Kochbuch von Conny Marx: Sweets for my Sweets

Kochbuch von Conny Marx: Sweets for my Sweets ★★★★☆

Sweets for my Sweets – Süßigkeiten mit Kindern selber machen
Conny Marx, Fotos O. Malingue, Jan Thorbecke Verlag (2012)
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Vier Sterne: Ein Kochbuch, das zufrieden macht.

Das ist eine Premiere. Es ist unsere erste Kind-Eltern-Rezension. Tochter Amelia probierte Rezepte aus und Mutter Annick half, wenn es erforderlich war. Die beiden kamen zu unterschiedlichen Einschätzungen, besonders bei der Bewertung des Zuckeranteils. Wie immer, nicht wahr? Katharina

MarxAmelia, 6 Jahre

Hast Du schon Mal gekocht? Was hast Du gekocht?
Ich hab schon mal gekocht. Pfannkuchen. Und ich hab auch noch Kuchen gebacken. Und ich mache Sandwiches.

Hat Dir dabei jemand geholfen?
Nein.

Was macht Dir beim Kochen Spaß?
Ich find das so schön, wenn ich die Schüssel auskratzen kann. Das schmeckt immer so gut!

Und was nicht so?
Wenn ich aus dem Weg bleiben soll und nicht mitmachen darf!

Nun zu dem Kochbuch. Welche Rezepte hast Du ausprobiert?
Knallbonbons. Baiser (“Bunte Schneebergchen”). Liebesäpfel.

Erzähle mir mehr von den 3 Rezepten, die Du ausprobiert hast. Was hat an ihnen gut geklappt und was nicht so?
Die Knallbonbons sind zuckerig und brausig und schmecken soo lecker. Die Baisers waren nicht so mein Ding. Und ich fand das sehr doof, dass ich die Liebesäpfel nicht selber kochen konnte.

Gab es Zutaten, die Du nicht kanntest? Welche waren es?
Nein.

Welches der Rezepte hat Dir am besten geschmeckt?
Die Knallbonbons.

Wie gefallen Dir die Fotos in dem Buch?
Ganz schön.

Wie findest Du das Kochbuch?
Relativ schön.

Willst Du weitere Rezepte aus dem Kochbuch ausprobieren?
Ja.

 

AnnickAnnick, die Mutter von Amelia

Was hat Dir an dem Kochbuch gefallen?

Zu wenig. Eigentlich nur die farbliche Abgrenzung von Anweisungen für Erwachsene und Kinder (aber s.u.).

Was war nicht stimmig?

Über die Rezeptauswahl lässt sich natürlich streiten, mir waren die Rezepte zu zuckerlastig, und Zutaten wie Puddingpulver sind nicht unbedingt das, womit ich meine Kinder ans Kochen heranführen will. “Da weiß man, was drin ist” steht auf dem Buchrücken – für viele Rezepte muss ich leider sagen, wenn dies drin ist, wird es das bei uns nicht geben.

Schwerer wiegt, dass die meisten Rezepte aus vielen Schritten für Erwachsene bestanden, bei den Liebesäpfeln bestand der Kinderpart nur darin, die Äpfel aufzuessen! Lediglich 3 der 43 Rezepte gelten als komplett kindertauglich. Bei den Anleitungen fehlt es mir an Präzision, Beispiel Liebesäpfel: hier hätte ich lesen wollen, welche Konsistenz bzw. Temperatur mein Zuckersirup erreichen soll – sechs Minuten Kochzeit können je nach Topfgröße und Temperatur sehr unterschiedliche Ergebnisse erzielen. Unser Sirup hat kaum auf den Äpfeln gehaftet, und als er abgekühlt war, ist der Zucker zu einer brüchigen Masse kristallisiert. Keinerlei Ähnlichkeit mit den Äpfeln auf dem Foto. Beispiel Knallbonbon: hier soll man die Masse soweit abkühlen lassen, dass man sie mit den Fingern zerteilen kann. Vollständig abgekühlt, kann man sie essen. Natürlich kann ich erahnen, dass ich die Masse auch zerteilen soll – aber es steht leider nicht im Rezept. Viel Spaß beim diskutieren mit dem Kind, denn “das steht da gar nicht!”. Das Layout ist leider auch nicht meins, auf mich wirken die Fotos und die in ungelenken Filzstiftbuchstaben geschriebenen Überschriften wie ein selbstgebastelter Band, nicht wie ein professionell hergestelltes Buch.

Zu den erkochten Rezepten: nur die Baisers (bunte Schneebergchen) haben mich überzeugt. Die Liebesäpfel sind nicht wirklich gelungen und die Knallbonbons waren eine Extremerfahrung überzuckerter Chemie.


Nachgekochte Rezepte

Veröffentlicht im Mai 2012

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