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Valentinas-Kochbuch.de – kochen, essen, glücklich sein | September 18, 2014

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Rezept von Giorgio Locatelli: Caponata

Rezept von Giorgio Locatelli: Caponata

Made in Italy: Das Kochbuch
Giorgio Locatelli, Christian Verlag (2008)
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Caponta ist für mich ein köstliches Sommergericht, von dem ich immer zu viel zubereite, so dass es einige Tage reicht. Denn es ist ein vielseitiger Allrounder: Es passt zu geröstetem Weißbrot, zu gegrilltem Fisch und Fleisch.

Inzwischen habe ich einige Zubereitungsarten ausprobiert. Dabei ist Giorgio Locatellis Rezept für mich das beste, wenn es auch aufwendiger ist. Er frittiert einen Teil der Zutaten und gibt sogar noch ein Stück Bitterschokolade dazu. Super! Katharina

ORIGINALREZEPT: Caponata

Caponata ist ein sizilianisches Gericht aus Auberginen und anderem Gemüse, die gewürfelt und frittiert werden und dann mit Sultaninen und Pinienkernen gemischt und in einer agrodolce (süßsauren) Sauce mariniert werden. In einigen Teilen Siziliens mischt man traditionell kleine Stücke dunkler Bitterschokolade unter. Weil das Gericht aus dem tiefsten Süden stammt, hatte ich es nie probiert, bis ich im Olivo zu kochen begann. Eines Tages als wir eine süßsaure Beilage suchten, fand ich das Rezept in einem Buch und dachte: „Das funktioniert nie!“ Aber wir kochten es trotzdem. Die Aromen verschmolzen zu einem wahren Feuerwerk, und seitdem ist es eins meiner Lieblingsgerichte. Man kann Caponata auf Brostücken servieren oder mit Mozzarella oder gebratenen Artischocken. Wegen der Essigsäure passt sie hervorragend zu Braten, da sie das Fett verdaulicher macht, vor allem das von Lamm. Traditionell wird sie auch zu Meeresfrüchten serviert – beispielsweise zu gegrillten oder gebratenen Jakobsmuscheln, Garnelen oder Meerbarbe. Zur Meerbarbe gebe ich etwas mehr Tomaten in die Caponata.

Wir schneiden oft frischen Thunfisch in 4 cm große Würfel und braten sie entweder in Olivenöl an oder grillen sie, bis sie außen goldbraun, innen aber noch roh sind (als Garprobe einen Würfel aufschneiden; in der Mitte sollte er noch rosa sein). Dann geben wir den Thunfisch kurz vor dem Servieren zur Caponata und mischen alles gründlich durch.

Wenn Sie Fenchel oder Sellerie nicht mögen, dann lassen Sie sie einfach weg und erhöhen Sie die Menge der anderen Zutaten ein wenig. Denken Sie daran, dass dies kein starres Rezept ist; das Gericht wird nach eigenem Belieben zubereitet, und Sie können es nach persönlichem Geschmack abändern.

REZEPT: Caponata

Zutaten
1 große Aubergine
Olivenöl zum Braten
1 Zwiebel, in 2 cm große Würfel geschnitten
Planzenöl zum Frittieren
2 Stangen Bleichsellerie, in 2 cm große Würfel geschnitten
1/2 Fenchelknolle, in 2 cm große Würfel geschnitten
1 Zucchino, in 2 cm große Würfel geschnitten
3 Frische Flaschentomaten, in 2 cm große Würfel geschnitten
1 Bund Basilikum
50 g Sultaninen
50 g Pinienkernen
Etwa 100 ml Olivenöl extra vergine
5 EL hochwertiger Rotweinessig
1 EL passierte Tomaten
1 EL extrafeiner Zucker
Salz und Pfeffer

Zubereitung
1. Die Aubergine in 2 cm große Würfel schneiden, mit Salz bestreuen und mindestens 2 Stunden in einem Sieb abtropfen lassen. Überschüssige Flüssigkeit leicht ausdrücken.

2. Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel leicht anbraten, bis sie weich, aber nicht braun ist. In eine große Schüssel geben.

3. Pflanzenöl in eine Fritteuse oder einen großen, tiefen Topf geben (nicht mehr als ein Drittel befüllen) und auf 180 Grad Celsius erhitzen. Sellerie hineingeben und 1 – 2 Minuten frittieren, bis er weich und goldbraun ist. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.

4. Das Öl wieder auf die gewünschten 180 Grad Celsius erhitzen und den Fenchel hineingeben. Wie den Sellerie frittieren und abtropfen lassen, dann den Vorgang mit den Auberginen- und Zucchiniwürfeln wiederholen.

5. Das frittierte Gemüse zusammen mit den gewürfelten Tomaten in die Schüssel zu den Zwiebeln geben.

6. Basilikumblätter zerpflücken und mit den restlichen Zutaten in die Schüssel geben. Kräftig würzen. Die Schüssel mit dem noch warmen Gemüse mit Frischhaltefolie abdecken und mindestens 2 Stunden ziehen lassen, dann bei Raumtemperatur servieren. Nicht in den Kühlschrank stellen, da das die Aromen mindert. Durch den Vorgang des „Dämpfens“ unter der Frischhaltefolie und das sehr langsame Abkühlen wird die Caponata von einer Art frittiertem Gemüsesalat mit vielen verschiedenen Aromen zu etwas Einheitlichem mit einem ganz eigenen Geschmack.

Zur Kochbuch-Rezension mit weiteren Rezepten:

Geschrieben im Juli 2008

2 Kommentare

  1. Maria

    Caponata, ein wunderbaraes Gericht. Das habe ich neulich im Veneto kennengelernt. Jetzt hab ich das Rezept, und ich werde es nachkochen. Himmlisch – ich freue mich!

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