Kochbuch von Stéphane Reynaud: Das saugute Kochbuch

Kochbuch von Stéphane Reynaud: Das saugute Kochbuch ★★★★★

Das saugute Kochbuch: Mit 127 Rezepten
(zuvor: Schwein & Sohn),

Stéphane Reynaud, Christian Verlag (2010)
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Katharina Höhnk

Von

Fünf Sterne: Valentinas Liebling – zum Schwärmen gut.

Stéphane Reynauds Schweine-Kochbuch (früher mit dem Titel Schwein & Sohn, nun als Neuauflage Das saugute Kochbuch ab September 2010 im Handel) hat mich mit seinen Illustrationen von glücklichen Schweinen gleich vereinnahmt: Wäre es nicht schön, wenn jedes Schwein gemästet mit Kartoffeln und Äpfeln sich dem Müßiggang unter freien Himmel hingeben dürfte?

Als ich auf das Kapitel „Rezepte mit Wurst“ stieß, zückte ich schließlich mein Portemonnaie: Endlich ein Autor, für den diese Köstlichkeit nicht zur profan ist. Aber vorweg: Das Buch ist für Köche, die beim Anblick von tierischen Fett an Saftigkeit und Geschmack denken (und nicht an eine Waage).

„Schlachttag in Saint Agrève – Eine Hymne auf das Schwein – Der Schlachterei stehen auch weiter rosige Zeiten bevor. Der normierte Einheitsbrei, der heute mehr und mehr um sich greift, hat die Hochplateaus, wichtige Bollwerke einer fest verankerten Tradition, zum Glück noch nicht erreicht …“ Stéphane Reynaud beginnt mit einem Schlachttag in seinem Heimatdorf. Die atmosphärischen Fotos zeigen die routinierten Beteiligten – jeder ein Original – und liebgewonnene Gewohnheiten: Messer, die schon ein Leben lang benutzt werden, Weißwein und das Regionalblättchen.

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Für jedes Schweineteil findet sich eine Verwendung: Vom Schweineblut über die Schweinezunge bis zum Schweinefuss. Diese Wertschätzung zieht sich durch das Kochbuch und so lauten die Kapitel: Rezepte mit Blutwurst, Rezepte mit Wurst, Schinken und Pasteten, Schwein wie Großmutters Zeiten, vom Schweinegrill, ein sauguter Abend“…

Die Rezepte sind französisch-ländlichen Ursprungs, selten tauchen asiatische Einflüsse auf. Die Zutaten sind übersichtlich in Anzahl. Der Übersetzer Helmut Ertl hat sich bemüht, für französische Wurst-Spezialitäten Alternativen anzubieten. Das Kochen der Rezepte erfordert tendenziell eher mehr Zeit, der erforderliche Aufwand ist eher gering. Die Rezeptbeschreibung sind so kurz als möglich und einfach wie möglich formuliert. Jedes Gericht ist fotografiert und mit glücklichen Schweinen illustriert.

Stéphane Reynauds Rezepte finde ich perfekt für das Kochen zuhause. Der Einklang von Aufwand und Ergebnis haben mich immer wieder erfreut. Zunächst hatten mich die knappen Rezeptbeschreibungen irritiert: Sie standen im Kontrast zu der persönlichen Einleitung.

Inzwischen finde ich, dass Stéphane genau die richtigen Worte für diese gradlinigen Rezepte gefunden hat (alles weitere wäre städtisches Geschwätz). Meist ist es ein Detail, das das gewisse Etwas im Geschmack ausmacht. Gelernt habe ich von Reynaud die Kombination von rohem und geräuchertem Schweinefleisch zur Verfeinerung. Für mich ist es Das saugute Kochbuch ein Winter-Kochbuch (Ausnahme: die Grillrezepte), denn die Rezepte sind deftig im besten Sinne.

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Nachgekochte Rezepte

Veröffentlicht im Juni 2008

1 Kommentare

  1. Thea

    Ich liebe dieses Buch.

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