jahr. Noch stimmt der Konsumklima-Index optimistisch, aber Experten prognostizieren einen Einbruch in 2010. Doch die ganz nahe Zukunft verspricht erst einmal gute Geschäfte. Dennim zweiten Halbjahr 2009 ging es für die Kochbuchverlage kräftig bergauf. Es scheint fast so, als gäbe es eine Art Jahresendrallye für
Kochbücher, die für das schlechte erste Halbjahr entschädigen wird.

Ob meine Großmutter sich zu Weihnachten über ein Kochbuch gefreut hätte, wage ich zu bezweifeln. Vermutlich hätte sie es nie benutzt. Früher war eben nicht alles besser.

Kornamyer3 x auf Holz geklopft
Von Ewert Kornmayer

Alle Jahre recherchieren wir im Vorfeld der neuen Ausgabe des Kulinarischen Reports bei Kollegen, Buchhändlern, Buchautoren, Köchen, Journalisten, dem Börsenverein, kulinarischen Organisationen, Food-Fotografen, Bloggern und Internetdiensten. Dabei ist uns aufgefallen, dass die Stimmung – mal abgesehen von dem einen oder anderen Buchhändler – recht gut ist. Das ist ein gutes Zeichen, denn in Anbetracht der globalen Wirtschaftskrise könnte das Stimmungsbarometer der Branche auch ganz anders stehen. Sicher, der eine hält mit schlechten Ergebnissen hinterm Berg, und der andere orakelt, dass uns das schlimme Ende noch bevorstehe, doch steht das Bauchgefühl – im Vergleich zu unseren Recherchen in den vergangenen Jahren – auf „ganz gut“ bis „leicht steigend“.

Weitere positive Indizien: Noch nie haben wir im Vorfeld einer Ausgabe so viele Zusagen für einen Beitrag erhalten – aber auch noch nie bekamen wir kurz vor Redaktionsschluss so viele Absagen, die sämtlichst etwa so lauteten: „Wir haben so viel zu tun und sind nicht zum Schreiben gekommen. Gerne sind wir im nächsten Jahr dabei.“ Nun gut, freuen wir
uns für das kommende Jahr auf einen großen Reigen an Fachbeiträgen und aktuell darüber, dass alle reichlich zu tun haben. Wir sind ja nicht abergläubisch, doch bei so viel „gutem Gefühl“ kann es nicht schaden, wenn man drei Mal kräftig auf´s Holz klopft…

Ärgerlich war für uns, dass ein Kollege – ebenfalls Mitglied im Börsenverein – anscheinend in diesem Jahr so überlastet war, dass er sich durch unsere Report-Buchmarktumfrage derart belästigt fühlte, dass er einen dieser leicht dubiosen Abmahnvereine von der Leine ließ, welche in einer rechtlichen Grauzone operieren. Wir danken dem Börsenverein an dieser Stelle für seine schnelle und gute Unterstützung. Den Kollegen bitten wir höflich um etwas Nachsicht, Verständnis und Kollegialität, denn schließlich geht es um Brancheninformationen und nicht um den Verkauf von Teppichen an der Haustür. Ebenfalls möchten wir auch all denen danken, die mit der Beantwortung der Umfrage zum Entstehen des Kulinarischen Reports beitragen.

Mut zum Kochbuch
Mit „Silberlöffel“ und „1080 Rezepte“ hat der international tätige Phaidon Verlag in den vergangenen Jahren zwei bemerkenswerte Kochbücher verlegt. Das Verlagshaus scheint auf den Geschmack gekommen zu sein, und so sind neben den klassischen Themenbereichen Kunst, Architektur, Photographie, Design und Mode noch weitere kulinarische Titel zu
erwarten.

Der Osnaton Verlag hat seine Wurzeln im Bereich der Musik. Und wo zugedruckten Noten der Taktstock geschwungen wird, regiert nun auch der Kochlöffel. In der Reihe „Einfach 1st Class Kochen“ haben die Meister- und Sterneköche Johannes Kokjé und Jean Claude Bado ihre Gerichte so umgesetzt, dass ihre Kreationen Schritt für Schritt zu Hause nachgekocht werden können. Neben dem angerichteten Teller gibt es zu jedem Gericht zahlreiche praxisnahe Fotos zur Zubereitung. So manche dieser Fotoreihen machen das Lesen der Rezepte fast überflüssig. Dennoch sind diese gut strukturiert, übersichtlich, nehmen Bezug auf die Fotos, ferner sind sie frei von kulinarischen „Verklausulierungen“. Die explizite Trennung zwischen Vorbereitung, Zubereitung und Anrichten ist praxisnah und zeigt dem Laien, dass gut vorbereitet schon halb gekocht ist. Die drei Werke zu den Themen Fisch, Fleisch und Menü sind die ideale Grundlage zum Einstieg in die gehobene Küche und eine „sichere Bank“ für Könner. Etwa ein Viertel jedes Buches befasst sich – am Schluss – mit Grundrezepten für Saucen, Fonds, Pürees, Gemüse etc. Wer glaubt, das war es nun, darf sich über ein weiteres Kapitel zum Thema Wein freuen, in dem die Reben-Klassiker vorgestellt werden.

Wer ein ganz besonderes Kochbuch lesen, nutzen oder verschenken möchte, der wird beim Marixverlag fündig. Der Wiesbadener Verlag mit den Programmschwerpunkten Philosophie, Religion, Geschichte, Geistesgeschichte und Schriften zum Judentum hat mit dem Titel „SATT – Das Kochbuch“ eines der liebenswertesten Kochbücher der jüngeren Zeit nochmals verlegt. Detlef Kellermann und Werner Köhler haben mit ihrer „subjektiven“ Rezeptauswahl, dem Design und den zahlreichen Illustrationen ein Gesamtkunstwerk geschaffen, wie man es nur selten findet. Schon die Kapitelnamen wie „Freudvolle Begleiter“, „Von Kühen, Hühnern und anderen Freiläufern“, „Elementarteilchen“ oder „Die letze Versuchung“ sind erfrischend anders, und das setzt sich bei vielen klassischen Gerichten fort, wie „Crostini mit Meerrettich-Mandel-Creme“ oder „Pfirsichsuppe mit Garnelen“. Fazit: Ein MUSS für den Liebhaber von
Kochbüchern für nur 19,95.

Die Otto-Brüder sind in der Spitzengastronomie die angesagtesten Lieferanten von exklusivem Fleisch. Wer auf einer der „eat´n style-Messen“ mal einen Vague-Burger vom Kobebeef gekostet hat, frisst den Otto-Brüdern Wolfgang, Stephan und Michael aus der Hand. Mit Thomas Ruhl haben sie sich einen der besten Foodfotografen der Welt ins Boot geholt und stellen zur Buchmesse ihren Titel „Gutes Fleisch“ vor. Das Buchcover – es schaut einem ein Rind tief ins Auge – und der Untertitel „Warenkunde, Stories, Grundrezepte und kreative Küche“ sind pures Understatement! Sicher, wer mit der Warenkunde und den Rezepten dieses Buches umgehen kann, ist in der Lage, „gutes Fleisch“ auf den Tisch zu bringen. Wie gut das aber dann sein wird, mag die Liste der an diesem Buch mitwirkenden Köche verdeutlichen: Bernd Ackermann, Juan Amador, Heiko Antoniewicz, Christian Bau, Thomas Bühner, Patrick Coudert, Volker Drkosch, Klaus Erfort, Denis Feix, Nils Henkel, Patrik Kimpel, Kolja Kleeberg, Dieter Müller, Jörg Müller, Marco Müller, Cornelia Poletto, Christopher und Alejandro Wilbrand, Joachim Wissler, Eckart Witzigmann und last but not least Harald Wohlfahrt. Das Autorenteam konnte für das Projekt den Verlag Edition Fackelträger gewinnen. Sicher, viel Lob und „Name-hopping“ für dieses Werk – dennoch: Wer gutes Fleisch ohne dieses Buch brät, ist selber schuld.

Kennen Sie den Küstenküche Verlag?
Die „Weiße Düne Norderney“ ist vielen Badegästen ein Begriff. Das Strandrestaurant zwischen den Dünen und mit Meeresblick ist der „In-Treff“ der Insel. Der gebürtige Schwabe Matthias Möckel kocht sich seit vier Jahren in die Herzen seiner Gäste. Seine Küche ist modern, kreativ, mediterran mit regionalen Anklängen. Seine beliebtesten Rezepte sind nun in dem Buch „Küstenküche“ erschienen. Dort findet man “Marinierte Krabben mit Dip und Hausbrot“, „Spaghetti Nordernara“ (mit Nordseekrabben und Ei) oder „Spanferkelkotelett gefüllt mit Filsumer Bauernkäse im Meersalzschinkenmantel, dazu Möhrenhobel, Rahmlauchgemüse und Erbsenpüree“. Die Foodfotografie ist frisch und macht Lust, die Gerichte nachzukochen. Folker Winkelmann, Hajo König, Mareike Windhorst und Mathias Möckel haben neben diesen Bildern zahlreiche Impressionen von der Weißen Düne und der Insel in so einfühlsamer Weise in dieses Buch eingebracht, dass man, statt aus dem Buch zu kochen, noch viel lieber seine Koffer packen würde, um sofort nach Norderney zu fahren! Für ein Buch gleich einen Verlag zu gründen, war sicher ambitioniert, und man möchte fragen, ob die jungen Verleger sich bewusst waren, was alles auf sie zukommt. Doch macht das Erstlingswerk neugierig auf die folgenden Titel.

Umfrage beim Buchhandel
Auch in diesem Jahr fragten wir die Buchhändler nach ihrem beliebtesten Verlag im deutschsprachigen Raum. Darüber hinaus ist es aber von nicht geringem Interesse, welche Titel Buchhändlerinnen und Buchhändler ihren Kunden empfehlen. Eine Umfrage brachte folgendes Ergebnis:

Die Hitliste der beliebtesten Kochbuchverlage 20 der bekanntesten Verlage standen den Buchhändlern zur Auswahl. Freie Nennungen waren ebenfalls möglich.

Platz 1: Gräfe und Unzer Verlag
Platz 2: Dorling Kindersley Verlag
Platz 3: Zabert Sandmann Verlag
Platz 4: Christian Verlag
Platz 5: Dr. Oetker Verlag
Platz 6: Teubner Verlag
Platz 7: Droemer Verlag
Platz 8: AT Verlag
Platz 9: Goldmann Verlag
Platz 10: Collection Rolf Heyne

Ungeschlagen: Gräfe und Unzer erneut beliebtester Verlag
Wenn es dieses Jahr auch beim Fußball nicht geklappt hat, bei den Verlagen sind die Münchner weiter „Rekordmeister“. Auch in diesem Jahr wurde der GRÄFE UND UNZER VERLAG von den Buchhändlern zum beliebtesten Verlag gewählt. GU bezeichnet sich selbst als einen „Markenartikler, der Produkte anbietet“. Doch ist dieses „Wording“ die „typisch GU“ formulierte „Zurückhaltung“, mit der man so erfolgreich die überwiegend
feminine Leserschaft erreicht. Hierzu Annette Beetz, Geschäftsführerin Marketing & Vertrieb (GU): „Wir freuen uns, und wir sind stolz auf diesen ersten Platz, und das im
dritten Jahr hintereinander. Bei den Buchhändlerinnen und Buchhändlern, die uns mit dieser Auszeichnung erneut ihr Vertrauen aussprechen, bedanken wir uns ganz herzlich. Wir verstehen den ersten Platz vor allen Dingen auch als Auszeichnung für unsere konzentrierte Orientierung an den Bedürfnissen der Kunden. Diese Strategie werden wir mit Kräften
weiter verfolgen.“

Erneut folgt der Dorling Kindersley Verlag (zweitplatziert) GU dicht auf den Fersen. Nach wie vor sind Annik Weckers göttliche Kuchen gefragt,und Jamie Oliver got the real taste in Amerika. Schön für ihn und den Verlag, dass die Fernsehreihe „Galileo“ (Pro7) sein Buch zum besten Kochbuch Deutschlands gewählt hat. Die verleihen auch den „Wissenspreis“
per Online-Voting – hätten Sie`s gewusst?

Auf Platz drei ist Zabert Sandmann um eine Position vorgerückt. „Polettos Kochschule“ und Titel von Alfons Schubeck, Johann Lafer, Boris Becker, Johannes B. Kerner oder von den Köchen der „Küchenschlacht“ ziehen den Verlag prominent in der Gunst der Händler nach oben.

Der Christian Verlag (vierter Platz) kann ebenfalls davon profitieren, dass Dr. Oetker in diesem Jahr von Platz drei auf Platz fünf abgerutscht ist.

Der Teubner Verlag ist in diesem Jahr von Platz zehn auf Rang acht vorgerückt. „Das Teubner Handbuch der Saucen“ und „Das große Buch der Saucen“ kommen nicht nur bei der Pommes-Rot-Weiß-Generation an. Auch ist die WebSite informativ und wartet mit zahlreichen Tipps und Tricks auf.

Ebenfalls neu unter den Top 10 ist der Droemer Verlag auf Platz sieben. Die WebSite ist modern, lädt zum Verweilen ein. Der Verlag ist u.a. bekannt durch die Titel „Wer wird Millionär? Das Lexikon“, „Warum Krokodile nur bei Gewitter Sex haben …“ oder „Denken hilft zwar, nützt aber nichts …“. Die kulinarischen Schwerpunkte liegen im Bereich „Gesund genießen“ bei Sarah Wiener und Eckart Witzigmann. Witzig ist auch der aktuelle Titel von Mike Kroiss „Tausche Bauch gegen Frau!“

Der AT-Verlag hat seinen achten Platz behauptet. Der Schweizer Verlag setzt neben Donna Hay auf Leila Lindholm, eine der beliebtesten Fernsehköchinnen Schwedens. „Backen mit Leila“ ist auf jeden Fall zum Niederknien. „Leila, you‘ve got me on my knees!“ sang schon Eric Clapton. Und erlauben Sie mir bitte eine Anmerkung: Diese Köchin ist in natura noch viel hübscher als auf dem Buchcover!

Goldmann ist auf Platz neun abgerutscht. Random House/Bertelsmann hat eine WebSite, auf der „Essen & Trinken“ zunächst nicht vorkommt. Wenn man über die Suche navigiert, erhält dort das Dr. Oetker Taschenbuch „Italienisch kochen und backen“ die „besten Ergebnisse“. Glückwunsch! Es folgen die Titel von Hans Gerlach „Kochen (fast) ohne Rezept“ bzw. „… Zeit“. Schön wäre es, wenn man bei der Planung der WebSite mehr Zeit auf die „kulinarische Seitennavigation“ verwendet hätte.

Collection Rolf Heyne: Endlich wieder unter den Top 10 – Qualität setzt sich immer wieder durch, oder: Die schönsten Kochbücher kommen einfach an.

Weiter Autoren des Kulinarischen Reports

Maike Damm / Gräfe und Unzer Verlag
Dr. Michael Günther / Geschäftsführer AT Verlag
Dr. Thomas Hauffe / Edition Fackelträger
Uschi Heusel / Illustrationen
Katharina Höhnk / Valentinas-Kochbuch.de
Dr. Bernhard Hütter / buecherfreund.at
Sandra Klassen / Otto Gourmet
Natalie Knauer / Dorling Kindersley Verlag
Evert Kornmayer / Verlag Gebrüder Kornmayer
Ralf Laumer / Mediakontakt Laumer
Sonja Ott-Dörfer / Redakteurin TEUBNER
Wolfgang Otto / Otto Gourmet
Kathrin und Olaf Plotke / Kochbuchautoren
Thomas Ruhl / Edition Port Culinaire
Christine Schmidhuber / Redakteurin
Ruth Ulrich / Vizepräsidentin der GAD
Professor Thomas Vilgis / Max-Planck-Institut
Helmut Weber / Küchenfeder, Idstein
Stephanie Wenzel / Gräfe und Unzer Verlag

Veröffentlicht im Oktober 2009

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