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Valentinas-Kochbuch.de – kochen, essen, glücklich sein | January 20, 2017

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Schöne Festtage & Impressionen 2015

Schöne Festtage & Impressionen 2015

Pronkstilleven
Adriaen van Utrecht, 1644
Rijksmuseum
Text: Katharina Höhnk

Liebe Leserin, lieber Leser,

alle vier Adventskerzen sind angezündet, das Weihnachts-Menü köchelt und der Silvester-Champagner kühlt vor.

Die Tage zwischen diesen Festen gehören für mich zu den schönsten des Jahres. Das war natürlich nicht immer so, sie gelingen mir erst, seit ich meinen Gestaltungswillen auf ein Minimum reduziert habe: auf Geschenke und Essen. Im Übrigen lasse ich sie laufen. Die Kunst des Laissez-faires ist gefragt, finde ich, alle brauchen Raum zum Durchatmen.

In dieser Zeit streiche ich auch einmal liebevoll über die Rezepte und Kochbücher. Dieses Jahr war superb. Eine Flut schöner Bücher, erstaunliche Genüsse und auch einfach gutes Essen, dass der Bauch schnurrt. Denkwürdige Katastrophen gab es natürlich auch (Ausnehmen eines Huhns – Gott, ich glich einer Chirugiepraktikantin am ersten Tag).

Als kleines Weihnachtsgeschenk haben wir einige Eindrücke davon aufgeschrieben. Ideengeberin dafür war Leserin Anne. (Dank Dir.)

Es würde uns außerordentlich freuen zu erfahren, was waren Eure?

Ich wünsche Euch wunderbare Tage – geruhsam, festlich und köstlich.

 

rex_resize=96w__96h__annick96_2.jpgAnnick Payne

Das besondere Lieblingsrezept des Jahres: Mit Lakritz marinierter Seehecht oder Lachs aus dem Ofen mit Rohkostsalat (Elisabeth Johansson). Dieser traumhafte Lachs beglückt und begeistert alle, die ihn bisher probieren durften. Wir essen ihn oft und gerne, dennoch bzw. deswegen ein Kandidat fürs diesjährige Weihnachtsessen.
Standard-Repertoire-Rezept des Jahres: Hähnchenfilet mit Safran & Rosmarin (Ghayour). Dieses Rezept begleitet uns durch den Sommer, ich bereite immer gleich eine doppelte Portion zu, damit wir Reste für weitere Mahlzeiten haben – dünn aufgeschnitten im Salat, als Aufschnitt auf Brot, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Dieses Jahr neu entdeckt: So banal es klingt: Orangen. Mein Verhältnis zu allen orangenen Vertretern der Zitrusfrüchte war bislang neutral bis unterkühlt, aber seitdem ich beim Sizilianer meines Vertrauens die Früchte aus seiner Heimat verkosten durfte, bin ich in Liebe entflammt. Fast schon pervers gut: die Vanilleorange.

 

rex_resize=96w__96h__christianesw96.jpgChristiane Schwert

Das besondere Lieblingsrezept des Jahres: Eines meiner Lieblingsrezepte – es fällt mir schwer einem den Vorzug zu geben – war defintiv das Orangenfilet-Sorbet aus dem Buch: Limonaden, Sommerdrinks und Sorbets von Usch von der Winden. Dieses Sorbet ist so köstlich erfrischend und geschmacksintensiv, dass es sofort in mein Buch für besondere Rezepte gewandert ist. Ich finde übrigens auch, dass es in die jetzige Jahreszeit passt. Weil es eben nach einem schweren und üppigen Hauptgang ein Menu frisch und leicht abschließt!
Standard-Repertoire-Rezept des Jahres: Oh, das ist auf jeden Fall das Pilz-Spinat-Omelett mit Käse von Katie Quinn Davies aus ihrem Buch: What Katie ate at the weekend. Es ist ein Gericht, welches ganz geschwind zubereitet ist und dann doch mehr kann als es zunächst den Anschein hat. Ein sehr befriedigendes Abendbrot!
Dieses Jahr neu entdeckt: Diese Frage muss ich für mich etwas erweitern, denn es war nicht ein einzelnes Lebensmittel, dass ich neu für mich entdeckt habe, sondern vielmehr eine „Gruppe“. Durch das fantastische Buch: Amazing Grains von Ghillie James wurde mir „Getreide“, sprich Couscous, Amaranth, Gerste…, näher gebracht. Und zwar auf solche Art und Weise, dass es wirklich mein kulinarisches Spektrum erweitert hat!

 

rex_resize=96w__96h__potradam96.jpgDietmar Adam

Das besondere Lieblingsrezept des Jahres: Meine Entdeckung des Jahres sind Teigtaschen, egal in welcher Form. Früher habe ich solche Rezepte immer links liegen gelassen, da ich sie für zu schwierig hielt: klebriger Teig, wenn man ihn ausrollt, zieht er sich unweigerlich wieder zusammen und und und. Nun habe ich durch Zufall ein Video über asiatische Teigtaschen gesehen, wo alles ganz einfach ging. Ich vermute mal, der Trick bei der Geschichte ist, ein wenig Öl in den Teig zu geben. Dann braucht man teilweise nicht einmal Mehl zum Ausrollen. Und schwups, sind Teigtaschen zu meinem neuen Hobby geworden. Ganz egal ob Poğaça aus „Türkei vegetarisch“ oder die Empanadas aus „Cicchetti“ oder ganz andere Rezepte. Gerade habe ich welche mit Sauerkrautfüllung gemacht. Köstlich!
Standard-Repertoire-Rezept des Jahres: Am häufigsten kam „Joghurt mit roter Bete“ aus dem Buch „Die neue persische Küche“ bei uns auf den Tisch und zwar in der Variante mit geröstetem Kreuzkümmel, das ist einfach himmlisch und sieht so cool aus. Es ist zwar kein Ruckzuck-Rezept, denn man sollte den Joghurt noch einige Stunden ziehen lassen, aber ich mache immer gleich eine größere Menge, die für ein paar Tage reicht.
Dieses Jahr neu entdeckt: Die letzte von mir entdeckte Zutat, die inzwischen eine große Rolle in meiner Küche spielt, ist Granatapfelsirup, aber auch Sumach und Zatar fanden vor noch nicht allzu langer Zeit den Weg ins Vorratsregal. Granatapfelsirup ist sehr vielseitig einsetzbar und wird auch von denen geschätzt, die keinen Essig vertragen. Ganz aktuell habe ich den wunderbar dunklen, nur dezent süßen Palmzucker entdeckt und verwende ihn nicht nur zum Plätzchenbacken.

 

rex_resize=96w__96h__doris-brandl-96.jpgDoris Brandl

Das besondere Lieblingsrezept des Jahres: Languste auf Schmortomaten (aus dem Buch ‚Sardinien‚ von Andreas Walker) – wobei es vorrangig nur um die köstlichen Schmortomaten geht, die schmecken nämlich schon für sich allein lecker genug, sind total unkompliziert und kommen bei jedem Büffet toll an. Spinatquiche (aus dem Buch ‚Bistro‚ von Anna & Christoph Heinrich) – das Rezept musste ich schon oftmals weiterreichen. Ebenfalls Büffet-geeignet. Selbst kalt am nächsten Tag schmeckt sie noch super lecker. Da habe ich allerdings sicherheitshalber statt dem Blätterteig einen Mürbeteig verwendet und diesen vorgebacken, damit das Ganze nicht über Nacht durchweicht. Tarte Tartin aux oignons (aus dem Buch ‚Brunos Kochbuch‚ von Martin Walker) – auch gut vorzubereiten, sieht dekorativ aus und ein toller Geschmack – oh, ich bekomme gleich wieder Hunger. Spinat-Nocken (aus dem Buch von Frank Rosin ‚Neue deutsche Küche‚) – wenn auch das Buch insgesamt nicht so gut abgeschnitten hatte, aber das Rezept ist ein Dauerbrenner bei mir als Vorspeise zu einem Menü. Lauwarme Berglinsen mit Feigen und Büffelmozzarella (aus dem Buch ‚Linsen & Bohnen‚ von Manuela Rüther) – immer wieder ein toller Anblick, wenn alles zusammen auf einer Platte angerichtete ist und geschmacklich sehr rund.
Dieses Jahr neu entdeckt: Ein Highlight was allerdings Dietmar entdeckt hat und wo ich aufpassen muss, dass ich es mir nicht bald übergegessen habe, sind die ‚Ofen-Auberginen (von Nicole Stich). Schon x-mal serviert und alle sind immer begeistert.

 

rex_resize=96w__96h__katja-3.jpgKatja Böttger

Das besondere Lieblingsrezept des Jahres: Das Möhrenkonfekt von Cyrus Todiwala! Oder: Wie sich aus einem einzigen köstlichen Bissen der Geschmack eines ganzen Subkontinents entfaltet. Da es recht aufwändig ist, wird es ein seltener Gast bleiben – und dafür nichts an seinem Zauber einbüßen.
Standard-Repertoire-Rezept des Jahres: Das Fladenbrot mit Za’atar von den Hummus Brothers. An Feierabenden klappt es nicht ganz, weil der Teig gehen muss, aber am Wochenende ist es ein gern gesehener Gast, der auch nebenbei leicht und fix von der Hand geht.
Dieses Jahr neu entdeckt: Eigentlich eine alte Bekannte: Erbse, frisch gepult, eine Anregung von Cathleen Claritys und Kathrin Koschinskis „Fabelhaft Französisch„. So viel besser als TK-Ware und blitzschnell gemacht – wie konnte ich das vergessen? Peinlich!

 

Katharina-Hoehnk-96Katharina Höhnk

Das besondere Lieblingsrezept des Jahres: Mein liebster Gast war der gebeizte Lachs nach einem Rezept von Herrn M. aus Hamburg. Wirklich, dieser Kümmelschnaps bringt eine Würze, die süchtig macht. Dazu Kartoffel-Rösti und Schmand und das Glück summt in der Luft.
Standard-Repertoire-Rezept des Jahres: Wie Doris und Dietmar haben es die Ofen-Auberginen von Nicole Stich im Sommer wöchentlich auf meine Karte geschafft. Ich finde sie einfach perfekt und sie lachen, wenn nichts da im Haus.
Dieses Jahr neu entdeckt: Schweinebauch! Im Jahr zuvor habe ich ihn in asiatischen Restaurants probiert, dieses Jahr habe ich selber gekocht, nachdem ich Quellen für hochwertiges Fleisch erschlossen habe. Meine Favoriten: chinesisch nach einem fabelhaften Rezept von Herrn Wu und  koreanisch scharf. Hach, dieses cremige Fett …

 

katja-schmid-2-valentinas-96Katja Schmid

Das besondere Lieblingsrezept des Jahres: Für den Sommer: Kirsch-Clafoutis und Ceviche aller Art. Im Winter auch warme Ceviche! (Clafoutis-Rezept von Fanny Zanotti, Ceviche von Gastón Acurio bzw. von Virgilio Martinez – Anm. d. Red: Rezensionen folgen)
Standard-Repertoire-Rezept des Jahres: Sehr fein fürs Picknick auf Waldlichtungen oder in der Adventszeit zum Tee: Rotweinküchlein und Rapunzelnudeln von (Engelhaar-Nudeln mit Forellenkaviar) von Stevan Paul, Quinoa-Chowder (aus Gastón Acurio: PERU), eine erstaunliche Suppe, die man wunderbar variieren kann.
Dieses Jahr neu entdeckt: Aji Panca (Panca Chili), eine peruanische Chili-Sorte, die am Strauch trocknet und ein sagenhaftes rauchiges Aroma entwickelt. Gute Schärfe, die sich aber nicht ins Unermessliche steigert. Verwende ich inzwischen fast überall statt Pfeffer/Chili/Paprika. Passt auch zu Mango!

 

kathrin-sebastian-96-neu Kathrin Sebastian

Das besondere Lieblingsrezept des Jahres: Mein besonderes Lieblingsrezept 2015 war selbstgemachtes Pastrami, inspiriert von der Rezension des Sandwichbuches von Jonas Cramby (Anm. d. Red: Rezension folgt). Sein im Buch vorgestelltes Rezept hat mich nicht wirklich 100%ig angesprochen. Die Idee Pastrami einmal selber herzustellen kam aber eindeutig von ihm, daher war es nur folgerichtig Pastrami im sonnigen Schweden-Sommerurlaub herzustellen. Das Ergebnis war top und richtig superlecker, bevor es wieder nach Hause ging haben wir noch „auf Vorrat“ produziert. Das Experiment hatte nun noch zur Folge, dass wir jetzt intensiv über die Anschaffung eines Smoker und/oder Räucherofen nachgrübeln. So eine durchschlagende Wirkung können Kochbuchrezensionen haben 😉
Standard-Repertoire-Rezept des Jahres: Ein Standard-Repertoire-Rezept (nicht aus einer Rezension) ist 2015 das Kichererbsenmus geworden. Hummus in allen Varianten mag ich unglaublich gerne, zu Gemüse, Reis und Fleisch, passt sowohl im Sommer als auch im Winter. Was mir daran gefällt ist, dass es so schnell zubereitet ist und ich die Zutaten meist immer im Haus habe. Ist das Tahin ausgegangen, greife ich auch schon mal zu Erdnussbutter oder Cashewmus – schmeckt auch toll!
Dieses Jahr neu entdeckt: Ein interessantes neues Gemüse ist für mich die sog. „Ur-Möhre“, bisher hatte ich die nicht auf dem Tisch. Als ich aber in einem Kochkurs ein schönes Ofengemüse zubereiten lassen wollte, lachten sie mich im Herbst auf dem Wochenmarkt an. Toller Geschmack, enorme Strahlkraft und Farbe, macht wirklich etwas her. Allerdings sollte niemand glauben, dass sei wirklich eine Möhre aus mittelalterlichem Saatgut… es handelt sich um eine Art „Nachbau“ der Saatindustrie. Der Name gefällt mir von daher nicht sooo gut.

 

rex_resize=96w__96h__sabine96.jpgSabine Cikic

Das besondere Lieblingsrezept des Jahres: Das Knoblauch-Zitronen-Confit von Martin Kintrup! Ein wirklich süchtigmachender Vorrat im Kühlschrank, der unglaublich vielfältig zum Aufpeppen und Ergänzen eingesetzt werden kann.
Standard-Repertoire-Rezept des Jahres: Chinesisch gibt es bei uns oft auch auf die Schnelle und unkompliziert unter der Woche. Schnell Reis im Reiskocher aufgesetzt und 3-4 vegetarische Gerichte dazu wie Gurkensalat mit Knoblauch, Ei mit Tomate, Fischduft-Auberginen und eben sehr gerne und immer wieder dieser gebratene Salat mit Walnüssen!
Dieses Jahr neu entdeckt: Eigentlich zwei Zutaten: seit diesem Jahr endlich an zahlreichen Orten in Berlin gesichtet und seitdem regelmäßig in meiner Küche in Verwendung: Palmkohl, Schwarzkohl, Cavolo Nero, Lacinato Kale, Tuscan Kale, Dinosaur Kale, und welche Namen noch er haben möge!
Und Freekeh, erstmals verwendet für die Salmagundi-Rezension und – da jetzt im Vorrat – auch schon für Ottolenghi-Rezepte eingesetzt, der ebenfalls Fan des leicht rauchigen Aromas des grünen Weizens ist.

 

]Stefanie Will Stefanie Will

Das besondere Lieblingsrezept des Jahres: Definitiv die Süßkartoffel-Brownies von „Deliciously Ella“!(Anm. d. Red: Rezension folgt) Ich liebe Süßkartoffeln, an ein süßes Gebäck hatte ich mich bisher aber nicht herangetraut. Die Brownies sind der Hit – bei mir und meinen Gästen. Werde immer wieder nach dem Rezept gefragt. Und das Gute: Es ist supersimpel und geht ganz schnell!
Standard-Repertoire-Rezept des Jahres: Schon wieder backen, aber es ist, wie es ist: Ich habe vor zwei Wochen „Vegan X-Mas“ wieder aus dem Regal geholt. Eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Das „Aromatische Apfelbrot“ wird in der Adventszeit (und auch danach während der trüben Januarwochen) fast jede Woche gebacken. Wunderbar saftig, würzig und dabei auch noch gesund. Hübsch verpackt macht es sich als kleines Gastgeschenk auch ganz toll!
Dieses Jahr neu entdeckt: Tonkabohnen! Die hatte ich ewig nicht benutzt, weil man die immer nur im Spezialitätenladen bekam. Neulich habe ich sie bei Edeka entdeckt – seither mixe ich gern eine halbe Bohne in meinen Smoothie (Achtung: Der hat 1,5 Liter, also sparsam mit den Bohnen umgehen!). Außerdem gibt die Bohne jedem Dessert eine tolle Karamellnote, wenn man sie wie Muskatnuss fein reibt und einfach sparsam dazugibt.

 

theresa-kellner-96-2Theresa Kellner
Das besondere Lieblingsrezept des Jahres: Bei dieser Frage muss ich nicht dreimal überlegen: Es sind die Auberginen-Involtini von Eleanor Ozich. Das Rezept hat sich vom ersten Bissen einen Platz in unseren Herzen erobert und wird seitdem regelmäßig in leicht abgewandelter Variante gekocht. Ein Gericht, das bleibt.
Standard-Repertoire-Rezept des Jahres:  Feierabend, easy. Für die Schnelle-Küche-Kategorie darf es ein Curry sein und um genau zu sein das Süßkartoffel-Curry von Natasha Corrett und Vicki Edgson. Süßkartoffel ist eine meiner allerliebsten Gemüsesorten, geht daher einfach immer und kommt hier in einer unkomplizierten Curry-Variante mit feinen Gewürzen und frischen Kräutern ganz köstlich daher. Die Öl-Menge vom Originalrezept reduziere ich mittlerweile etwas. Ein rundum perfektes Feierabendgericht.
Dieses Jahr neu entdeckt: Eine überraschende Neuentdeckung an der Gewürz- und Zutatenfront gab es bei mir nicht, aber ich habe nach einigen Startschwierigen Quinoa eine neue Chance gegeben und möchte dieses Pseudogetreide nun in meiner Küche nicht mehr missen. Eine tolle Bereicherung!

 

ulrike-thyll-valentinas-96Ulrike Thyll

Das besondere Lieblingsrezept des Jahres: Meine kulinarische Entdeckung des Jahres ist der Erzgebirgische Stollen aus dem Ploetzblog, Variante 2. Das herkömmliche Orangeat und Zitronat ersetze ich durch mallorquinische gewürfelte Orangen- und Zitronenschalen von Fet a Soller. Der Ploetzblog liefert das beste Stollenrezept, das mir je untergekommen ist, und Mallorca allerbeste Würzzutaten, kein Vergleich mit den künstlich anmutenden grünlichen Würfeln aus dem Supermarktregal! Die ultimative Stollen-Kombi: saftig und unbeschreiblich aromatisch. Und das sagt eine, die alle schweren Kuchen mit Trockenobst seit ihrer Kindheit gehasst hat!
Standard-Repertoire-Rezept des Jahres: Anläßlich meiner Rezension von Lea Linsters erstem Kochbuch habe ich Bettys Käsekuchen wiederentdeckt. Ich bin ein Fan von Käsekuchen, und dieser geht ganz schnell und ist einfach köstlich. Einzige Problemstelle: bei dickbödigen Springformen braucht der Blätterteig entweder mehr Unterhitze, oder man stellt die Form auf die unterste Schiene im Ofen. Der Teig backt sonst unten nicht richtig durch. Aber selbst dann schmeckt der Kuchen.
Dieses Jahr neu entdeckt: Neuerdings kommt die Kaper in meiner Küche wieder zu Ehren. Seit ich sie nach einem Rezept von Alexander Herrmann frittiert habe (sieht schön aus und ist knusprig), sehe ich sie wieder mehr als Gewürz mit eigenem Charakter. Ich freue mit auf weitere Rezeptentdeckungen mit der kleinen Blüte.

Geschrieben im Dezember 2015