Kochbuch von Marion Flipo: Quiches

Kochbuch von Marion Flipo: Quiches ★★☆☆☆

Quiches – Neue Rezepte aus Frankreich
Marion Flipo
Fotos: David Japy
Thorbecke Verlag (2019)
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Julia Eckl-Dorna

Von

Zwei Sterne: Begeisterung sieht anders aus.

Bei den diversen Sprachaufenthalten in Frankreich während meiner Schul- und Studienzeit gab es praktisch nur ein Gericht, das leistbar, relativ sättigend und doch nicht amerikanisches Fastfood war: QUICHE! Und so habe ich schon lange eine Vorliebe für dieses einfache Gericht, das es in einer fast unendlichen Anzahl von Variationen gibt. Vieles habe ich schon probiert und hoffe, mit Marion Flipos Hilfe, mein Repertoire zu erweitern.

Dieses kleinformatige Kochbuch mit rund 30 Quiche-Kreationen ist das Erstlingswerk von Marion Flipo. Bevor sie ihr Diplom an der Kochschule von Paul Bocuse in Lyon machte, war sie im Marketingbereich tätig. Letzteres erklärt auch ihren professionellen Webauftritt in ihrem Blog, wo sie Rezepte, Empfehlungen für Restaurants und kulinarische Reiseerfahrungen teilt.

Kochbuch von Marion Flipo: Quiches

Sehr schlicht ist nicht nur die grafische, sondern auch die textliche Gestaltung des Kochbuchs. Auf ein Vorwort oder einleitende Worte zu den Rezepten wird gänzlich verzichtet. Auf der ersten Doppelseite werden 3 Mürbteiggrundrezepte sowie das Konzept des Blindbackens erklärt. Soviel zu den Grundlagen.
Thematisch gliedert sich das Buch in Klassiker, Regionale Spezialitäten, Eigene Kreationen und Süße Quiches. Die am Umschlag angepriesenen neuen Kreationen sind schwer zu finden, die meisten sind in der modernen Küche häufig vertretene Kombinationen wie Ziegenkäse-Spinat, Räucherlachs-Brokkoli oder Süßkartoffel-Pinienkerne.

Das Rezept für den Guss (= Eiermilch) wird in so gut wie keinem Rezept variiert. Er ist – verglichen zu anderen Quiche-Rezepten – sehr fetthaltig (viel Crème fraîche und Sahne gemischt mit ein wenig Milch und Eiern), sodass ich ihn bereits beim zweiten ausprobierten Rezept abwandle, damit man mehr als ein kleines Stückchen davon essen kann, ohne sich sofort total satt zu fühlen.

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Auch in der Ausgewogenheit der Komposition können die Rezepte nicht überzeugen – bei der Quiche Provençale ist der Belag äußerst sparsam, und bei der Quiche mit Auberginenkaviar ist der Büffelmozarella zusätzlich zum üppigen Guss etwas zu viel des Guten. Schade!

Obwohl die französischen Tartes und Quiches nahezu unbeschränkte Möglichkeiten der Kreativität und Variation bieten, kann dieses Kochbuch hier kaum originelle Rezepte hinzufügen. Wenn auch sehr sättigend, können sie geschmacklich einfach nicht überzeugen.

Nachgekochte Rezepte

Veröffentlicht im März 2020

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