Kochbuch von Cornelia Schinharl: gut gekocht!

Kochbuch von Cornelia Schinharl: gut gekocht! ★★★★☆

Gut gekocht von Cornelia Schinharl
Fotos  Alexander Walter, Kosmos Verlag (2010)
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Vier Sterne: Ein Kochbuch, das zufrieden macht.

Das Grundkochbuch gut gekocht! von Autorin Cornelia Schinharl verspricht Basiswissen, Kochdetails, die wirklich wichtig sind, und kreative Variationen zu den Rezepten. Drei Kochbuchtesterinnen probierten es aus. Claudia aus Bergheim, Dorothea aus Ising am Chiemsee und Bloggerin Juliane aus Durmersheim (Schoener Tag noch) kochten für Valentinas Kochbuch jeweils drei Rezepte in ihrer Küche nach. Hier ihre Antworten auf meine sechs Fragen zu der kulinarischen Neuerscheinung.

Frage 1Hast Du Deine Leidenschaft für das Kochen gerade für Dich entdeckt oder bist Du schon länger dabei? Welches Kochbuch hat Dich zuletzt besonders begeistert? Wie nutzt Du Kochbücher: Kochst Du Rezepte 1:1 nach oder liest Du sie wie Romane zur Inspiration?

ClaudiaClaudia: Das Kochen habe ich vor ca. 3 Jahren im Rahmen einer Ernährungsumstellung für mich entdeckt. Seitdem sind “Tüten & Co.” – bis auf wenige Ausnahmen – aus meiner Küche verbannt. Ich bin Autodidaktin und lerne anhand von Büchern, Foodblogs und der Praxis, ein Kochkurs soll aber demnächst auch mal besucht werden.

Das Kochbuch Einfach genießen von Nigel Slater begeistert mich immer wieder, trifft es doch genau meinen Geschmack; einfach und natürlich mit guten Zutaten, bloß nicht zuviel Chichi, Variationen zu den Gerichten und somit gleich Inspiration. Kochbücher habe ich anfangs als reine1:1-Vorlage genutzt, damit ich eine Richtschnur hatte. Mittlerweile fließen persönliche Vorlieben und Abneigungen in die Rezepte während des Kochens mit ein. Aber ein neues Kochbuch dient mir auch immer wieder gerne als Bettlektüre und Romanersatz, eben als Inspirationsquelle.

DorotheaDorothea: Ich habe schon als Kind gekocht – meine Mutter hat mich in der Küche immer mitmachen lassen und mir die Grundkenntnisse beigebracht: gute bayerische Landküche. Als Studentin habe ich mir die Küchen der restlichen Welt erschlossen und jetzt als berufstätige Mutter ist bei mir eher die kindgerechte, gesunde, schnelle Küche gefragt und nicht selten die Bekochung von kulinarisch anspruchsvoller Großfamilie.

Ich finde das Kochbuch von Nicole Stich Delicious Days richtig gut gemacht: Die Fotos machen Appetit, die Rezepte funktionieren. Dann mag ich z. Zt. noch gern die Alpenküche von Hans Gerlach bei GU und das Buch der Gebrüder Obauer Hemmungslos kochen bei Knaur.
Rezepte, die mir völlig unbekannt sind, koche ich meist zunächst genau nach Anleitung nach. Wenn ich allerdings während des Arbeitens eine Ungereimtheit entdecke oder einen Arbeitsschritt unsinnig finde, mache ich das einfach anders. Oder ich füge noch eine weitere Zutat zu oder lasse was weg, was ich nicht mag (z.B. Rosinen).

JulianeJuliane: Gut und gerne gegessen habe ich schon immer. Meine Leidenschaft fürs Selbstkochen habe ich aber erst mit Anfang 20 entdeckt. Seit ungefähr 7 Jahren koche ich sehr gerne. Intensiviert hat sich meine Kochleidenschaft, seitdem ich meinen Kochblog Schöner Tag noch! betreibe und täglich neue Anregungen und Inspirationen von anderen Foodblogs erhalte.

Ein Kochbuch, das mich zuletzt rundum begeistert hat, war Delicious Days von Nicole Stich, weil man merkt, dass die Rezepte mehrfach erprobt sind und immer etwas Besonderes enthalten.
Ich koche meist recht genau nach Rezept, außer es sind Zutaten enthalten, die ich überhaupt nicht mag. Diese lasse ich dann weg oder ersetze sie durch etwas anderes.

FrageJetzt zu dem Kochbuch gut gekocht!: Was hat Dich beim ersten Stöbern sofort angesprochen und was weniger? Gab es ein Rezept, das Du sofort ausprobieren wolltest oder ein Thema, an dem Du Dich festgelesen hast?

ClaudiaClaudia: Ein Leseband! Da gibt es gleich einen Pluspunkt für.
Das Cover spricht mich durch seine Farben an, ich blättere erst mal durch und lese die Überschriften, stelle nach ein paar Seiten fest, dass sie mir nicht gefallen, weil sie so einen komischen Farbverlauf haben. Aber die Rezepttitel hören sich interessant an und machen neugierig. Die Seiten sind ziemlich voll mit Text, aber es wirkt nicht überladen oder unübersichtlich. Ich bin gespannt, was ich alles zu lesen bekomme zu den jeweiligen Rezepten. Die Fotos sind hochwertig und einfach schön.

Das Foto vom Pichelsteiner Topf läßt mich schlucken. Aber aufgrund der Jahreszeit schiebe ich das Nachkochen gedanklich gleich auf “später”.
Gleich festgelesen habe ich mich an den jeweiligen Warenkunden, die schön knapp gehalten sind und mir das Gefühl geben, ich bin gut mit allem Wichtigen und Nötigen zu dem jeweiligen Thema informiert.

Nachdem ich das Buch durchgearbeitet habe, stelle ich fest, dass mir bei einigen wenigen Rezepten eine Erklärung zu einzelnen, kleinen Details fehlt, die aber für Anfänger wissenswert gewesen wären, z.B. warum das Roastbeef während des Ruhens gedreht werden soll. Und mir fehlt ein kleiner Exkurs über Pfannen und ihren empfohlenen Einsatz. Überhaupt, eine Erläuterung zu den wichtigsten Küchenutensilien und Gewürzen fehlt. Für mich persönlich ist das nicht mehr so wichtig, aber für einen Anfänger, der ein Grundkochbuch kauft, wäre das doch schon nützlich.

DorotheaDorothea: Layout, Schrift, Fotos und die Zusammenstellung dieser Elemente gefällt mir spontan sehr gut. Es ist sehr ästhetisch, schöne Farben. Ich find’s gut, dass den Rezepten mit Bild richtig viel Platz gewidmet ist, das erweckt beim ersten Blättern den Eindruck: Diese Rezepte werden richtig ausführlich und rundum besprochen, da erfährt man alles, was nötig ist, da kann dann nichts mehr schief gehen.

Spontan fand ich die Gestaltung der Doppelseiten verwirrend: a, b, c in Klammern, drei verschiedene Spalten, viele verschiedene Schrifttypen – damit muss man sich mal in Ruhe beschäftigen, das geht nicht mal eben so schnell.
Beim ersten Durchblättern bin ich bei dem Bild der Creme hängengeblieben, die auf dem Kochlöffelrücken zur Rose abgezogen wird. Eine so schöne „Rose“ habe ich noch in keinem Kochbuch gesehen. Das hat mich sehr für dieses Buch eingenommen, dass solche Basics im Bild gezeigt werden. So kapiert jeder, was mit dem Ausdruck gemeint ist – prima!

JulianeJuliane: Das Saucen- und Fondkapitel habe ich erst mal überblättert und bin bei den Rezepten für Fleisch und Geflügel hängengeblieben. Die Rezepte zu Hülsenfrüchten, Reis und Getreide habe ich mir ebenfalls genauer angeschaut. Da für mich die Fotos zu einem Rezept eine große Rolle spielen, habe ich die Seiten mit Rezepten ohne Bild dazu zunächst überblättert und mich eher mit den bebilderten Rezepten beschäftigt.

 

FrageWie hat sich das Kochbuch beim Nachkochen bewährt? Wie fandest Du die Beschreibungen zur Zubereitung? Gab es Details, die Du dazugelernt hast?

ClaudiaClaudia: Ich fand alle von mir nachgekochten Rezepte sehr gut beschrieben, sie waren präzise und klar und vor allem mit wirklich deutlichen und anschaulichen Fotos versehen. Beim Roastbeef hat die Sache mit dem Thermometer nicht so ganz einwandfrei funktioniert, – was aber eher am Thermometer oder mir, nicht aber am Rezept, lag – aber da es eine Zeitangabe gab, konnte ich mir damit gut behelfen.

Generell gab es für mich persönlich einiges an neuen Infos, z.B. dass es nicht unbedingt immer egal ist, welche Seite der Alufolie ich verwende. Oder warum z.B. das Wiener Schnitzel bei der Zubereitung in Fett förmlich schwimmen muss. Die Mengen- und Menülehre finde ich sehr gelungen; beides werde ich noch öfter zu Rate ziehen.

DorotheaDorothea: (+) In den meisten Rezepten, die ich gelesen habe, war die Beschreibung der Zubereitung gut: Nicht zu ausführlich, knapp, sachlich, so dass klar ist, was zu tun ist. Die Zubereitungsschritte waren sinnvoll nacheinander aufgeführt. Die Zutaten in der Reihenfolge, wie sie gebraucht wurden. Zutaten und Zubereitungsschritte haben zueinander gepasst (keine Zutaten verwendet, die nicht in der linken Spalte stehen, und keine Zutaten sind übrig geblieben – das ist bei vielen Kochbüchern nicht selbstverständlich!).

(-) Ich habe ehrlich gesagt nichts dazugelernt. Das klingt jetzt arrogant, aber ich koche einfach schon sehr lange und sehr oft.
Bei einem der Rezepte, die ich getestet habe, war nur halb so viel Wasser angegeben wie nötig, das ist mein Hauptkritikpunkt. Klar passiert so was, aber für Anfänger ist diese falsche Angabe fatal.

Teilweise finde ich die Beschreibung der Zubereitung nicht präzise genug für ein Grundkochbuch, wo ich von Anfängern ohne Kocherfahrung ausgehen muss. Bei einem meiner Rezepte (Creme caramel) soll man den fertig gekochten Karamell „in die Förmchen löffeln“ – wenn ich da gemütlich löffle, wird der Karamell fest bevor ich den Löffel in der Hand habe. Da müsste stehen: „Den Karamell sofort in die sechs Portionsförmchen gießen. Zügig arbeiten – der Karamell härtet schnell aus“ oder so ähnlich.

Bei der Lauch-Quiche steht, man solle den Lauch „1 Minute blanchieren“, aber es findet sich keine Erklärung, was blanchieren ist. In einem Grundkochbuch würde ich so etwas erwarten. Zumindest ein Glossar am Ende des Buches sollte solche Begriffe erklären, wenn sie schon verwendet werden.

Genauso: „Die Bayerische Creme jeweils auf Teller stürzen“ ohne weitere Anleitung – das kann Anfänger zur Verzweiflung treiben. Wir wissen alle, dass die Creme gern fest im Förmchen sitzt. Zwar wird bei der Crème Caramel kurz erklärt, wie man diese stürzt – nämlich, indem man den Rand mit einem Messer löst -, bei der Bayerischen Creme vermisst man einen solchen Hinweis aber. Hier wäre dem Anfänger geholfen, wenn er zusätzlich erfahren würde, dass man die Gelatinecreme mit Wärme aus dem Förmchen befördern kann: etwa, indem man das Förmchen kurz in warmes Wasser taucht. Steht so nicht im Rezept, das finde ich für ein Grundkochbuch nicht ok.

JulianeJuliane: Die Anleitungen zu allen Rezepten, die ich ausprobiert habe, waren sehr präzise und die einzelnen Zubereitungsschritte sehr gut beschrieben. Das hat mir sehr gut gefallen – ist aber für ein Grundkochbuch meiner Meinung nach auch ein absolutes Muss. Schön fand ich auch die Vermerke „Das ist wirklich wichtig“ mit Hinweisen, worauf man bei der Zubereitung besonders achten soll.

 

FrageWie fandest Du die Rezeptauswahl? Welche Rezepte hast Du ausprobiert? Wie waren sie? Dein Lieblingsrezept?

ClaudiaClaudia: Die Rezeptauswahl lässt für mich nicht viel zu wünschen übrig. Klassiker und Variationen dazu, überhaupt viele Ideen und Tipps für schnelle Abwandlungen der Rezepte. Länderküche bunt gemischt. Einfache Küche und aufwendigere Sachen, aber ohne zu exotische Zutaten. Für Alltag und Feiertag, alles dabei. Aber vorrangig geht es hier nicht um besonders aufwendige Küche, sondern um die Basis eines Rezeptes und was man daraus machen kann.

Ich habe das Roastbeef, den Fisch im Rosmarin-Salz-Mantel und Wiener Schnitzel ausprobiert. Für mein erstes (!) Roastbeef habe ich mir extra ein Fleischthermometer zugelegt. Das war so’n bißchen Fummelei und vielleicht hat es nicht richtig funktioniert oder ich habe es nicht richtig platziert, jedenfalls war die im Rezept angegebene Zeit schon rum, die angezeigte Temperatur aber noch zu niedrig. Nach 5 Minuten warten, wurde mir das angesichts des guten Stück Fleisches aber zu mulmig und ich habe es aus dem Ofen genommen und mich weiter an das Rezept gehalten. Das Fleisch war dann für meinen Geschmack einen Tacken zu durch. (Schön wäre für Anfänger die Erklärung gewesen, warum das Fleisch während des Ruhens einmal umgedreht werden soll).

Das Rezept für Wiener Schnitzel war auch sehr detailliert und klar erklärt. Toll auch die Abwandlung für Fisch und Gemüse. Das Zubereiten hat prima geklappt und das Ergebnis hat uns gut geschmeckt.
Lieblingsrezept war der Fisch in der Salzkruste. Auch hier wieder eine präzise Erläuterung im Rezept. Sehr hilfreich fand ich den Tipp, wo ich gutes Meersalz bekommen kann und dass ich es durch normales Salz ersetzen könnte. Sehr schön fand ich die Idee, das Salz mit dem Kraut zu mischen. Das Rezept macht alleine optisch schon was her, ist nicht so aufwendig, wie befürchtet, und das Ergebnis hat uns sehr gut geschmeckt. Auch toll für Gäste. Die Sauce dazu ist auch sehr empfehlenswert.

DorotheaDorothea: Es ist natürlich schwierig, so ein Grundkochbuch zu konzipieren, das nicht 600 Seiten dick ist. Dafür finde ich die Rezeptauswahl ganz gut. Viele Basics sind enthalten, Anspruch auf Vollständigkeit kann es sowieso nicht erheben. Die Rezepte sind jetzt nicht so prickelnd, dass ich auf jeder Seite von neuem überrascht bin – aber für ein Grundkochbuch ist die Auswahl solide, nicht langweilig, ökologisch korrekt (was z.B. Fisch und exotische Zutaten betrifft, viele vegetarische Rezepte). Find ich sehr gut.

Allerdings konnte man sich nicht ganz entscheiden: Ist die Zielgruppe jetzt der totale Anfänger (Wie brate ich ein Spiegelei?) oder der fortgeschrittene Anfänger (die meisten Rezepte). Allerdings: S. 153 brauche ich für Tempura zunächst „Tempurateig aus dem Asienladen“ – der Teig ist doch echt schnell selbst zusammengerührt! Solche Convenience-Produkte erwarte ich nicht in einem Grundkochbuch!

Ich habe probiert: 1. Creme caramel, 2. Eierspätzle, 3. Geflügel mit Zitronen-Honig-Sauce.
1. Hab ich ausgewählt, weil ich so viel Respekt vor Karamell habe und mich noch nie an die Creme getraut habe. Das Rezept ist (fast) perfekt, (fast) alles stimmt: Die Mengen sind gut, exakt für 6 Portionen, ganz einfach zu machen, schmeckt prima, sieht gut aus. Außer der Sache mit dem Karamell (s.o.): Den muss man fix in die Förmchen gießen und nicht „löffeln“, sonst wird er fest. Die Creme ist aber super, mache ich sicher nochmal nach dem Rezept.
2. Spätzle koche ich oft, nach meinem Leib- und-Magen-Rezept im Bayerischen Kochbuch. Diese hier hatten andere Mengen, mehr Eier, weniger Wasser. Das klappt aber nicht! Die Wassermenge muss statt 1/8 l wie angegeben gut ¼ l sein. Mit der angegebenen Menge wird das nicht mal ein brösliger Mürbteig, geschweige denn ein Spätzleteig. Sonst ist das Rezept ok, mit ¼ l Wasser sind die Spätzle gut.
3. Die Geflügelpfanne sieht optisch nett aus mit den roten Chilistückchen, schmeckt so lala – ein bisschen fad, trotz Chili. Die Mengenangaben sind ok für kräftige Esser, bei uns hat’s für 6 Leute gereicht. Das Gericht hat auch den Mitbewohnern geschmeckt, wir haben Reis und süß-scharfe Thaisauce dazugegessen. Hier habe ich den Zusatz vermisst, welche Beilagen dazu passen – für Anfänger nicht selbstverständlich.

JulianeJuliane: Wie bei einem Grundkochbuch zu erwarten, enthält gut gekocht! viele Grundrezepte, z.B. für Rührei, Wiener Schnitzel oder Frikadellen. Daneben finden sich aber auch ausgefallenere Rezepte wie z.B. Rehrücken mit würzigen Zwetschgen. Eine Mischung, die mir gut gefallen hat! So sind auch für erfahrenere Köche interessante Rezepte dabei.

Ausprobiert habe ich: das Geflügel mit Zitronen-Honig-Sauce, den Bulgursalat aus dem Orient und die Kalbsmedaillons mit Vanilletomaten. Am besten hat mir der orientalische Bulgursalat geschmeckt, dicht gefolgt von den Kalbsmedaillons mit Vanilletomaten, wobei ich mangels Kalbsfilet Rinderfilet verwendet habe. Das Hähnchen mit Zitronen-Honig-Sauce fand ich leider etwas fad und geschmacklich langweilig, obwohl ich es nach Anleitung gewürzt habe.

 

FrageDeine Meinung zum Layout und Fotos von gut gekocht!?

ClaudiaClaudia: Gefällt mir bis auf ein paar Details sehr gut. Das Layout wirkt stylisch und edel. Die Farben sind warm und harmonisch. Gleich das Cover mit seiner erhabenen Schrift macht auf sich aufmerksam und ich hätte es in der Buchhandlung sicher in die Hand genommen und durchgeblättert. Dadurch, dass es kein Hardcover ist, liegt es angenehm ‘geschmeidig’ in der Hand und bleibt, ausser auf den ersten und letzten Seiten, recht gut aufgeschlagen liegen/stehen. Allerdings ist es durch seine Breite schon ein wenig sperrig und zumindest in meiner Küche etwas unhandlich. Trotz teilweise sehr viel Information auf der Rezeptseite finde ich diese übersichtlich. Der Farbverlauf in den Rezeptüberschriften hat mich dagegen irritiert, wirkt je nach Farbwahl, als hätte diese nicht ausgereicht. Die Schrift im Rezepttext hätte für mich gerne eine Nummer größer sein können.

Die Fotos sind sehr anschaulich, detailliert und wirken appetitanregend. Auf mich wirken sie “ehrlich” und nicht wie von einem Foodstylisten mit allen Tricks ins beste Licht gerückt.

DorotheaDorothea: Siehe oben – Layout und Fotos sind schön, ästhetisch, die Fotos sind sogar sehr gut. Die Farben gefallen mir gut – z. B. die verlaufenden Rottöne in den Rezepttiteln.
Auch die Haptik ist gut – das Papier greift sich angenehm an, ist nicht zu dünn und nicht zu dick. Format ist gut: Das Buch bleibt aufgeschlagen liegen während des Kochens.

JulianeJuliane: Das Layout fand ich modern, klar gegliedert und angenehm schlicht. Die Aufmachung ist seriös und erwachsen, so dass gut gekocht! wahrscheinlich eher Kochbuchkäufer über 25 Jahre anspricht als jugendliche Kochanfänger. Der unaufgeregte, aber ästhetische Fotostil hat mir gut gefallen. Auch die Fotos einzelner Zubereitungsschritte sind appetitlich und hilfreich. Schade, dass nicht alle Rezepte bebildert sind, denn für mich spielt das Foto bei der Rezeptauswahl eine große Rolle.

FrageWas ist Dein Fazit zu dem Kochbuch? Wie hat es Dir gefallen?

ClaudiaClaudia: Ein sehr schönes Buch, von der Auswahl der Rezepte bis zur Gestaltung. Besonders die detaillierten Fotos, die wirklich deutlich zeigen, worauf es bei einem bestimmten Schritt im Rezept ankommt, finde ich persönlich gelungen und hilfreich. Ich finde viel Inspiration und einiges an neuen Informationen vor. Ein ambitionierter Hobbykoch findet hier aber sicher nichts Neues. Aus meinem Exemplar lugen noch etliche Seitenmarkierungen hervor als Erinnerung, was ich demnächst noch alles ausprobieren möchte.

DorotheaDorothea: Da haben sich der Verlag und die Autorin sehr bemüht, ein ganz tolles Grundkochbuch zu erarbeiten.
Die Rezepte sind solide (der Ausrutscher mit der falschen Mengenangabe bei den Spätzle ist hoffentlich ein Einzelfall), die Auswahl ist ok. Totale Anfänger sind evtl. überfordert mit einigen Techniken, die nicht ausführlich erklärt werden (Karamell, blanchieren…).

Das Buch ist für Anfänger mit Grundkenntnissen geeignet, die sich „weiterbilden“ wollen. Sehr positiv: Alles ist ökologisch korrekt, viele vegetarische Rezepte, viel Hülsenfrüchte, Getreide etc.
Aber: Die Fotos sind zwar „technisch“ sehr gut, sie zeigen den Vorgang der Zubereitung, aber es sind keine Fotos, die mir richtig Appetit machen auf das Gericht – allerdings ist das ja nicht Sinn des Kochbuchs. Deshalb sind die technischen Fotos da schon richtig – nur hätte man nach meinem Geschmack zusätzlich ein paar nette Appetizer-Fotos einstreuen können.
Sehr positiv: Ich habe bis jetzt keinen einzigen Rechtschreib- oder Satzfehler gefunden – die Korrektorin hat ganze Arbeit geleistet…

JulianeJuliane: gut gekocht! ist ein meiner Meinung nach rundum gelungenes Grundkochbuch, das mir gut gefallen hat. Dieses Kochbuch wäre mir am Anfang meiner Kochkarriere sicherlich eine große Hilfe gewesen, da es viele grundlegende Arbeitsschritte sehr gut erklärt. Heute würde ich es mir selbst wahrscheinlich nicht kaufen, weil ich nicht mehr auf der Suche nach Grundkochbüchern bin. Aber als Geschenk für Kochanfänger würde ich gut gekocht! gerne und guten Gewissens verschenken und ich habe mir auch schon weitere Rezepte, wie z.B. die Gnocchi mit Ofentomaten, zum Nachkochen vorgemerkt.

Nachgekochte Rezepte

Veröffentlicht im August 2010

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