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Valentinas-Kochbuch.de – kochen, essen, glücklich sein | March 30, 2017

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VIDEO: Let’s relax – Gemeinsam genießen statt Likes sammeln?

VIDEO: Let’s relax – Gemeinsam genießen statt Likes sammeln?
Gesponsert

Von Katharina Höhnk

Im vergangenen Jahr sprach mich IKEA für eine Kooperation an zum Thema Kochen mit Kindern, bei der ich sofort zusagte. Ich fand die Umsetzung genial und als Mutter liegt mir das Thema am Herzen.

In diesem Jahr traf die Anfrage erneut ein. Was haben sie sich nun einfallen lassen, fragte ich mich, und klickte den Play-Button des Videos.

Ich musste es mir bis zum Ende ansehen, um zu verstehen, um was es geht. Ups, auch ich bin gemeint. 😇 Aber schaut selber. Meine Familie hat gejubelt. 🙂

 

State of the Art

Das eigene Essen in der Timeline zu posten ist ein globaler Trend. Als Bloggerin liegt es geradezu in der Natur meines Schaffens. Es erzeugt in der Tat Folgen: Kaltes Essen ist dabei das größte Pech. Viele Likes das Schönste.

Es ist ein klassischer Zielkonflikt: ein tolles Foto, bei dem alles arrangiert ist, UND ein geruhsames Essen, bei dem man es laufen lässt.

Vom Aussterben bedroht: das Ragout

Die Entwicklung kann man aus zweierlei Perspektiven betrachten: Woher kommt dieses Bedürfnis? Aber fast interessanter ist: Was macht es mit uns? Verändert er das Kochen und Beisammensein? Hierzu hat IKEA einen interessanten Report erstellt (s.u.).

Als Kochbuch-Liebhaberin beobachte ich, dass es auf die Rezept-Auswahl und Konzeption von Gerichten Einfluss hat. Ein schönes Beispiel ist ein Ragout. Total unfotogen und derzeit fast vom Aussterben bedroht. So eine braune Sauce bekommt keinen Klick (nur von hartgesottenen Fans des Geschmacks). Dabei ist es DAS Gericht, das Gäste begeistert und eine entspannte Gastgeberin gewährleistet.

Das Optische entscheidet zurzeit und das bringt interessante Stilblüten hervor. In Frankreich sind mir just die neusten Tarte-Kochbücher aufgefallen, die sich weniger dem Geschmack widmen als dem Dekorieren. Eine Tarte gesäumt von kleinen Miniatur-Blümchen oder gefüllt von hauchdünnen Gemüsescheiben – der letzte Schrei sogar. Aufwendig wie ein Haute Couture-Kleid würde ich sagen und begehrt im Web, aber irgendwie geht es fast nicht mehr um den Genuss.

Was denkt ihr: Verändert es unser Zusammensein, dass wir so gerne das Essen auf den Social Media-Kanälen posten?

 

Hier die Ergebnisse aus dem Life at Home“-Report von IKEA

Erwartung #1:
 Man sollte viel wertvolle Zeit mit Familie und Freunden verbringen.

Doch in Wirklichkeit … ist das echt schwer.

Obwohl 73 % der Befragten sagen, sie kochen, um sich zu Hause zu fühlen, fehlt 42 % die Zeit, um dies täglich zu tun. Und 34 % der Alleinlebenden wünschen sich, sie könnten öfter mit anderen zusammen essen.

Wie wäre es… durch gemeinsames Kochen und Essen wertvolle Zeit miteinander zu verbringen? Zeit kann man auf verschiedene Weise wertvoll nutzen.

Warum also nicht Spaß haben und gleichzeitig produktiv sein? Koch einfach vor und lass alle mithelfen. Es ist egal, ob man für die ganze Woche vorkocht und nur das Frühstück vorbereitet. Man kann auch auf ungewöhnliche Art wertvolle Zeit miteinander verbringen, z. B. wenn Oma dir beim Skypen ihr Lieblingsrezept verrät oder du dem Rest der Familie zeigst, dass Hausarbeit auch Spaß machen kann. Kinder sind tolle Helfer, also mach die Küche kinderfreundlich und lade sie zum Helfen ein.

 

Erwartung #2: 
Soziale Medien sollen vereinen und inspirieren.

Doch in Wirklichkeit … können sie, obwohl das stimmt, auch unmögliche Maßstäbe setzen und einem das Gefühl der Unfähigkeit vermitteln.

Soziale Medien haben einen festen Platz in unserem Leben: Für 23 % der Befragten ist ein zuverlässiges WLAN zu Hause für soziale Kontakte wichtiger als genügend Platz. 60 % sagen, sie nutzen soziale Medien, wenn sie Ideen zum Thema Essen brauchen. Und 16 % der 18- bis 29-Jährigen essen und trinken, während sie online sind. 15 % der jungen Menschen sagen, sie posten Bilder beim Essen. Wie wirken sich aber all diese herrlichen Inspirationen auf unser Verhalten in der Küche aus?

Wie wäre es… wenn man, statt sich ständig mit anderen zu messen, erkennen würde, wie toll man selbst bereits ist?

Niemand ist vollkommen. Unsere Küchenbeichten sind der Beweis dafür. Koch doch einfach drauf los, als würde keiner zusehen. Und auch wenn das fertige Essen mal klumpt oder nur halbgar ist, präsentiere es mit Stolz! Oder schalte die Medien mal ab und triff echte Freunde, wenn dir gerade danach ist. Ob du was postest oder nicht, liegt an dir.

 

Erwartung #3: 
Dein Zuhause sollte einladend und geräumig sein.

Doch in Wirklichkeit … finden die meisten, ihr Zuhause sei zu klein und nicht schön genug, um jemanden einzuladen.

Wir stehen unter Druck, um den Schein zu wahren. Am wohlsten fühlen wir uns, wenn die Küche sauber und aufgeräumt ist. 39 % sagen, sie ärgern sich jede Woche über die Unordnung zu Hause. Die Leute denken, ihre Küche und ihr Verhalten in der Küche müssten vollkommen sein.

Wie wäre es… wenn unvollkommen vollkommen genug wäre?

Jeder Raum kann schön sein. Und selbst ein kleiner Raum steckt voller Möglichkeiten. Es ist deine Küche – nutze den Platz, den du hast, geschickt und so, wie du willst. Lerne, wie man am einfachsten nach dem Essen aufräumt. Genieß dein Essen, wo immer du willst – dazu gehört gar nicht viel. Wenn du gern Servietten faltest – nur zu! Wenn du die übrigen Servietten gern beim nächsten Mal wiederverwenden willst, tu es! Dein Weg ist der richtige Weg. Und ist das Zusammensein mit anderen nicht wichtiger als der Ort, wo das geschieht?

 

Erwartung #4: 
Wenn es ums Essen geht, brauchen wir bessere, nachhaltigere Lösungen.

Doch in Wirklichkeit … ist das schwer und wir haben immer ein schlechtes Gewissen und meinen, wir sollten uns noch mehr bemühen.

Es existiert ein wachsendes Bewusstsein dafür, welchen Einfluss wir auf die Erde haben und dass wir unser Verhalten ändern müssen. Im Durchschnitt glauben 15 % der Menschen, sie besitzen zu viele Dinge. 25 % der Städter meinen, sie werfen zu viele Lebensmittel weg. Und in jedem fünften Haushalt werden Getränke und Lebensmittel regelmäßig zufällig doppelt eingekauft.

Wie wäre es… wenn man das nicht überbewerten würde?

Es gibt viele einfache Möglichkeiten, um gesünder und nachhaltiger zu leben. Man könnte z. B. einfach mit den Zutaten kochen, die noch vorhanden sind. Kein Stress, kein Müll! Etwas Vorplanung ist da hilfreich. Und mit einer kleinen Belohnung für jedes Mal Recyclen wird aus der Pflicht schnell ein Spaß. Auch neue Varianten, wie z. B. eine vegetarische Form unserer beliebten Fleischbällchen und Lachssandwiches, können bedeuten, dass man gleichzeitig gesund und verantwortungsbewusst isst.

Quelle: IKEA „Life at Home“-Reports 2015 & 2016: 
Der IKEA „Life at Home“-Report ist eine jährliche Studie um herauszfinden, wie die Menschen weltweit zu Hause leben. Der Report umfasst neben unserer eigenen Auftragsforschung externe Studien in verschiedenen Bereichen, Interviews mit Wissenschaftlern und eine neu durchgeführte quantitative Erhebung. Mehr Informationen zum IKEA „Life at Home“-Report findest du hier.

Geschrieben im August 2016

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