Kochbuch von Tamasin Day-Lewis: Tamasin‘s Kitchen Bible

Kochbuch von Tamasin Day-Lewis: Tamasin‘s Kitchen Bible ★★★★☆

Tamasin‘s Kitchen Bible
The one and only book for every cook

von Tamasin Day Lewis, Weidenfeld & Nicolsen (2005)

Katharina Höhnk

Von

Vier Sterne: Ein Kochbuch, das zufrieden macht.

Über diese Bible bin ich beim Amazon-Stöbern via „Kunden, die jenes gekauft haben, haben auch dieses gekauft“ gestolpert. Gestolpert, weil der Nachname Day-Lewis bei mir sofort die Erinnerung an den sehr smarten und gut aussehenden Schauspieler Daniel Day-Lewis wachgerufen hat. Und tatsächlich: Tamasin ist seine Schwester. Das machte das Buch interessant, aber ich fragte mich natürlich: Ist sie eine familiäre Trittbrettfahrerin oder ist sie tatsächlich eine exzellente Kochbuchautorin?

Das 500 Seiten starke Hardcover-Kochbuch aus dem englischen Verlag Weidenfeld & Nicolsen beginnt mit den Kapiteln Easy Things, Simple Skills fährt fort mit Frugal Food sowie Christmas Countdown und endet mit Serious Skills – Tamasin Day-Lewis hat dieses umfangreiche Kochbuch für jeden verfasst. Die Rezepte stammen aus der ganzen Welt, dabei bilden die englische, französische und italienische Küchen den Schwerpunkt. Die Zutatenlisten sind tendenziell umfangreicher im Sinne „viele Grundzutaten, aber alles, was eine gut sortierte Vorratskammer sowieso bereithält.“ Fotos sind nur wenige zu finden, denn die Texte stehen im Mittelpunkt. Sie sind übersichtlich und gut lesbar durch ein schlichtes Layout und verschiedenen Schriftfarben, je nach Textfunktion.

„This book will never leave my kitchen“, so hat Nigel Slater dieses Buch kommentiert. Und daran kann ich mich nur anschließen. Denn großartig finde ich neben den Rezepten selbst, die persönlichen Anmerkungen und die Kochbeschreibungen. Varianten, Kombinationen, persönliche Erinnerung und Besonderheiten – jedes Rezept wird dadurch reicher. Der in England sehr bekannten Food-Autorin liegt am Herzen, dass beim Kochen ihrer Rezepte der beste Weg gewählt wird. Das stellt sie sehr genau dar – ohne dass ich mich je als Kochbuchsklave fühle. Ich bin mir sicher, sie hat diese Rezepte zahllose Male selbst gekocht und immer wieder verbessert: „I have longed for a ‚collected works‘ that feels like the story of a cooking life, with disasters an triumphs and brave attempts.“ schreibt sie im Vorwort. Diese Story ist gelungen.

Nachgekochte Rezepte

Veröffentlicht im April 2008

Meistgelesen

Themen A-Z