Kochbuch von Cynthia Barcomi: Kochbuch für Feste

Kochbuch von Cynthia Barcomi: Kochbuch für Feste ★★★★☆

Kochbuch für Feste: Große und kleine besondere Anlässe
Von Cynthia Barcomi, Fotos M. Smend, Mosaik bei Goldmann (2008)
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Katharina Höhnk

Von

Vier Sterne: Ein Kochbuch, das zufrieden macht.

Im Kulinarischen Report des Deutschen Buchhandels 2008 las ich, dass die Kundennachfrage an Kochbüchern aus Nordamerika vergangenes Jahr abgenommen hat. Erst die Präsidentschaftswahl könne daran was ändern, so die Einschätzung der Buchhändler. Von diesem Trend ausgeschlossen sind die Kochbücher von Cynthia Barcomi. Das erste Kochbuch der amerikanischen Berlinerin – das Backbuch – ist ein Bestseller. Auch in ihrer Neuerscheinung bleibt Cynthia Barcomi ihren US-amerikanischen kulinarischen Wurzeln treu. 

Cynthia Barcomi hat für ihre Neuerscheinung ca. 80 Rezepte zusammengetragen, die sich für festliche Anlässe kleinerer und größerer Art eignen. Festtage, die sie gerne feiert mit Freunden und Familie. Dazu gehören Mutter- und Vatertag (historisch ganz unbelastet), Seder und Ostern, Buffet für Brunch, Geburtstag und der Schwiegermutterbesuch und einiges mehr. Herkunft der modernisierten Klassiker-Rezepte sind die USA (Lemon Sponge Cake, Pumpkin Mousse), aber auch Europa (Erbsencremesuppe mit Minze, Serviettenknödel und Caponata).

Den Rezeptbeschreibungen hat Cynthia Barcomi zumeist eine persönliche Einleitung vorangestellt. Hinsichtlich der Anzahl der Zutaten ist alles dabei: sehr kurz und sehr lang. („Exotische“ Zutaten sind kaum zu finden.) Das gilt auch für die sehr genauen Kochbeschreibungen: teils einfach, teils aufwendig. Jedes Gericht ist fotografiert. Wer ihren stylisch-puren Laden in Berlin-Mitte kennt, wird überrascht sein: Fotos und Layout des Kochbuchs sind lieblich und dekorativ, mit einem Hauch Romantik. Ein Erscheinungsbild, das stimmig zu dem Programm und Leserschaft des Goldmann Verlages passt. (Gegenüber ihres zuvor erschienen Backbuchs sind manche ihrer Foto-Porträts eigenwilliger geworden, was mir gut gefällt!)

Cynthia Barcomi hat ein Kochbuch geschrieben für Frauen wie sie: gesellige und genussfreudige Köchinnen mit Familie, hier wird kein Gedanke an Kalorien verschwendet – zum Glück. Dabei nimmt sie mit ihrer Rezeptauswahl jede mit, vorausgesetzt es ist Interesse an der US-Küche vorhanden. Auch als vielkochender Homecook habe ich Neues und Inspiration gefunden – neben einigen bekannten Klassikern. (Lohnenswert fand ich übrigens ihr Kapitel zur Küchenausstattung). Im Vergleich zu ihrem Backbuch hat das Kochbuch für Feste nicht die klare Linie, so begeistert es nicht im gleichen Maße, obwohl es zweifellos solide ist.

Cynthia Barcomi Rezeptebeschreibungen sind foolproof: Die von mir probierten waren allesamt zuverlässig und durchdacht. Ihre mitunter sehr persönliche Ansprache und das liebliche Erscheinungsbild werden viele Herzen treffen, für mich sind sie zu „süß“. Ist der coole US-Style ihrer Cafes in dem Buch zwar nicht zu finden, so schimmert in ihren Texten die amerikanische Begeisterungsfähigkeit durch.

Nachgekochte Rezepte

Veröffentlicht im Oktober 2008

2 Kommentare

  1. AnFreSie

    Die Forellen- und die Tomatencreme gab es heute beim Osterfrühstück. Super lecker ganz dick aufs Brot. Am besten kam bei allen die Forellencreme an, von den kleinsten (3 Jahre) bis zur Uroma (84 Jahre).
    In nur wenigen Minuten zubereitet ideal für solche Feste.

    • Katharina

      Toll. Bei der Alterspannweite darf man wohl jetzt sagen: schmeckt jedem. .-) Schöne Ostern noch!

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