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Valentinas-Kochbuch.de – kochen, essen, glücklich sein | July 23, 2014

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Rezept von Sarah Wiener: Germknödel mit Mohn und Zwetschgenmus

Rezept von Sarah Wiener: Germknödel mit Mohn und Zwetschgenmus

La Dolce Wiener
Süße Verführungen von Apfelstrudel bis Zimtschnecken
Sarah Wiener, Knaur (2009)

Gastautorin Stefanie Czybik wagte sich das erste Mal an die Zubereitung von Germknödel. Zunächst nagte kurz der Zweifel: “Zerfallen mir die Knödel?” Er löste sich bei der Zubereitung in Luft auf. Mit Sarah Wieners Rezept aus dem Kochbuch La dolce Wiener gelang ihr der Klassiker wunderbar. Nur mit dem Mohn schloss Stefanie nicht Freundschaft für immer. Aber es geht ja auch ohne. Katharina

ORIGINALREZEPT: Germknödel
Für 15 Knödel
Zubereitungszeit: ca. 1 Stunde (plus Gehzeit)

Zutaten für die Knödel
200-225 ml Milch
20 g Hefe (Germ, 1/2 Würfel)
500 g Mehl
60 g Zucker
Mark von 1/2 Vanilleschote
1 TL Salz
2 Eigelb
abgeriebene Schale von 1/2 unbehandelten Zitrone
70 g weiche Butter
Mehl für die Arbeitsfläche

Zutaten für die Füllung
250 g Powidl (Zwetschgenmus, siehe Tipp)

Zutaten zum Servieren
250 g Butter
100 g gemahlener Mohn (siehe Tipp)
100 g Puderzucker

Zubereitung
1. Die Milch erwärmen. Die Hefe zerbröckeln und in der Hälfte der Milch auflösen. 2 EL Mehl unterrühren. Zugedeckt etwa 15 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

2. Das restliche Mehl in eine Schüssel sieben. Die zweite Hälfte der lauwarmen Milch mit Zucker, Vanillemark, 1/2 TL Salz, Eigelben und Zitronenschale verrühren. Zum Mehl in die Schüssel geben. Den Vorteig ebenfalls zugeben und alles zu einem geschmeidigen Teig kneten.

3. Die weiche Butter zugeben und kräftig unterkneten. Der Teig darf nicht mehr kleben. Den Teig in eine warme Schüssel legen und zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich sein Volumen verdoppelt hat. Das kann bis zu 2 Stunden dauern. Ausreichendes Gehen ist unbedingt nötig, damit die Germknödel schön locker werden.

4. Den Teig durchkneten und in 15 gleich große Portionen teilen. Jede Portionen zu einer Kugel formen, mit den Fingern etwas auseinander ziehen. In der Mitte des so entstandenen Fladens 1 EL Powidl (Zwetschgenmus) geben. Den Teigrand darüberschlagen und einen Knödel formen.

5. Die Knödel mit dem Teigschluss nach unten auf ein bemehltes Brett setzen und, mit einem Tuch abgedeckt, zum fast doppelten Volumen aufgehen lassen. In einem großen Topf Wasser mit 1/2 TL Salz zum Kochen bringen und die Knödel einlegen. Den Deckel schräg auflegen. Nach dem erneuten Aufkochen nur mehr ziehen lassen. Nach 10 Minuten die Knödel mit einem Kochlöffelstiel vorsichtig umdrehen und weitere 5 Minuten ziehen lassen.

6. Mit einem Schaumlöffel aus dem Wasser heben. Mit einer Nadel mehrmals anpiksen, damit sie nicht so stark zusammenfallen. Die Butter zerlassen, Mohn und Puderzucker vermischen. Die Knödel auf vorgewärmten Portionsteller legen, mit flüssiger Butter übergießen und mit der Mohn-Zucker-Mischung bestreuen.

TIPP: gemahlener Mohn
Mohn in guter Qualität bekommt man im Naturkostladen und im Reformhaus. Meist kann man den Mohn dort auch frisch mahlen bzw. quetschen lassen.

TIPP: Powidl selbstgemacht
Echtes Powidl zu kochen ist zeitaufwendig: Mindestens 2 bis 3 kg reife, süße Zwetschgen werden gewaschen, von den Stielen befreit und in einem großen Topf langsam erhitzt. Dann kocht man die Zwetschgen unter ständigem Rühren so lange, bis sie zermust sind und sich die Steine vom Fruchtfleisch gelöst haben. Das Zwetschgenmus durch ein gröberes Sieb passieren, damit Steine und Fruchthäute zurückbleiben. Anschließend das Mus wieder in einen Topf geben und mehrere Stunden unter ständigem Rühren sehr dick einkochen lassen. Vorsicht – die Masse brennt leicht an! In heiß ausgespültem Gläser mit Schraubverschluss füllen und erkalten lassen.

Zur Kochbuch-Rezension mit weiteren Rezepten:

Geschrieben im Dezember 2009

3 Kommentare

  1. Pierre

    einfach geill.,.,

  2. Sabine

    Germknödel sind noch flaumiger, wenn man sie, statt zu kochen, einfach dämpft:

    3 cm Wasser mit einen Schuss Rum in einem großen Topf zum Kochen bringen, ein Geschirrtuch darüber und mit Gummiringerl oder Spagat befestigen. Die Germknödel auf das Tuch setzen (mit der Nahtstelle nach unten) und das ganze mit einer abdichtenden Schüssel oder einem 2. Topf abdecken.
    Achtung, die Germknödel brauchen aber Platz um sich zu “entfalten”.
    Liebe Grüße,
    Sabine

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