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Valentinas-Kochbuch.de – kochen, essen, glücklich sein | April 28, 2017

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Kochbuch von Marita Karlson: Sunshine Kitchen ★ ★ ★ ★

Kochbuch von Marita Karlson: Sunshine Kitchen
Rezension

Sunshine Kitchen – Sexy, Sporty, Healthy.
70 Rezepte aus Kalifornien
Marita Karlson
Fotos Stephanie Bjelkstam
Christian Verlag (2016)
Mehr über den Verlag

VIER STERNE: Ein Kochbuch, das zufrieden macht.

Theresa Kellner Von

Kalifornien – was für ein Sehnsuchtsort! In meinen Träumen umweht diesen paradiesischen Landstrich stets ein Hauch von Leichtigkeit, Lässigkeit und Genuss. Wie soll das Leben dort auch beschwerlich sein, wo die Sonne gefühlt das ganze Jahr scheint, das Meer vor der Haustür liegt und bei großartigem Klima die köstlichsten Früchte fast schon nebenbei reifen? Marita Karlson nimmt mich in ihrem Kochbuch „Sunshine Kitchen“ genau in dieses Kalifornien mit.

Die Schwedin, ehemaliges Supermodel, lebt heute mit Mann und Kind in ihrer Wahlheimat Los Angeles und bloggt über ihren grünen Lifestyle im Paradies. Dieser ist „sexy, sporty, healthy“, wie mir der Untertitel des Buches verspricht, und ich bin sehr gespannt, ob ich mich nach dem Genuss der ersten Rezepte direkt auch so fühle. Die Fotos im Buch zeigen, neben köstlichem Essen, auf jeden Fall reichlich schöne, schlanke und lachende Menschen. Fragt sich nur, ob das allein an der Ernährung liegt.

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Zeitgemäß: regional, saisonal mit Love

Wie Marita Karlson (Foto links) im Vorwort ihres Buches erklärt, schlägt ihr Herz für die einfache, gesunde Küche aus regionalen und saisonalen Biozutaten und für mit Liebe zubereitete Gerichte.

In diesem Punkt sind wir uns schon einmal einig. Also blättere ich mich voller Vorfreude durch die folgenden 70 Rezepte, die sich in sieben wohlklingende Kapitel aufteilen: „Feeling awake“ (Frühstücksrezepte), „Feeling energized“ (Smoothies, Säfte & Co.), „Feeling hungry“ (einfache, leckere Gerichte), „Feeling sporty“ (Gerichte zum Mitnehmen und für unterwegs), „Feeling cleansed“ (Mahlzeiten zur Entgiftung), „Feeling sweet“ (verführerische, aber gesündere süße Rezepte) und „Feeling celebrated“ (Party Food).

Allein bei solch verheißungsvollen Worten fühlt man sich direkt fitter und gut gelaunter. Hinter den aber doch eher vagen Titeln verbergen sich tatsächlich umso verlockendere Rezepte wie Gemüse-Tacos mit Limettencreme (vegan und mit meinem Liebling Süßkartoffel!), Kokos-Smoothie mit Birne und Ingwer (die perfekte Kombination!), Pasta Alfredo (die dank Blumenkohl und Nährhefe auch ohne Käse köstlich cremig wird) oder ein Raw Lemon Cheesecake auf Cashew-Basis, der beim Brunch mit meinen Freundinnen zum absoluten Highlight avanciert.

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Karlson hält also eine gehörige Bandbreite an Rezepten bereit, doch damit nicht genug: Sie hat für ihr Buch ihre kalifornischen Lieblingsrestaurants besucht und stellt mir als Leserin die kulinarischen Höhepunkte der verschiedenen Stationen samt der Menschen und Geschichten dahinter vor. So bekommt das Buch eine ganz besondere, persönliche Komponente und ich lerne wie auf einem Roadtrip z. B. Erin und Scott von der Juice Ranch in Santa Barbara oder Helene von der Malibu Farm kennen.

Deren Rezepte, wie beispielsweise das Omelett mit Butternusskürbis, das ich mir ganz unkompliziert nach einem langen Arbeitstag zaubern kann, gibt es direkt on top. Eine schöne Idee! Und auch sonst lässt mich das Buch in der Küche nicht allein – die Rezepte halten, was sie versprechen, sind unkompliziert und eine willkommene Abwechslung für meinen vegetarischen Speiseplan.

Marita Karlsons Kochbuch ist wie gemacht für alle Kalifornienliebhaber, die auch fernab von der Westküste in das Lebensgefühl dieser besonderen Gegend eintauchen wollen, und für Freunde der gesunden, leichten und abwechslungsreichen Gemüseküche. Ob man sich durch die Rezepte allein direkt fitter, gesünder und attraktiver fühlt, kann ich nicht beurteilen, da sie meiner Ernährung einfach zu ähnlich sind, aber lecker sind sie in jedem Fall. Ich werde das Buch sicher noch oft zur Hand nehmen, allein schon weil die Sharon-Feigen-Pizza und das Kombuchasorbet noch ganz oben auf meiner Nachkochliste stehen. Warum es letztlich trotzdem nicht für 5 Sterne reicht? Beim Register gelingt es mir nicht, jedes Rezept zu finden, und das gewisse kulinarische Etwas vermisse ich auch. Nichtsdestotrotz ist es ein rundum stimmiges Buch.

Nachgekochte Rezepte:

Sterne-Granola
Es gibt nichts Besseres, als morgens mit einer großen Portion selbstgemachtem Müsli in den Tag zu starten. In dieser Variante verleiht Sternanis eine ganz besondere Lakritznote, die nicht jedermanns Sache ist, mir aber sehr gut gefallen hat.

Zucchiniküchlein
Für diese Zucchinipuffer habe ich statt Kokosmehl Kokosraspeln genommen, die allerdings nicht so viel Flüssigkeit aufnehmen. Zum Ausbacken habe ich daher noch etwas Dinkelmehl an den Teig gegeben, sonst wären die Puffer auseinander gefallen. Zusammen mit einer Gemüsepfanne und dem Joghurt-Dip (mit etwas weniger Zitronensaft) waren die Puffer ein herrlich leichtes und leckeres Gericht, das es wieder geben wird!

Geschrieben im Januar 2017