Backbuch: Vanillekipferl und Wundernüsschen

Backbuch: Vanillekipferl und Wundernüsschen ★★★★★

Vanillekipferl und Wundernüsschen
Jan Thorbecke Verlag (2007)
Mehr über den Kochbuch-Verlag

Katharina Höhnk

Von

Fünf Sterne: Valentinas Liebling – zum Schwärmen gut.

Plätzchenbacken ist in der Weihnachtszeit für mich ein geliebtes „Must“. Meine Rezept-Auswahl ist eine Konstante: Ich liebe die Klassiker, die ich bereits in Kinderjahren gegessen habe. Ich koste sie viel zu gern, als dass ich sie in der Weihnachtszeit zugunsten eines Neuen auslassen möchte. Nun habe ich ein besonderes Büchlein entdeckt, das die Rezepte meiner Plätzchen-Klassiker auf das Festlichste vereint.

Das Backbüchlein Vanillekipferl und Wundernüsschen ist im Jan Thorbecke-Verlag erschienen. Der prämierte Verlag aus Ostfildern (bei Stuttgart) zeigt bei der Gestaltung seiner Bücher Hingabe, Eigenwilligkeit und Mut. Das Plätzchen-Buch illustriert das besonders gut, finde ich. Die Publikation ist eine einzige glamouröse Festlichkeit, fernab der üblichen Deko-Wut. Das glänzende kupferfarbene Papier und das feine Layout mit einem Touch Retro erhebt jedes der 30 Rezepte zu einem liebenswerten Oeuvre. Praktikabilität wurde hinten angestellt: kleine Schrift bei den Zutaten und kürzeste Rezeptbeschreibungen erfordern Gelassenheit.

Wenig Aufwand

Die Auswahl der Rezepte zieht dagegen mit dem Auftritt. Es sind die geliebten Klassiker: Vom Zimtstern über Vanillekipferl bis zum Florentiner. Dabei kenne ich die Plätzchen mitunter unter einem anderen Namen: Der Haselnuss-Japonais heißt bei uns in der vierter Generation – ich traue es mich kaum zu schreiben – „Dreckhäufchen“. Die Klassiker aus Vanillekipferl und Wundernüsschen zeichnen auch dadurch aus, dass sie hinsichtlich Anzahl der Zutaten und Zubereitung wenig Aufwand erfordern, manches Rezept benötigt nur 5 Zutaten und eine Zubereitung, die auf vier kurzen Zeilen erklärt wird.

Wichtig: Meine Versuche haben dabei allesamt geklappt. Verfeinertes Wissen, welche Details der Zubereitung zum besten Ergebnis führt, werde ich über die Jahre selbst herausfinden und darin notieren. Denn das Büchlein wird mich zweifellos noch lange begleiten: Es hat mein Herz gewonnen!

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Nachgekochte Rezepte

Veröffentlicht im Dezember 2008

3 Kommentare

  1. Katharina

    Danke! Freut mich. Einfach so hübsch. Da reibt man sich die Augen.

  2. Schokozwerg

    Ich wäre nie auf dieses Büchlein und seinen kleinen Bruder gestoßen ohne Deine Rezension, liebe Katharina!
    Ein Rezept haben wir daraus nachgebacken, wenn auch leicht abgewandelt. Ästhetisch ein Genuss, manchmal mangels Kontrast und wegen Spiegelung etwas umständlich zu lesen.

  3. Sylvia

    Das ist das schönste kleine Keksbüchlein, das ich kenne! Allerdings ist hier eine Verschiebung der Praktikabilität zugunsten der Ästhetik zu beobachten. Angaben, ob man eventuell den vorbereiteten Mürbeteig ein Weilchen im Kühlschrank lagern sollte, oder ob man zusätzlich das eine oder andere Pülverchen (sprich Ingwer, Kardamom o.ä.) hinzufügen könnte, fehlen. Die Zutatenliste ist aber so kurz, dass man sofort losbacken kann, was nun wieder deutliche Vorteile bringt. Und die Rezepte gelingen auch, wenn man den Mut hat, eventuell mal etwas mehr Mehl oder gemahlene Haselnüsse oder dergleichen hinzuzufügen, wenn es nicht auf Anhieb klappt. Aufmachung, Handlichkeit, Zutatenliste und das herrliche seidig glänzende Papier lohnen die Anschaffung unbedingt, wie ich finde.

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