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Valentinas-Kochbuch.de – kochen, essen, glücklich sein | April 24, 2014

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Rezept von Jamie Oliver: Fabelhafter Gänsebraten

Rezept von Jamie Oliver: Fabelhafter Gänsebraten

Zu Gast bei Jamie von Jamie Oliver
Fotos David Loftus, Dorling Kindersley Verlag (2011)
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Die Gans gab es bei uns zum Weihnachtsfest. Das Rezept klang eingängig und gut, bis auf den Rotweinessig, der in unbestimmter Menge zum Ablöschen in den Bräter kommt. Dann wird die Gans darin gewendet. Eine saure, zu saure Sache, dachte ich. Irrtum. Tut der fetten Gans sehr, sehr gut. Das nächste Mal mache ich außerdem eine klassische Orangensauce dazu. Katharina

ORIGINALREZEPT: Fabelhafter Gänsebraten
Für 8–10 Personen

Die gute, alte Gans war an den Feiertagen traditionell allererste Wahl. Doch dann kam der Truthahn aus Amerika und lief ihr den Rang ab, weil sich die Gans nicht wie jener im industriellen Ausmaß züchten ließ. Darum konnte sie auch preislich nicht mithalten. Dabei schmeckt Gans wirklich ausgezeichnet, und wenn man sie wie hier zubereitet, lässt sie sich obendrein sehr gut vorbereiten. Solange die Gans vollständig mit ihrem Fett bedeckt ist, hält sie es bequem einige Tage im Kühlschrank aus. Das Fett wirkt wie eine natürliche Versiegelung, die das Aroma und die Feuchtigkeit hermetisch einschließt. Zum Wiedererhitzen schiebt man den Vogel einfach für 30 Minuten in den heißen Ofen, bis er knusprig ist. Das erstarrte Schmalz lässt sich im Kühlschrank aufbewahren. Ein Löffel davon an die Bratkartoffeln oder Gemüse geben – alles wird umwerfend knusprig.

Zutaten
6 große Zimtstangen
6 Sternanis
2 TL Gewürznelken
1 daumengroßes Stück frischer Ingwer, geschält und in feine Scheiben geschnitten
Meersalz und frisch gemahlener
Pfeffer
1 große Freilandgans (4–5 kg), längs halbiert
2 Bio-Orangen
Rotweinessig

Zubereitung
1. Den Backofen auf maximaler Stufe vorheizen (etwa 240 °C) und im Kühlschrank Platz für den größten Bräter in Ihrem Sortiment schaffen. Im Mörser 3 Zimtstangen, 3 Sternanis, 1 Teelöffel Nelken und den Ingwer mit je 1 Prise Salz und Pfeffer zerstoßen. Die Gewürze in die Haut der Gans einreiben und die Hälften mit der Haut nach oben in einen großen, hohen Bräter legen. Die restlichen Zimtstangen, Sternanis und Nelken rundherum verteilen und die Form in den Ofen schieben. Die Temperatur sofort auf 160 °C reduzieren und die Gans je nach Größe 3½–4 Stunden braten, dabei zwischendurch ein- bis zweimal mit ihrem Saft übergießen. Nach etwa 2 Stunden die Orangen in Scheiben schneiden und auf den Gänsehälften verteilen.

2. Die Gans ist gar, wenn sich das Fleisch an der dicksten Stelle der Keule vom Knochen löst. Aus dem Ofen nehmen und das aromatische Fett über das Geflügel ziehen, bis es gut bedeckt ist – ganz wichtig! Abkühlen lassen und das erstarrte Fett gleichmäßig auf der Gans verstreichen. Den Bräter mit Frischhaltefolie zudecken und im Kühlschrank verstauen. Solange er gut mit Fett bedeckt ist, hält sich der Vogel locker 2–3 Tage.

3. Zum Fertigstellen der Gans den Ofen auf 190 °C vorheizen und die Gänsehälften auf ein Brett setzen. Fast das gesamte Fett aus dem Bräter in ein sauberes Einmachglas löffeln und fest verschlossen für eine andere Verwendung, zum Beispiel für Röstgemüse, kalt stellen. Die Gänsehälften mit der Haut nach oben wieder in den Bräter legen und im Ofen knusprig braten – das dauert etwa 30 Minuten. Anschließend auf das Brett heben, das Keulenfleisch zerpflücken und die Brust in Scheiben schneiden, sodass jeder von jedem etwas bekommt. Den Bräter mit Rotweinessig ablöschen und den leckeren Bratensatz vom Pfannenboden losrühren. Das Fleisch in der Sauce wenden, damit kein bisschen des köstlichen Aromas auf der Strecke bleibt. Schmeckt absolut lecker als klassischer Geflügelbraten, aber auch in einem Salat oder als Füllung für Wraps mit Eisbergsalat. Großer Genuss!

Zur Kochbuch-Rezension mit weiteren Rezepten:

Geschrieben im Juni 2012

2 Kommentare

  1. Dagmar Heckmann 05.02.2014

    Es ist zwar etwas spät für eine Weihnachtsgans,sie lag aber noch auf Eis.Ich habe dann das wunderbare Rezept von Jamie Oliver nachgekocht und es war eine Geschmacksexplosion.Nur bei dem Kraftakt,die Gans in 2 Hälften zu zerlegen,kamen mir doch Bedenken ob der Rezeptauswahl.
    Aber dann…..

  2. Katharina Höhnk 05.02.2014

    Kompliment für den Kraftakt!!! Ich nehme an, ganzer Körpereinsatz. .-)
    Wie schön, dass Du das schreibst, denn ich habe das Rezept lange nicht mehr zubereitet. Fast hätte ich den damaligen Wow-Effekt vergessen.

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