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Valentinas-Kochbuch.de – kochen, essen, glücklich sein | June 28, 2017

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Kochbuch von Sophie Dudemaine: Sophies Tartes, Quiches und Salate ★ ★

Kochbuch von Sophie Dudemaine: Sophies Tartes, Quiches und Salate
Rezension

Sophies Tartes, Quiches und Salate
Sophie Dudemaine,
Gerstenberg Verlag (2007)
Mehr über den Kochbuch-Verlag

ZWEI STERNE: Begeisterung sieht anders aus.

Katharina Höhnk Von

Sophie Dudemaines Kochbücher treffen den Nerv französischer Frauen und Männer. Als der deutsche Gerstenberg Verlag begann, ihre Bestseller ins Deutsche zu übersetzen, griff ich natürlich zu. Ein solcher Erfolg in Frankreich verspricht ein Kochbuch mit raffinierten Rezepten, oder?

Sophie Dudemaine hat innerhalb von sieben Jahren ca. zwölf Kochbücher bei dem französischen Minerva Verlag veröffentlicht. Die Idee ihres Buches ist bestechend: Zu jeder pikanten und süßen Tarte bietet sie einen passenden Salat o. Ä. an. Sophie erspart ihrem Leser Aufwand bei der Frage „Was passt dazu?“. Insgesamt sind ca. 38 pikante Tartes zu finden und ca. 30 süße. Die gesamte Bandbreite ist vertreten im Hinblick auf Kosten und Bezug der Zutaten: preiswerte oder exklusive (z. B. Jakobsmuscheln), überall erhältlich oder fast nur in Frankreich zu beziehen (z. B. Andouillette-Würstchen). Die Kochbeschreibungen sind klassisch formuliert: Hier geht es um die einzelnen Kochschritte. Persönliche Anmerkungen sind nicht zu finden. Manche Rezepte sind bebildert.

Ich finde die Rezepte im Einzelnen eher bodenständig und gehaltvoll statt raffiniert. Häufig geht der Geschmack der Hauptzutat unter wegen der Menge an Eiern und Sahne: Sophies Tartes sind nicht flach, sondern ca. 5 cm hoch. Die Kombinationen sind aus meiner Sicht gelungen, wenn den gehaltvollen Tartes eine leichte Begleitung zur Seite gestellt wird. Der Verlag verspricht Rezepte „im Handumdrehen“. Meine Erfahrung ist anders: Zunächst ist die Vorbereitungszeit für die Tarte zu rechnen (mind. 25 – 35 Minuten) und schließlich dieselbe für den Salat (während der Backzeit). Fotos und Layout schließen sich der Rezeptqualität an: Konventionell und gut!

Die Franzosen können sehr geheimnisvoll sein. Gerne hätte ich den Grund herausgefunden, warum Sophies Bücher Bestseller sind.

Nachgekochte Rezepte:

Tarte Bolognaise mit Karotten-Rote-Bete-Salat: Sehr überraschend! Ich finde sie toll für Picknicks!

Auberginentarte mit Pinienkernen, Friséesalat mit Geflügelleber: Auf die Leber habe ich verzichtet.

Thunfischtarte mit Mandeln: Hier fand ich den Reissalat zu gehaltvoll, aber die Tarte sehr, sehr gut.

Champignontarte mit Grünen Bohnen: Den Grünen Bohnen-Salat habe ich bisher nur im Sommer probiert, mit frischen Zutaten. Dieses ist für mich eher ein saisonales Rezept.

Geflügetarte mit Rukolasalat: Geflügel, Sahne und Estragon ist eine beliebte Kombination, aber eine Version als Tarte finde ich uninteressant, weil sie keinerlei Akzente setzt.

Sauerkrauttarte mit Kartoffelsalat: Zu gehaltvoll!

Chicoreetarte: Der Chicorée verliert seinen markanten Eigengeschmack.

Lauchtarte mit Friséesalat: Comme toujours, nichts Besonderes!

Geschrieben im Juni 2008