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Valentinas-Kochbuch.de – kochen, essen, glücklich sein | April 28, 2017

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Kochbuch: Möhrenpesto und Maronicreme ★ ★ ★ ★

Kochbuch: Möhrenpesto und Maronicreme
Rezension

Möhrenpesto und Maronicreme
Susanne Heindl & Sabine Fuchs
Thorbecke Verlag, 2013
Mehr über den Kochbuch-Verlag

VIER STERNE: Ein Kochbuch, das zufrieden macht.

Dietmar Adam Von

Aufstriche waren mir bis vor kurzem ziemlich fremd. Marmeladen, Käse und Wurst füllten bei uns den Frühstückstisch. Aus dem Naturkostladen hatte ich manchmal aus Neugierde Aufstriche mitgenommen, aber richtig geschmeckt hatten sie mir nicht. Das ist nun – in der Familie gab es auf einmal einen Aufstrichhype – anders geworden und so war ich auf das Buch aus dem Thorbecke-Verlag gespannt.

Zu Beginn meiner recht neuen Leidenschaft für Cremes, Dips und Aufstriche suchte ich zunächst in diversen Foren und Blogs nach passenden Rezepten und hatte schnell eine kleine Sammlung mit erstaunlich wohlschmeckenden Rezepten zusammen, die überall ausgesprochen gut ankamen. Als ich nun das erfreulich handliche Buch der beiden Autorinnen Susanne Heindl und Sabine Fuchs durchblätterte, war ich überrascht, kaum eines meiner neuen Lieblingsrezepte zu finden. Also nahm ich gerne die Gelegenheit wahr, Neuland zu erforschen.

fuchs-aufstrich-beispielDie 35 vegetarischen Rezepte (im Register sind die veganen farblich gekennzeichnet) sind thematisch sortiert: erst Aufstriche mit Kräutern, dann Hülsenfrüchte, Gemüse, alte Gemüsesorten, zum Schluss Früchte. Viele Rezepte gefielen mir auf Anhieb, etliche Kombinationen konnte ich mir nicht so gut auf Brot vorstellen, etwa Kreationen mit Sellerie, Kohlrabi und Mangold. Aber auch meine Vorliebe für eher feine, mediterrane Cremes mit Schafskäse, Oliven, Datteln, eingelegten Tomaten und Zitrusfrüchten wird bedient, wenn auch nicht so ausführlich. Als etwas fehl am Platz empfand ich die beiden Marmeladenrezepte. Das Register ist lediglich ein alphabetisch sortiertes Inhaltsverzeichnis, ein Stichwortregister wäre hilfreicher.

Da Aufstriche meist auf wenigen Zutaten basieren und keine größeren Kochkenntnisse voraussetzen, wird jeder, der einen Apfel unfallfrei schälen und in Stücke schneiden kann, mit den präzisen Anweisungen zurechtkommen. Ergänzt werden die Rezepte mit kurzen Anmerkungen, in denen Warenkunde oder praktische Tipps vermittelt werden.

Insgesamt hinterlässt das Buch einen guten und praxistauglichen Eindruck. Auch das Layout überzeugt mit einigen dezenten grafischen Finessen. Lobend erwähnt werden sollen auch die Fotos, die jedes Rezept begleiten. Wahrscheinlich wird es eine nicht geringe Herausforderung gewesen sein, die meist recht unkonturierten und farblich nicht unbedingt das Auge erfreuenden Mixturen (in meiner Familie liebevoll-respektlos Pamps genannt) ins rechte Licht zu rücken.

Nachgekochte Rezepte:

Geschrieben im September 2013