Kochbuch von Alfons Schuhbeck: Meine bayerische Küche

Kochbuch von Alfons Schuhbeck: Meine bayerische Küche ★★★★★

Meine bayrische Küche
Alfons Schuhbeck, Zabert Sandmann
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Katharina Höhnk

Von

Fünf Sterne: Valentinas Liebling – zum Schwärmen gut.

Sobald es draußen beginnt zur frösteln, ist mein Appetit auf Deutsche Küche erweckt. So auch dieses Jahr: Ein Blick auf mein Kochbuchregal mit den Neuerwerbungen des Jahres und die Wahl fiel schnell auf Alfons Schuhbeck Meine bayerische Küche.

Als Norddeutsche verbinden mich schöne Kindheitserinnerungen mit dieser Küche. Mein Lieblings-Onkel war Tierarzt in der Nähe von München. In den Schulferien begleitete ich ihn zu gern bei seiner Visite auf den Bauernhöfen. Es verging kein Tag, an dem wir nicht zum Mittagessen mit der Familie eingeladen wurden. Natürlich verstand ich kein Wort von dem Bayrisch, das gesprochen wurde, aber das Essen liebte ich.

Das Kochbuch von Alfons Schuhbeck enthält ca. 450 Rezepte, die sich auf die klassischen Kapitel verteilen. Von Brotzeit & Salate über Fleisch zu den Beilagen und „Desserts“. Es gibt auch einige Ravioli-Rezepte. Die Zutatenlisten sind eher länger, da häufig eine ganze Reihe Gewürze erforderlich ist. Für einen gut bestückten „Gewürzschrank“ sind selten Überraschungen dabei. Die Kochbeschreibung ist traditionell: Es ist in nummerierten Absätzen beschrieben, was zu tun ist. Vereinzelt sind Rezepte bebildert. Einige Rezepte schließen mit einem Alfons Schuhbeck-Zitat zwecks Empfehlung.

Die klassische bayrische Küche hatte ich erwartet, als ich das Kochbuch kaufte. Das bajuwarische Cover mit den großen Lettern „Meine Bayrische Küche“ nährten diese Hoffnung. Der passendere – sicherlich nicht schönere – Titel wäre „MEINE moderne bayrische KÜCHE“ gewesen. Denn Alfons Schuhbeck hat sie raffiniert verfeinert: Die Gewürz- und Kräuterkombinationen sind überraschend und großartig! Ingwer, Zimt, Piment, Koriander, Knoblauch, Cayenne, Orangenschale etc.: Diese wiederholen sich in vielen Variationen.

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Nach einigen nachgekochten Rezepten hatte ich eine „Ahnung“ von seiner Idee des Würzens. Die Rezepte sind für das Kochen Zuhause gedacht. Für einige ist Zeit und Aufwand notwendig (bis zu 4 Stunden bei Schmorgerichten). Meine Erfahrung: Die Mengenangaben pro Person fallen „schlank“ aus, da hier in Menüs gedacht wird. Also lieber mehr kochen!

Diese Sammlung feiner Rezepte hätte allerdings noch bessere Kochbeschreibungen verdient: Mehr Begründung, mehr Verweise (Welche Gerichte passen zueinander?) und visuelle Beschreibungen. Ein Detail, das meine Begeisterung für dieses Kochbuch keinesfalls trübt.

Nachgekochte Rezepte

Veröffentlicht im Juni 2008

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