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Valentinas-Kochbuch.de – kochen, essen, glücklich sein | October 30, 2014

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Interview: Daniela Klein von “Ein klitzeklein(es) Blog” über ihr Backbuch

Interview: Daniela Klein von “Ein klitzeklein(es) Blog” über ihr Backbuch
Leute

Klitzekleine Glücklichmacher: Die besten Rezepte meines Food-Blogs
Daniela Klein, Fotos M. Klein, Umschau Verlag (2012)
Mehr über den Kochbuch-Verlag

Von Katharina Höhnk

KleinDaniela Klein bloggt seit 2010 auf Ein klitzeklein(es) Blog. Nicht alleine. Aber dazu später. Jetzt ist ihr erstes Backbuch erschienen. Grund zur Freude und Zeit zum Nachfragen.

Katharina: Gratulation zu Deinem ersten Backbuch, Daniela, aber eigentlich müsste ich sagen “Eurem Backbuch”, denn Du und Dein Mann Marcel, Ihr seid das Team, das hinter dem Blog Klitzeklein steht. Wie kam es dazu, dass Ihr ihn aus der Taufe gehoben habt und wie sieht Eure Zusammenarbeit aus?

Daniela: Unser Blog ist aus einer Laune heraus nach einem Londonaufenthalt entstanden. Mein Mann und ich trinken gerne guten Cappuccino und als wir diesen in London gefunden haben, dachte ich, dass das vielleicht einen Blogartikel wert ist. Ich habe mir weder über den Namen noch über die Konsequenzen wirkliche Gedanken gemacht. Als sich ganze zehn Leser auf den Blog verirrt haben, habe ich mich gefreut, wie ein Schneekönig. Das animierte dann so sehr, dass der nächste Artikel nicht lange auf sich warten ließ.

Auf Grund meiner absoluten Talentfreiheit, was das Fotografieren betrifft, wurde Herr K. immer häufiger an die Kamera gebeten. Schwuppsdiwupps war Der klitzeklein(e) Blog ein Geschmeinschaftsprojekt, welches immer wieder mit viel Liebe zum Detail gepflegt und durch die bezaubernden Leser lebendig wird.

Katharina: Über was diskutiert bei der Gestaltung besonders viel und häufig?

Daniela: Den Aufbau des Sets bzw. wie zum Beispiel das Gebackene am besten in Szene gesetzt wird. Mein Mann mag es lieber schlicht und ich lange gerne mal in die Requisitenkiste.

Katharina: Ein Blog ist etwas ganz anderes als ein Buch. Worin siehst Du den Unterschied, jetzt, wo Dein Erstling erschienen ist?

Daniela: Beim Bloggen ist es einfach wundervoll, dass man eine sofortige Resonanz der Leser bekommt und sich austauschen kann. Das hat mir beim Schreiben und Backen für das Buch ganz oft gefehlt. Wir haben die ganze Zeit einfach nur gehofft, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Als dann die ersten positiven Reaktionen kamen, waren wir total erleichtert und uns ist natürlich ein riesiger Stein vom Herzen gefallen. Ich gebe zu, es ist ein unglaubliches und unbeschreibliches Gefühl, wenn man sein eigenes Buch in den Händen hält.

Katharina: Zur Auswahl der süßen Rezepte: Wenn ich durch die Seiten blättere, sehe ich süße Köstlichkeiten, die dekorativ, verspielt, und auch herausfordernd sind. Ich denke da an das Prachtstück von Fondanttorte mit Erdbeeren und Schokosahne. Was reizt Dich am Backen? Was begeistert Dich und vor allem, welche Art von Backrezepten läßt Dein Herz höher schlagen?

Daniela: Ich liebe es neue Dinge auszuprobieren und diese dürfen auch gerne etwas aufwändiger sein. Natürlich ist das nicht ausschließlich von Erfolg gekrönt, aber umso schöner ist es dann, wenn es gelingt, es schmeckt und man seine Erfahrungen mit Gleichgesinnten teilen kann.

Katharina: Wie gehst Du an ein Backrezept wie die Fondanttorte mit Erdbeeren und Schokosahne ran? Wie sieht die Planung aus, der Backtag und wo lässt Du Deiner Kreativität freien Lauf?

Daniela: Vor meiner ersten Fondanttorte lagen eine längere Recherche und ein größerer Einkauf bei einem Shop für Backzubehör hinter mir. Das ist bei einem solchen Vorhaben ein Muss, denn ich gehöre definitiv nicht zu den Bäckerinnen, die tiefenentspannt den Schneebesen schwingen. Dann muss alles ratzifatzi gehen und im besten Fall gelingen. Spontane Entscheidungen was Zutaten, Form oder Art der Zubereitung angeht sind bei mir niemals ausgeschlossen, ebenso wie das ‚Chaos totalemente’.

Katharina: Was ist bei der Arbeit mit Fondant wichtig?

Daniela: Das wichtigste ist wohl, dass man sich einfach traut damit zu arbeiten. Fondant hat mich lange Zeit abgeschreckt, weil ich das Gefühl hatte, das wäre nur etwas für wahre Profis. Mit großen Augen habe ich wunderschöne Hochzeitstorten angeschaut und es für unmöglich gehalten, das jemals so hinzubekommen. Nach dem ersten Kontakt war ich dann aber schon viel zutraulicher.

Einen Tipp über den ich mich vorher allerdings sehr gefreut hätte: fusselfreie und im besten Falle weiße Kleidung tragen.

Katharina: War es leicht das Manuskript abzugeben? Beim Bloggen kann man ja immer noch verbessern …

Daniela: Während der ganzen Zeit fand eine ständige Kommunikation zwischen uns und dem Verlag statt. Sobald ein Rezept fertig war haben wir es sofort weitergeleitet. So konnte man Kleinigkeiten direkt verbessern und aufkommende Fragen schnell beantworten. Deswegen gab es keinen Abgabetermin im eigentlichen Sinne, aber den finalen Proof. Dieser wurde dann in netter Runde bei hausgemachtem Käsekuchen vollführt.

Katharina: Du warst mit Deinem Buch auf der Buchmesse. Wie war das als Autorin?

Daniela: Verrückt, aufregend und total schön. Viele Leser zu treffen, sich zu unterhalten, meine Verlagsmädels wiederzusehen…hach. Am Anfang war ich unglaublich nervös und hatte Sorge, dass ich mich beim Schreiben der Widmungen vertue, aber zum Glück: alles ist ganz prima gelaufen und wir hatten einen wundervollen Tag zusammen.

Katharina: Sprechen wir noch einmal von der Blogosphäre. Du bloggst seit 2 Jahren. Was tut sich gerade? Wie hat sich die Landschaft seit Deinem Start verändert? Und wo geht die Reise hin? Was denkst Du?

Daniela: Dank der vielen Möglichkeiten wird das Bloggen immer professioneller. Viele Blogger nehmen spezielle Workshops (z.B. in Fotografie, Bildbearbeitung, Marketing) wahr, tauschen sich auf kleineren oder auch größeren Treffen (z.B. der Blogst Konferenz) aus und haben nach wie vor Freude an der Sache. Das fällt natürlich auch immer häufiger anderen Medien auf, für die dieses Gesamtkonzept in der Zukunft noch interessanter werden wird.

Katharina: Valentinas-Kochbuch.de steht für Kochbücher. Daher meine Frage, welches Deiner Backbücher von einer Kollegin oder Kollegen würdest Du nie hergeben? Du kannst auch gerne zwei nennen.

Daniela: Ich liebe die Bücher von Martha Stewart und ganz besonders Martha Stewart’s Cupcakes. Wunderschöne Ideen und Bilder entdecke ich immer wieder bei The Hummingbird Bakery Cake Days.

Katharina: Herzlichen Dank!

Geschrieben im Dezember 2012

2 Kommentare

  1. Sylvia

    Ein tolles Interview!

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