Backbuch von Patrik Jaros: Weihnachtsbäckerei

Backbuch von Patrik Jaros: Weihnachtsbäckerei ★★★☆☆

Weihnachtsbäckerei – Die besten
Rezepte für Plätzchen, Stollen & mehr
Patrik Jaros
Fotos Patrik Jaros u.a.
Parragon Books Ltd.

Sabine Cikic

Von

Drei Sterne: Hat Stärken, aber überzeugt nicht ganz.

Endlich ist sie wieder da – die Plätzchenzeit. Was wäre die Vorweihnachtszeit ohne Stollen, Kipferl, Zimtsterne & Co.?

In Weihnachtsstimmung komme ich ja doch erst, wenn der Duft frisch gebackener Kekse durch die Wohnung zieht (von mir aus sollen sie die Lebkuchen schon im April, direkt nach Ostern, in den Supermärkten aufbauen, da ändert sich bei mir nüschte). Das kleine Büchlein aus dem Parragon-Verlag, das zum Schleuderpreis von 4,99 € angeboten wird, kommt also gerade recht.

Autor Patrik Jaros hat 72 Rezepte für Weihnachtsgebäck zusammengetragen und teilweise fotografiert (die weiteren Fotografen heißen „u. a.“). Mit an Bord sind all die Klassiker wie Stollen, Zimtsterne, Dominosteine und Pfeffernüsse. Die Einteilung der Kapitel in „Großmutters beste Rezepte“, „Beliebtes Weihnachtsgebäck“ und „Festliche Spezialitäten“ ist ein bisschen nichtssagend und wenig hilfreich. Das Buch blättert sich einfach als buntes Sammelsurium und irgendwie ist das auch gar nicht schlimm.

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Für einige Kekse habe ich schon meine Standardrezepte, bei denen ich bleiben werde (Vanillekipferl z.B.), aber es gibt genug zu entdecken. Alle Rezepte sind bebildert, auch wenn die Fotos teilweise etwas angestaubt wirken, oder vielleicht soll das das Ambiente der „guten alten Zeit“ heraufbeschwören?

Macht aber auch nichts, denke ich mir. Drei Rezepte sind schnell gefunden, mit denen ich es versuchen will, und wie sich zeigen wird: sie alle enttäuschen geschmacklich nicht. Allerdings hatten wir hier und da doch ein wenig Mühe, bis die Machwerke in halbwegs anständiger auf dem Blech lagen und gebacken werden konnten. Bei den Sahne-Krokant-Brezeln wollte es partout nicht gelingen, die nach Maß geschnittenen Teigstreifen zu Brezeln zu formen und wir hätten uns auch damit abgefunden, die Dinger einfach „Sahne-Krokant-Knoten“ zu nennen, allerdings hat es dann nicht mehr mit der Backzeit hingehauen (außen schon stark am Dunkeln, innen noch nicht durch). Die Doppelherzen sehen auf dem Foto klasse aus, aber wenn man es erst einmal schafft, überhaupt große Herzen aufs Blech zu legen, überlegt man es sich ganz schnell, ob man noch versuchen möchte, aus denen kleinere Herzen auszustechen, um sie untereinander farblich zu wechseln.

Kein Must-Have, aber eine bodenständige nette Sammlung an Gebäckrezepten zur Weihnachtszeit. Hier und da schadet ein wenig Backerfahrung nicht, damit auch alles zu einem akzeptablen Ergebnis gelangt.

Update
Leserin Marion ergänzte auf fb: „Ich habe mir das Büchlein vor 5 Tagen auch gekauft. Habe zu Hause dann festgestellt dasss ich mir vor ein paar Jahren schon ein Büchlein aus diesem Verlag mit selben Titel gekauft habe, nur mit anderem Cover, deshalb ist mir das im Laden nicht aufgefallen. Die Rezepte sind zwar nicht zu 100% identisch, aber es sind sehr viele Rezepte doppelt.

Nachgekochte Rezepte

Veröffentlicht im Dezember 2015

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